Bezahlung für Fake-Bewertungen: Dann gibt es 5 Sterne

Als Fachanwalt für IT-Recht begegne ich täglich den Herausforderungen und rechtlichen Grauzonen, die das digitale Zeitalter mit sich bringt. Ein besonders brisantes Thema sind Fake-Bewertungen im Internet. Sie beeinflussen nicht nur das Kaufverhalten von Verbrauchern, sondern haben auch erhebliche wirtschaftliche und rechtliche Konsequenzen für Unternehmen. In diesem Blogartikel möchte ich Ihnen einen umfassenden Überblick über die Problematik der Fake-Bewertungen geben und sowohl Verbraucher als auch Unternehmen beraten, wie sie sich davor schützen und rechtlich dagegen vorgehen können.

Update 07.02.2024 – Wie kämpfen Plattformen gegen Fake-Bewertungen?

Digitale Bewertungsplattformen setzen sich aktiv gegen gefälschte Bewertungen ein, da diese gegen ihre Richtlinien verstoßen und entfernt werden müssen. Die Herausforderung besteht darin, diese zu identifizieren. Unternehmen wie Google und Amazon nutzen spezielle Softwarelösungen, um die enorme Anzahl an Bewertungen nach spezifischen Wörtern, Phrasen und Mustern zu durchforsten, die auf Fälschungen hinweisen könnten. Ergänzend dazu beschäftigen sie Teams aus Mitarbeitern und Analysten, die Bewertungen auf ihre Authentizität hin überprüfen. Des Weiteren werden Nutzer sowie Anbieter von Produkten und Dienstleistungen dazu ermutigt, verdächtige Bewertungen zu melden. Webseitenbetreiber ergreifen diese Maßnahmen, um ihren Ruf zu schützen. Seit 2022 sind Plattformen zudem gesetzlich dazu verpflichtet, ihre Anstrengungen zur Sicherstellung der Echtheit von Bewertungen transparent zu machen. Sie müssen nachweisen, dass die abgegebenen Bewertungen von Kunden stammen, die die jeweiligen Produkte oder Dienstleistungen tatsächlich erworben und verwendet haben.

https://www.zdf.de/nachrichten/ratgeber/fake-bewertungen-online-shopping-100.html

Update 24.11.2023 – Einstweilige Verfügung wegen Fake-Bewertungen

Heise und Golem berichten über einen Rechtsstreit zwischen den Solarfirmen Yuma und Priwatt. Das Landgericht Düsseldorf hat eine einstweilige Verfügung gegen Priwatt erlassen, da das Unternehmen verdächtigt wird, mit gefälschten Bewertungen auf dem Portal ProvenExpert geworben zu haben. Yuma konnte das Gericht überzeugen, dass fünf der von Priwatt veröffentlichten Bewertungen nicht von echten Kunden stammten. Das Gericht stützte sich dabei auf sprachliche und inhaltliche Auffälligkeiten in den Bewertungen, wie beispielsweise die Beschreibung eines „2.600-Quadratmeter-Hauses“ oder Aussagen über die Stromrechnung.

Seit Mai 2022 verbietet das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb explizit die Verbreitung gefälschter Bewertungen. Unternehmen müssen zudem sicherstellen, dass veröffentlichte Bewertungen von echten Kunden stammen. Priwatt hat aufgrund der Systemarchitektur von Proven Expert erklärt, es sei nicht möglich, die Authentizität anonymer Kundenbewertungen darzulegen. Das Unternehmen hat sein Profil auf ProvenExpert vorsorglich deaktiviert und plant, gegen das Urteil in Berufung zu gehen, da es der Meinung ist, wichtige Aspekte seien im Rechtsstreit unberücksichtigt geblieben.

Die Verbreitung von Fake-Bewertungen

Seit Mai 2022 sind gefälschte Bewertungen in der EU gesetzlich untersagt. Gemäß der EU-Richtlinie ist es Plattformen nur gestattet, Rezensionen von tatsächlichen Kunden zu veröffentlichen, die das jeweilige Produkt wirklich erworben haben. Zudem sind die Plattformen verpflichtet, transparent darzulegen, ob und auf welche Weise sie die Bewertungen überprüfen.

Eine Studie der Verbraucherzentrale zeigt jedoch, dass bisher nur wenige Anbieter diesen Anforderungen nachkommen. Im Juni wurden 30 Plattformen, darunter bekannte Namen wie Amazon, Lidl, Obi und Zalando, überprüft. Von diesen erfüllten 27 die Kriterien nicht zufriedenstellend.

Gefälschte Bewertungen sind weit verbreitet und finden sich nicht nur auf großen Portalen, sondern auch bei kleineren Onlinehändlern und mittelständischen Unternehmen. Besonders betroffen sind Branchen, in denen hohe Umsätze generiert werden. Der Bewertungsdienst Trustami schätzt, dass die deutsche Wirtschaft durch gefälschte Bewertungen jährlich einen Schaden von etwa 3,8 Milliarden Euro erleidet.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Als IT-Rechtsanwalt möchte ich Sie darauf hinweisen, dass das Veröffentlichen von Fake-Bewertungen in der EU verboten ist. Die EU-Richtlinie verlangt, dass Plattformen nur Bewertungen von echten Kunden veröffentlichen dürfen, die das Produkt auch wirklich gekauft haben. Dies stellt eine Herausforderung für Plattformen dar, da die Überprüfung der Authentizität von Bewertungen komplex ist. Unternehmen, die Fake-Bewertungen nutzen oder in Auftrag geben, setzen sich erheblichen rechtlichen Risiken aus.

Gericht verurteilt Bewertungsagentur

Ein Gerichtsfall beleuchtet das komplexe Netzwerk hinter Fake-Bewertungen. Händler beauftragen oft Bewertungsvermittler, die ihrerseits Rezensenten engagieren. Diese schreiben nach Vorgaben der Agenturen, häufig ohne das Produkt jemals benutzt zu haben. „Das Geschäft kann profitabel sein, da die Bezahlung der Tester oft sehr gering ist“, erklärt Wagner. „Für zehn positive Fake-Bewertungen werden etwa 100 Euro gezahlt, wovon die Tester oft weniger als einen Dollar erhalten. Einige Tester werden stattdessen mit den zu bewertenden Produkten entlohnt.“

Bewertungsagenturen bieten ihre Services offen im Internet an. Bei der Agentur Fivestar beispielsweise kostet eine einzelne Rezension auf Trustpilot knapp 15 Euro, eine Google-Bewertung etwa 13 Euro.

Das Landgericht München verurteilte Goldstar Marketing, eine der weltweit größten Agenturen für Fake-Bewertungen, zu Unterlassung und Schadenersatz. Das Reiseportal Holidaycheck konnte nachweisen, dass Goldstar Marketing gefälschte Hotelbewertungen verkaufte, ohne dass die Rezensenten tatsächlich dort übernachtet hatten. Bei Zuwiderhandlung drohen Haft oder Geldstrafen bis zu 250.000 Euro.

Das Urteil wird jedoch wahrscheinlich nie rechtskräftig, da es dem Firmenchef Norbert Weber, der untergetaucht ist und offiziell auf Zypern ansässig ist, nicht zugestellt werden kann. Holidaycheck hat Detektive beauftragt, um Webers neuen Aufenthaltsort zu ermitteln. Bewertungsagenturen wie Goldstar Marketing ändern häufig ihren Namen oder die Geschäftsführung, um rechtlichen Konsequenzen zu entgehen.

Verbraucherschutzexpertin Wagner berichtet, dass Fake-Bewertungsvermittler oft in Messenger-Gruppen wie WhatsApp, Facebook oder Telegram Rezensenten rekrutieren. Dies erschwert die Identifizierung der Verantwortlichen. Amazon unternimmt regelmäßige Anstrengungen, um solche Gruppen zu schließen und die Betreiber zu verklagen. Von Januar bis Mai hat Amazon gegen zahlreiche Anbieter von Fake-Bewertungen in den USA, China und Europa rechtliche Schritte eingeleitet.

Koalition gegen gefälschte Bewertungen

Amazon, als weltweit größter Onlinehändler, kämpft intensiv gegen gefälschte Bewertungen. Im letzten Jahr hat das Unternehmen 200 Millionen verdächtige Rezensionen entfernt. Um dieses Problem effektiver anzugehen, hat sich Amazon im Oktober mit anderen großen Namen der Branche wie Booking.com, Expedia, Glassdoor, Tripadvisor und Trustpilot zusammengeschlossen. Ihr Ziel ist es, gefälschte Bewertungen einzudämmen. Im Rahmen dieser Initiative planen die Vertreter dieser Plattformen, sich Anfang Dezember auf ihrer zweiten Konferenz zu Fake-Bewertungen zu treffen.

Wagner sieht jedoch noch einen weiteren Beweggrund hinter dieser Allianz: In den USA erwägt die Federal Trade Commission (FTC) ein Verbot von Fake-Bewertungen, wobei Verstöße mit Strafen von bis zu 50.000 US-Dollar geahndet werden könnten. Trotz dieser Bemühungen bleiben Skeptiker zweifelnd, ob solche Maßnahmen effektiv sein werden. Ein Grund für ihre Skepsis ist, dass viele Bewertungsagenturen, ähnlich wie im Fall von Goldstar Marketing, ihren Sitz außerhalb der USA haben, was die Strafverfolgung erschwert.

Die Rolle von Bewertungsagenturen

Hinter den Kulissen von Fake-Bewertungen steht oft ein komplexes System aus Bewertungsagenturen und einzelnen Rezensenten. Diese Agenturen bieten ihre Dienste offen im Internet an und vermitteln gefälschte Bewertungen für Produkte oder Dienstleistungen. Einige dieser Agenturen wurden bereits gerichtlich zur Verantwortung gezogen. Es ist wichtig zu verstehen, dass sowohl die Beauftragung solcher Agenturen als auch das Schreiben von Fake-Bewertungen rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann.

Wie erkenne ich als Verbraucher Fake-Bewertungen?

Als Verbraucher ist es wichtig, wachsam zu sein, um Fake-Bewertungen zu erkennen. Hier sind einige Tipps, wie Sie gefälschte Rezensionen identifizieren können:

  1. Auffällige Sprachmuster: Oft sind Fake-Bewertungen entweder übertrieben positiv oder negativ. Achten Sie auf ungewöhnliche Formulierungen, viele Superlative oder eine unnatürlich klingende Sprache.
  2. Mangel an Details: Echte Bewertungen enthalten in der Regel spezifische Informationen über das Produkt oder die Dienstleistung. Wenn eine Bewertung sehr allgemein gehalten ist und keine konkreten Details enthält, könnte dies ein Hinweis auf eine Fake-Bewertung sein.
  3. Ähnlichkeiten zwischen Bewertungen: Wenn viele Bewertungen ähnliche Phrasen, Satzstrukturen oder sogar denselben Wortlaut aufweisen, kann dies auf kopierte oder automatisiert erstellte Bewertungen hindeuten.
  4. Zeitliche Häufung: Ein plötzlicher Anstieg von Bewertungen in einem kurzen Zeitraum, insbesondere bei neuen Produkten oder Dienstleistungen, kann verdächtig sein.
  5. Profilerkennung: Überprüfen Sie die Profile der Rezensenten. Wenn ein Nutzer eine Vielzahl von Produkten in kurzer Zeit bewertet hat oder sein Profil neu und kaum ausgefüllt ist, könnte dies auf einen Fake-Rezensenten hindeuten.
  6. Unverhältnismäßige Anzahl von 5-Sterne-Bewertungen: Ein Produkt oder eine Dienstleistung, die ausschließlich oder überwiegend 5-Sterne-Bewertungen hat, sollte genauer betrachtet werden, insbesondere wenn es sich um viele Bewertungen handelt.
  7. Fehlende Negativbewertungen: Eine gesunde Mischung aus positiven und negativen Bewertungen ist normal. Fehlen negative Bewertungen gänzlich, kann das verdächtig sein.
  8. Überprüfung durch Drittanbieter-Tools: Es gibt Online-Tools und Browser-Erweiterungen, die dabei helfen können, die Glaubwürdigkeit von Bewertungen zu analysieren.
  9. Vergleich mit anderen Quellen: Vergleichen Sie Bewertungen auf verschiedenen Plattformen. Wenn die Bewertungen auf einer Plattform stark von denen auf anderen Plattformen abweichen, könnte dies ein Hinweis auf Manipulation sein.

Indem Sie diese Hinweise beachten, können Sie als Verbraucher besser zwischen echten und gefälschten Bewertungen unterscheiden.

Rechtliche Schritte gegen Fake-Bewertungen

Gegen Fake-Bewertungen können verschiedene rechtliche Schritte unternommen werden, sowohl für betroffene Unternehmen als auch für Verbraucher. Hier sind einige der wichtigsten Maßnahmen:

  1. Abmahnung: Ein Unternehmen oder eine Person, die durch Fake-Bewertungen geschädigt wurde, kann eine Abmahnung gegen den Verfasser oder den Auftraggeber der gefälschten Bewertungen aussprechen. Dies ist oft der erste Schritt, um die betreffende Partei zur Unterlassung aufzufordern.
  2. Unterlassungsklage: Wenn die Abmahnung nicht beachtet wird, kann eine Unterlassungsklage eingereicht werden. Diese zielt darauf ab, die weitere Veröffentlichung von gefälschten Bewertungen zu verhindern.
  3. Schadensersatzforderungen: Unternehmen oder Personen, die durch Fake-Bewertungen finanziellen Schaden erlitten haben, können Schadensersatzansprüche geltend machen. Dies erfordert in der Regel den Nachweis, dass ein tatsächlicher Schaden entstanden ist.
  4. Strafanzeige: In einigen Fällen können Fake-Bewertungen strafrechtlich relevant sein, insbesondere wenn sie Teil eines Betrugs, einer Verleumdung oder einer unlauteren Wettbewerbshandlung sind. Eine Strafanzeige kann bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft eingereicht werden.
  5. Meldung bei der Plattform: Viele Online-Plattformen haben eigene Richtlinien gegen Fake-Bewertungen. Betroffene können diese Bewertungen bei der Plattform melden, die dann möglicherweise gelöscht werden.
  6. Wettbewerbsrechtliche Schritte: Wenn ein Unternehmen hinter den Fake-Bewertungen steht, kann dies als unlauterer Wettbewerb angesehen werden. Hier können wettbewerbsrechtliche Schritte eingeleitet werden.
  7. Datenschutzrechtliche Beschwerde: In Fällen, in denen Fake-Bewertungen personenbezogene Daten missbrauchen, kann eine Beschwerde bei der zuständigen Datenschutzbehörde eingereicht werden.
  8. Kooperation mit Verbraucherschutzorganisationen: Verbraucherschutzorganisationen können ebenfalls aktiv werden, um gegen Fake-Bewertungen vorzugehen, insbesondere wenn diese ein breites öffentliches Interesse betreffen.

Es ist wichtig, sich bei rechtlichen Schritten von einem Fachanwalt beraten zu lassen, um die angemessene Strategie zu wählen und die rechtlichen Möglichkeiten voll auszuschöpfen.

Strategien für Unternehmen gegen Fake-Bewertungen

Unternehmen stehen verschiedene Strategien zur Verfügung, um gegen Fake-Bewertungen vorzugehen und ihre Reputation zu schützen. Hier sind einige effektive Ansätze:

  1. Proaktives Monitoring: Regelmäßiges Überwachen von Bewertungen auf verschiedenen Plattformen hilft, Fake-Bewertungen schnell zu identifizieren. Tools für das Reputationsmanagement können dabei unterstützen, Bewertungen effizient zu überwachen.
  2. Rechtliche Schritte: Wie bereits erwähnt, können Unternehmen rechtliche Maßnahmen ergreifen, wie Abmahnungen, Unterlassungsklagen oder Schadensersatzforderungen gegen die Urheber von Fake-Bewertungen.
  3. Meldung bei Plattformen: Viele Bewertungsplattformen haben Richtlinien gegen Fake-Bewertungen. Unternehmen sollten gefälschte Bewertungen bei diesen Plattformen melden, damit sie geprüft und gegebenenfalls entfernt werden.
  4. Aufklärung der Kunden: Informieren Sie Ihre Kunden über das Problem der Fake-Bewertungen und ermutigen Sie sie, authentische Bewertungen abzugeben. Dies kann das Bewusstsein schärfen und die Glaubwürdigkeit erhöhen.
  5. Reaktion auf Bewertungen: Reagieren Sie professionell auf alle Bewertungen, sowohl positive als auch negative. Dies zeigt, dass Sie Feedback ernst nehmen und kann das Vertrauen in die Authentizität der Bewertungen stärken.
  6. Kundenfeedback aktiv einholen: Fordern Sie Kunden aktiv auf, ehrliches Feedback zu hinterlassen. Echte Kundenbewertungen können helfen, die Auswirkungen von Fake-Bewertungen zu minimieren.
  7. Transparenz und Authentizität: Seien Sie transparent in Ihrer Kommunikation und Marketingstrategie. Authentizität baut Vertrauen auf und kann Kunden davon abhalten, auf gefälschte Bewertungen hereinzufallen.
  8. Schulung der Mitarbeiter: Schulen Sie Ihre Mitarbeiter im Umgang mit Bewertungen und im Erkennen von Fake-Bewertungen. Ein gut informiertes Team kann effektiv auf das Problem reagieren.
  9. Zusammenarbeit mit Branchenverbänden: Tauschen Sie sich mit Branchenverbänden und anderen Unternehmen aus, um gemeinsame Standards und Vorgehensweisen gegen Fake-Bewertungen zu entwickeln.
  10. Nutzung von Verifizierungstools: Einige Plattformen bieten Verifizierungstools an, die sicherstellen, dass nur Kunden, die tatsächlich ein Produkt oder eine Dienstleistung genutzt haben, eine Bewertung abgeben können.

Durch die Kombination dieser Strategien können Unternehmen effektiv gegen Fake-Bewertungen vorgehen und ihre Online-Reputation schützen.

Verantwortung der Plattformen

Online-Plattformen tragen eine große Verantwortung, wenn es um die Veröffentlichung von Bewertungen geht. Sie sind verpflichtet, Mechanismen zur Überprüfung der Echtheit von Bewertungen zu implementieren. Als Verbraucher oder Unternehmen können Sie sich an diese Plattformen wenden, wenn Sie den Verdacht auf Fake-Bewertungen haben. Die Plattformen sind rechtlich verpflichtet, auf solche Hinweise zu reagieren und gegebenenfalls Maßnahmen zu ergreifen.

Zusammenarbeit mit Behörden

In einigen Fällen kann es notwendig sein, mit den zuständigen Behörden zusammenzuarbeiten, um gegen Fake-Bewertungen vorzugehen. Dies kann insbesondere dann relevant sein, wenn es Hinweise auf organisierte Kriminalität oder grenzüberschreitende Betrugsnetzwerke gibt. Als Fachanwalt kann ich Sie dabei unterstützen, den richtigen Ansprechpartner zu finden und effektiv mit den Behörden zu kommunizieren.

FAQ zu „Fake-Bewertungen“ – Die 5 wichtigsten Fragen

Fake-Bewertungen sind gefälschte Produkt- oder Dienstleistungsbewertungen, die meist erstellt werden, um den Verkauf zu fördern oder Mitbewerber zu schädigen. Sie können durch übertrieben positive oder negative Sprache, Mangel an spezifischen Details, ähnliche Formulierungen in mehreren Bewertungen, eine ungewöhnliche Häufung von Bewertungen in kurzer Zeit oder durch Profile mit geringer Aktivität und vielen Bewertungen erkannt werden.

Ja, Fake-Bewertungen sind in vielen Ländern, einschließlich der EU und den USA, illegal. Sie können als Betrug, Verstoß gegen Wettbewerbsrecht oder unlautere Geschäftspraktiken angesehen werden. Unternehmen und Einzelpersonen, die Fake-Bewertungen erstellen oder in Auftrag geben, können rechtlich belangt werden.

Unternehmen können gegen Fake-Bewertungen vorgehen, indem sie diese bei den Plattformen melden, rechtliche Schritte wie Abmahnungen oder Unterlassungsklagen einleiten, Kunden aktiv um echte Bewertungen bitten und Monitoring-Tools verwenden, um ihre Online-Reputation zu überwachen und zu schützen.

Fake-Bewertungen können Verbraucher in die Irre führen, indem sie ein verzerrtes Bild von der Qualität eines Produkts oder einer Dienstleistung vermitteln. Dies kann zu Fehlkäufen führen und das Vertrauen in Online-Bewertungssysteme untergraben.

Als Verbraucher können Sie vermutete Fake-Bewertungen bei der jeweiligen Plattform melden. Viele Online-Marktplätze und Bewertungsseiten haben Mechanismen, um solche Meldungen zu überprüfen und gegebenenfalls die Bewertungen zu entfernen. Es ist auch hilfreich, sich bei Kaufentscheidungen auf mehrere Quellen zu stützen und nicht ausschließlich auf Online-Bewertungen zu vertrauen.

Fazit und Ausblick

Fake-Bewertungen sind ein ernstzunehmendes Problem im digitalen Zeitalter. Sie beeinträchtigen nicht nur das Vertrauen der Verbraucher, sondern können auch erhebliche rechtliche Folgen für Unternehmen haben. Es ist wichtig, sich der Existenz und der Auswirkungen von Fake-Bewertungen bewusst zu sein und entsprechende rechtliche Schritte zu erwägen. Als Fachanwalt für IT-Recht stehe ich Ihnen gerne beratend zur Seite, um Sie in diesem komplexen und dynamischen Rechtsgebiet zu unterstützen.

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