Phishing-Warnung: Betrüger geben sich als Europäisches Amt für Betrugsbekämpfung aus

Das Landeskriminalamt Niedersachsen warnt vor einer aktuellen Phishing-Masche, bei der die Betrüger vorgeben, im Namen des Europäischen Amtes für Betrugsbekämpfung (OLAF) zu handeln. Die Empfänger seien angeblich Opfer eines Betrugs geworden und müssten nun aktiv werden.

Inhalt der Phishing-Mails des Europäischen Amtes für Betrugsbekämpfung

Die Phishing-Mails behaupten, dass die Empfänger „im Zusammenhang mit einem strafrechtlichen Vorfall“ kontaktiert würden. „Ihre persönlichen Daten, wurden auf verschlüsselten Festplatten von Betrügern wiederhergestellt“, geht die Mail weiter. Die Anrede sei dabei korrekt – da aus den zahlreichen Datenlecks der Vergangenheit viele davon inzwischen sogar kostenlos im Netz verfügbar sind, liegt die Vermutung nahe, dass sie hieraus stammen.

Europäisches Amt für Betrugsbekämpfung: Phishing-Mail mit Fehlern

Die Mails enthalten einige Grammatik- und Rechtschreibfehler, was Empfänger hellhörig lassen sollten:

  • „Angesichts der Vielzahl von Geschädigten gehen wir davon aus, dass es sich hierbei um eine Bandenkriminalität handelt. Interpol hat Festplatten beschlagnahmt und mehrere Tatverdächtige festgenommen. In diesem Kontext möchten wir Sie bitten, uns im Rahmen des laufenden Verfahrens zu unterstützen“
  • Die Absenderadresse, in einem konkreten Beispiel etwa bei hotmail.com gelagert, dürfte Verdacht wecken. Allerdings zeigen einige moderne Mailprogramme die E-Mail-Adresse gar nicht mehr direkt an.

Ein Link auf einen Bild-Bericht über einen realen Einsatz im Kontext von Betrug mit Kryptowerten soll die Mail in einem realistischeren Licht erscheinen lassen.

Webseite der Betrugsmasche

Eine der bei der Betrugsmasche verwendete Links verweisen auf Webseiten, die erst Anfang September angemeldet wurden. Sie sollen die EU-Betrugsbehörde imitieren und leiten auf Domains wie eafb.io, aber auch alternative Adressen wie eafb.info seien laut LKA Niedersachsen möglich.

Phishing-Seite

Bei der Phishing-Seite handelt es sich um ein Formular, das zur Eingabe von persönlichen Daten wie Vorname, Nachname, E-Mail-Adresse, Handy-Nummer und dem verlorenen Betrag auffordert. Die Betrüger fragen zudem danach, welche Krypto-Plattform Kontakt aufgenommen hätte.

Folgen der Dateneingabe

Das LKA geht davon aus, dass diejenigen, die dort ihre Daten eingegeben haben, in kurzer Zeit von den Betrügern mittels E-Mail oder Telefon kontaktiert und etwa auf weitere unseriöse Webseiten geleitet werden. Potenzielle Opfer würden vermutlich zum Hochladen von Ausweisbildern, zur Übermittlung von Bank- und Kreditkartendaten – unter dem Vorwand, Geld dorthin zurückzuzahlen – oder zur Einzahlung von Geld auf unseriösen Plattformen verleitet.

Europäisches Amt für Betrugsbekämpfung: Nach Eingabe der Daten

Die Phishing-Seite leitet die Opfer auf eine Seite, die der realen Webseite der Anti-Betrugs-Einheit der EU namens OLAF nachempfunden wurde. Es könne dort lediglich ein Rückruf vereinbart werden, da angeblich die Hotline wegen Spam-Angriffen mittels ID-Spoofing abgestellt wurde. Auch diese Seite weise zahlreiche Rechtschreib- und Grammatikfehler auf.

Was tun, wenn man Opfer geworden ist?

Wer auf diese Betrugsmasche hereingefallen ist, sollte Anzeige bei der örtlichen Polizei oder bei der Onlinewache erstatten. Erhöhte Aufmerksamkeit ist zudem gefragt, da mit den übermittelten Daten weitere betrügerische Machenschaften möglich sind, etwa Identitätsdiebstahl.

Phishing bleibt ein großes Problem

Phishing bleibt weiterhin eine der größten Bedrohungen im Internet. Ende September warnte etwa die Verbraucherzentrale NRW vor gehäuft versendeten Betrugsmails, die Empfänger mit gefälschten Abmahnungen verunsichern und zur Datenpreisgabe bewegen sollten.

Tipps zum Schutz vor Phishing durch Europäisches Amt für Betrugsbekämpfung

Um sich vor Phishing-Mails zu schützen, sollten Sie folgende Tipps beachten:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn Sie eine E-Mail von einer unbekannten Absenderadresse erhalten.
  • Prüfen Sie die E-Mail-Adresse sorgfältig.
  • Klicken Sie nicht auf Links in E-Mails, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob sie echt sind.
  • Rufen Sie die Website, die in der E-Mail verlinkt ist, direkt auf, um sicherzustellen, dass sie echt ist.
  • Geben Sie keine persönlichen Daten in E-Mails ein.

Wenn Sie eine Phishing-Mail erhalten, löschen Sie sie sofort.

Vorsichtsmaßnahmen und weitere Schritte

Wenn Sie Opfer dieser Phishing-Masche geworden sind, sollten Sie unbedingt Anzeige bei der Polizei erstatten. Zudem sollten Sie besonders vorsichtig sein, da die Betrüger die gesammelten Daten für weitere kriminelle Aktivitäten, wie Identitätsdiebstahl, verwenden könnten.

Fazit zu „Europäisches Amt für Betrugsbekämpfung“

Phishing bleibt eine der größten Bedrohungen im Internet. Seien Sie stets auf der Hut und überprüfen Sie alle E-Mails sorgfältig, insbesondere wenn sie angeblich von offiziellen Stellen stammen und dringendes Handeln erfordern.



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