IP-Spoofing

IP-Spoofing ist eine Manipulationstechnik, die Schwächen in TCP/IP ausnutzt, um den Empfänger zu täuschen. Dabei werden IP-Pakete mit gefälschten Absenderadressen erzeugt, die es Angreifern ermöglichen, andere Computer zu imitieren und IP-basierte Authentifizierung zu umgehen.

Diese Technik wird häufig in DDoS-Angriffen (Distributed Denial of Service) eingesetzt, um ein Ziel zu überwältigen und gleichzeitig die Identität des Angreifers zu verbergen. Die ständige Änderung der Quell-IPs macht das Blockieren schwierig, und das Spoofing erschwert das Nachverfolgen der Angreifer.

Es gibt verschiedene Formen des IP-Spoofing, wie Blind IP-Spoofing, bei dem Angreifer von außerhalb des Subnetzes des Opfers die Kommunikation vorhersagen und übernehmen. Der Mangel an IP-Adressverschlüsselung und vorhersehbaren Sequenznummern in TCP-Paketen ermöglicht das Hijacking von Sitzungen.

IP-Spoofing kann auch beim Lasttesten verwendet werden, um eine genaue Lastverteilung zu erreichen, und es wurde in der Vergangenheit zur Verbreitung von Würmern wie dem SQL Slammer verwendet.

Zum Schutz vor IP-Spoofing sind verschiedene Maßnahmen erforderlich, darunter Paketfilterung, um Pakete mit internen Quelladressen von außen zu verwerfen, und die Vermeidung von hostbasierter Authentifizierung. Die Aktualisierung älterer Geräte für eine bessere Sicherheit und die Implementierung von Technologien wie IPv6 mit erweiterter Sicherheit sind ebenfalls wichtige Schritte zur Verhinderung von IP-Spoofing. Spezifische Filtertechniken wie BCP38 helfen, verdächtige Pakete abzulehnen, und Ausgangsfilterung stellt sicher, dass die Quellheader für ausgehende Pakete legitim sind, um verdeckte Angriffe innerhalb des Netzwerks zu verhindern.

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