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kununu Bewertung löschen lassen

Fachanwalt für IT-Recht, Spezialisierung auf Reputationsschutz im Internet

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Sie haben eine Bewertung erhalten, die nicht stimmt?

Ich sage Ihnen kostenlos, ob sie angreifbar ist. Wenn ja, übernehme ich die Löschung für 190 Euro netto. Bei kununu läuft das anders als bei Google, und zwar in zwei Stufen. Wie genau, steht weiter unten.

Jetzt negative kununu Bewertung löschen lassen vom Anwalt

Kostenlose Prüfung

Sie schicken mir den Link zur Bewertung. Ich sage Ihnen, ob sie angreifbar ist und auf welcher Grundlage. Sehe ich keine Aussicht, sage ich das, bevor Kosten entstehen.

190 Euro netto

Ein fester Betrag für die außergerichtliche Löschung, kein Stundenhonorar. Bei mehreren Bewertungen nenne ich Ihnen das Honorar vorab.

Ich kenne das Verfahren

kununu deaktiviert zunächst und fordert dann Nachweise beim Verfasser an. Ob die Bewertung endgültig verschwindet, entscheidet sich erst danach. Darauf ist die Beanstandung von Anfang an ausgerichtet.

Schlechte Kununu Bewertung löschen lassen

Ich unterstütze Arbeitgeber beim Vorgehen gegen rechtswidrige kununu-Bewertungen.

über 30 Jahre als Rechtsanwalt tätig Zugelassen seit 1994
1.500+ Mandate im Bewertungsrecht Unternehmen, Freiberufler und Praxen
5.000+ rechtswidrige Bewertungen gelöscht Google, kununu, jameda, Trustpilot u. a.

Stand: . Eigene Auswertung der Kanzleiakten

Als kununu Bewertungsexperte bekannt aus

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Wann eine kununu-Bewertung zu löschen ist

Nicht jede schlechte Bewertung ist rechtswidrig. Wahre negative Aussagen über Arbeitsbedingungen müssen Sie hinnehmen, auch scharf formulierte. Angreifbar wird eine Bewertung erst, wenn einer der folgenden Punkte vorliegt.

Kein Beschäftigungs- oder Bewerbungsverhältnis. Wer auf kununu bewertet, behauptet damit, bei Ihnen beschäftigt gewesen zu sein oder sich beworben zu haben. Trifft das nicht zu, fehlt der Bewertung die Grundlage. Das ist der wichtigste Ansatzpunkt und zugleich der schwierigste, weil kununu Nachweise nur anonymisiert herausgibt.

Unwahre Tatsachenbehauptungen. Zahlen, Abläufe, Vorfälle, die sich widerlegen lassen. Der Unterschied zur Meinung ist entscheidend: „Die Führung ist schlecht“ ist eine Meinung. „Überstunden werden grundsätzlich nicht bezahlt“ ist eine Tatsachenbehauptung.

Beleidigung und Schmähkritik. Wenn es nicht mehr um die Arbeitsbedingungen geht, sondern um die Herabsetzung von Personen. Die Hürde ist hoch: Auch überzogene Kritik ist noch keine Schmähkritik.

Namen und personenbezogene Daten. Werden Vorgesetzte oder Kolleginnen identifizierbar genannt, ist das regelmäßig unzulässig, selbst wenn der Rest der Bewertung zulässig wäre.

Firmeninterna. Zahlen, Kundenbeziehungen, Betriebsgeheimnisse.

Verstoß gegen die kununu-Richtlinien. Mehrfachbewertungen, Bewertungen durch Wettbewerber, erkennbar koordinierte Aktionen.

Kein Löschgrund ist dagegen, dass die Kritik unangenehm ist, dass Sie sie für einseitig halten oder dass sie Bewerber abschreckt. Und Ihr gesamtes Unternehmensprofil lässt sich nicht löschen. Warum das so ist, steht in meinem Beitrag kununu-Firmenprofil löschen.

Kununu Bewertung löschen lassen

„Ungerechtfertigt“ oder rechtswidrig? Der Unterschied entscheidet alles

Fast jedes Erstgespräch beginnt mit demselben Satz: Die Bewertung sei ungerechtfertigt. Gemeint ist damit fast immer, dass sie unfair ist, einseitig, aus dem Zusammenhang gerissen oder aus Ärger geschrieben. Das ist nachvollziehbar – nur ist „ungerechtfertigt“ keine rechtliche Kategorie.

Rechtswidrig ist eine Bewertung nicht deshalb, weil sie ungerecht ist. Meinungen sind durch Art. 5 Abs. 1 GG geschützt, auch harte, einseitige und sachlich unzutreffende. Der Unterschied zwischen beidem entscheidet darüber, ob sich ein Vorgehen lohnt – und er lässt sich in wenigen Minuten feststellen.

Ärgerlich, aber zulässig
Pauschale Verrisse ohne Begründung „Absolut nicht zu empfehlen“ ist eine Meinung. Dass sie nichts belegt, macht sie nicht angreifbar.
Maßlose Zuspitzung „Der schlimmste Arbeitgeber meines Lebens“ bleibt Werturteil, auch wenn es übertrieben ist.
Einseitige Darstellung Niemand ist verpflichtet, den Kontext mitzuliefern oder beide Seiten zu schildern.
Sehr kurze Beschäftigung Auch wer drei Tage da war, hatte einen Beschäftigungskontakt und darf bewerten.
Bewertung aus Ärger nach der Kündigung Das Motiv des Verfassers ist rechtlich ohne Bedeutung. Entscheidend ist der Inhalt.
Rechtswidrig und angreifbar
Kein Beschäftigungs­verhältnis Der Verfasser war weder Mitarbeiter noch Auszubildender noch Bewerber. Der stärkste Hebel – unabhängig vom Inhalt.
Unwahre Tatsachenbehauptung Eine Aussage, die sich mit Ja oder Nein beantworten lässt – und nachweisbar falsch ist.
Schmähkritik und Formalbeleidigung Wenn es nicht mehr um die Sache geht, sondern allein um die Herabsetzung. Hohe Schwelle.
Identifizierbare Personen Namen, Funktionsbezeichnungen in kleinen Teams oder Angaben, die eine Person erkennbar machen – samt Vorwurf.
Interna und Mehrfachbewertungen Umsatzzahlen, Kundennamen, Konditionen – oder mehrere Bewertungen zum selben Beschäftigungsverhältnis.

Der Weg, der vom Inhalt unabhängig ist

Die linke Spalte wirkt entmutigend, und sie ist es auch – solange man über den Inhalt streitet. Deshalb setzt mein Vorgehen zuerst woanders an.

Bestreitet ein Unternehmen substantiiert, dass der Verfasser überhaupt Mitarbeiter, Auszubildender oder Bewerber war, muss kununu den Sachverhalt aufklären: den Verfasser konfrontieren, Belege anfordern. Antwortet er nicht oder bleibt seine Schilderung vage, muss die Bewertung entfernt werden – unabhängig davon, ob die Kritik inhaltlich berechtigt wäre. Das Unternehmen muss nicht beweisen, dass dort niemand gearbeitet hat.

Praktisch bedeutet das: Eine Bewertung, die über den Inhalt nicht angreifbar ist, kann über diesen Weg trotzdem fallen. Und umgekehrt – eine inhaltlich eindeutig falsche Bewertung bleibt stehen, wenn der Verfasser seinen Kontakt belegt und die Aussage sich nicht widerlegen lässt. Deshalb entscheidet die Reihenfolge der Prüfung oft mehr als die Empörung über den Text.

Selbsttest: vier Fragen, fünf Minuten

Bevor Sie mich anrufen

1
Lässt sich der geschilderte Vorgang einem realen Beschäftigungs- oder Bewerbungsverhältnis zuordnen? Passt die genannte Abteilung zu Ihrer Struktur? Gab es den beschriebenen Vorgesetzten im angegebenen Zeitraum? Gibt es im Bewerbermanagement einen passenden Eintrag? Ein Nein ist der stärkste Ansatz überhaupt.
2
Steht ein Satz darin, den man mit Ja oder Nein beantworten kann? Markieren Sie die Bewertung Satz für Satz. „Überstunden wurden nie bezahlt“ ist überprüfbar, „die Work-Life-Balance ist eine Katastrophe“ nicht. Angegriffen wird der einzelne Satz, nicht der ganze Text.
3
Wird eine Person erkennbar? Nicht nur Namen zählen. In einem Team von fünf Leuten genügt oft die Funktionsbezeichnung. Wird eine identifizierbare Person mit einem Vorwurf verbunden, ist das ein eigener Angriffspunkt.
4
Steht dieselbe Kritik mehrfach im Profil? Übereinstimmende Formulierungen, identische Detailangaben, auffällige zeitliche Nähe. Mehrfachbewertungen zum selben Beschäftigungsverhältnis untersagt kununu in den eigenen Nutzungsbedingungen – das ist oft leichter durchzusetzen als ein Rechtsverstoß.

Vier Mal Nein bedeutet in aller Regel: Die Bewertung ist unangenehm, aber zulässig. Dann sage ich Ihnen das im Erstgespräch auch dann, wenn die Beauftragung daran scheitert – ein aussichtsloses Verfahren kostet Sie Geld und bringt die Bewertung nicht weg.

Ein Ja bei Frage 1 ist der aussichtsreichste Fall. Ein Ja bei den Fragen 2 bis 4 ist ein tragfähiger Ansatz, über den sich reden lässt.

Sie sind sich nicht sicher, in welche Spalte Ihre Bewertung gehört? Schicken Sie mir den Link. Die Ersteinschätzung ist kostenlos, und sie fällt auch dann ehrlich aus, wenn die Antwort lautet: Dagegen lässt sich nichts machen.

Rechtsanwalt Thomas Feil · Fachanwalt für IT-Recht, Hannover 0511 47 39 06-0 anwalt@thomas-feil.de

So läuft es bei kununu ab

1. Sie schicken mir die Bewertung

Link, Screenshot mit Datum, die betroffene Kategorie und Ihre Einschätzung, ob es die Person überhaupt gegeben hat. Dazu, was Sie bisher unternommen haben. Eine bereits abgelehnte Meldung verändert das weitere Vorgehen.

2. Ich prüfe kostenlos

Sie erfahren, ob die Bewertung angreifbar ist und wo der Angriffspunkt liegt: das fehlende Beschäftigungsverhältnis, eine widerlegbare Behauptung oder ein Richtlinienverstoß.

3. Beanstandung und erste Deaktivierung

Nach der begründeten Beanstandung deaktiviert kununu die Bewertung in der Regel innerhalb von vier bis sechs Tagen. Sie ist dann zunächst nicht mehr öffentlich sichtbar.

Wichtig: Das ist noch nicht das Ende. Es ist eine vorläufige Maßnahme für die Dauer der Prüfung.

4. kununu fordert Nachweise beim Verfasser an

kununu schreibt die bewertende Person an und verlangt Belege dafür, dass ein Arbeitsverhältnis oder eine Bewerbung bei Ihnen bestand. Reagiert die Person nicht oder kann sie nichts vorlegen, bleibt die Bewertung verschwunden.

5. Möglich: Reaktivierung und zweite Runde

Legt die Person Nachweise vor, kann kununu die Bewertung wieder freischalten. Dann verlagert sich die Auseinandersetzung vom „Ob überhaupt“ auf den Inhalt: Welche Aussagen sind Tatsachenbehauptungen, welche davon unwahr, welche Passagen überschreiten die Grenze zur Beleidigung?

Hier entscheidet sich, ob eine Beanstandung Bestand hat. Wer nur das fehlende Beschäftigungsverhältnis rügt und sonst nichts vorbereitet hat, steht nach einer Reaktivierung mit leeren Händen da. Deshalb wird die Beanstandung von Anfang an auf beide Stufen ausgerichtet.

Ein praktisches Problem kommt hinzu: Die Nachweise, die kununu weitergibt, sind stark anonymisiert. Oft lässt sich daraus nicht überprüfen, ob die Person tatsächlich bei Ihnen beschäftigt war. Das Hanseatische Oberlandesgericht hat entschieden, dass ein Arbeitgeber die Löschung verlangen kann, wenn ihm die eigene Überprüfung unmöglich gemacht wird. OLG Hamburg, 7 W 11/24

6. Wenn nötig: Gericht

Bleibt kununu bei seiner Haltung, kommen Abmahnung, einstweilige Verfügung oder Klage in Betracht. Die Kosten bespreche ich vorher mit Ihnen.

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Wie sieht es mit den Kosten aus?

Die Ersteinschätzung ist kostenlos. Sie erfahren, ob die Bewertung angreifbar ist, bevor Sie sich entscheiden.

Die Löschung einer Bewertung kostet 190,00 Euro netto. Ein fester Betrag, kein Stundenhonorar, keine Nachberechnung für die außergerichtliche Tätigkeit. Darin enthalten ist die Begleitung über beide Stufen des Prüfverfahrens, also auch die Auseinandersetzung nach einer möglichen Reaktivierung.

Bei mehreren Bewertungen nenne ich Ihnen das Honorar vorab. Für den zweiten und jeden weiteren Fall fällt es geringer aus als für den ersten, weil die Prüfung auf denselben Unterlagen aufsetzt. Gerade bei kununu ist das häufig: Negative Bewertungen kommen oft in Wellen.

Sollte ausnahmsweise ein gerichtliches Vorgehen nötig werden, bespreche ich die Kosten vorher mit Ihnen. Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt sie häufig; ob das in Ihrem Fall gilt, klären wir mit.

Wie lange es dauert

Bis zur ersten Deaktivierung vergehen in der Regel vier bis sechs Tage nach Einreichung der Beanstandung.

Wie lange es bis zur endgültigen Klärung dauert, hängt davon ab, ob die bewertende Person auf die Nachweisanforderung von kununu reagiert. Meldet sie sich nicht, bleibt es bei der Entfernung. Legt sie Nachweise vor, folgt die zweite Runde über den Inhalt, und dann dauert es länger.

Das sind Erfahrungswerte, keine Zusagen. Wie schnell kununu und die bewertende Person reagieren, liegt nicht in meiner Hand.

Wenn die Bewertung bleibt

Nicht jede Bewertung lässt sich entfernen. Wahre negative Aussagen über Arbeitsbedingungen sind zulässig, auch wenn sie Ihnen schaden.

Dann bleiben drei Wege.

Einzelne Passagen angreifen statt der ganzen Bewertung. Oft ist nur ein Teil unzulässig, etwa eine Namensnennung oder eine konkrete falsche Behauptung. Eine Teilentfernung ist möglich und verändert die Wirkung erheblich.

Sachlich antworten, wenn es sich lohnt. Das ist eine Abwägung im Einzelfall. Eine Antwort macht die Bewertung für neue Leser sichtbarer; das kann nützen oder schaden.

Den Auslöser bearbeiten. Kommen Bewertungen in Wellen aus einem Bereich, ist die juristische Ebene selten die einzige Antwort.

Wenn kununu nicht löscht: die gerichtlichen Schritte

Bleibt die Bewertung nach dem zweistufigen Prüfverfahren stehen, ist der Fall nicht beendet. Er wechselt nur die Ebene. Drei Wege kommen dann in Betracht, und sie unterscheiden sich weniger im Ergebnis als in Tempo, Kosten und Risiko.

Gegen wen richtet sich das Verfahren eigentlich?

Diese Frage kommt fast immer, und sie entscheidet über den weiteren Weg. Es gibt zwei mögliche Gegner, und nur einer von beiden führt in der Regel zum Ziel.

Das Portal

kununu haftet nicht für die Bewertung als solche, wohl aber dafür, sie nach einer substantiierten Rüge weiter zu verbreiten. Der Unterlassungsanspruch folgt aus §§ 1004 Abs. 1 Satz 2, 823 Abs. 1 BGB.

Der Regelfall. Das Portal ist bekannt, erreichbar und kann die Bewertung tatsächlich entfernen. Nur dieser Weg führt unmittelbar zur Löschung.

Der Verfasser

Gegen ihn bestünde derselbe Anspruch – nur scheitert er fast immer daran, dass er anonym bleibt. Einen Auskunftsanspruch auf die Bestandsdaten gibt es nicht ohne Weiteres (BGH, Beschluss vom 1. Juli 2014 – VI ZR 345/13).

Die Ausnahme. Sinnvoll nur, wenn er bekannt ist und eine Wiederholung droht – dann wirkt eine strafbewehrte Unterlassungserklärung in die Zukunft.

Wichtig dabei: Ein Titel gegen den Verfasser verpflichtet das Portal zu nichts. kununu ist an einem solchen Verfahren nicht beteiligt und müsste anschließend gesondert in Anspruch genommen werden. Wer die Löschung will, geht deshalb gegen das Portal vor.

Ausführlich zu der Frage, wann sich der Weg über den Verfasser ausnahmsweise lohnt: Gegen den Verfasser einer kununu-Bewertung vorgehen.

Die anwaltliche Aufforderung an kununu

Der erste Schritt richtet sich weiter gegen das Portal, nicht gegen den Verfasser. Er unterscheidet sich von der Beanstandung im Formular dadurch, dass er den Unterlassungsanspruch ausdrücklich geltend macht – aus §§ 1004 Abs. 1 Satz 2, 823 Abs. 1 BGB in Verbindung mit dem Schutz des Unternehmenspersönlichkeitsrechts und des eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetriebs – und eine Frist setzt.

Der Wechsel in der Tonlage ist kein Formalismus. Ab dem Zeitpunkt, zu dem das Portal Kenntnis von einem konkret bezeichneten Rechtsverstoß hat, haftet es für das Fortbestehen der Bewertung mit. Diese Kenntnis herzustellen, ist der eigentliche Zweck des Schreibens. Ein erheblicher Teil der Fälle endet hier, ohne dass ein Gericht eingeschaltet werden muss.

Die einstweilige Verfügung

Das Eilverfahren führt am schnellsten zu einer vollstreckbaren Entscheidung, oft innerhalb weniger Tage und in geeigneten Fällen ohne mündliche Verhandlung. Dafür gelten zwei Bedingungen, die in der Praxis über die Eignung des Falls entscheiden.

Erstens die Dringlichkeit. Wer monatelang zuwartet, verliert sie. Je nach Oberlandesgericht gilt ein Zeitraum von etwa vier bis acht Wochen ab Kenntnis als Obergrenze. Das ist der häufigste Grund, aus dem ein inhaltlich aussichtsreicher Fall im Eilverfahren scheitert – und der Grund, warum eine Bewertung, die seit einem Jahr online steht, anders behandelt werden muss als eine von letzter Woche.

Zweitens die Glaubhaftmachung. Der Sachverhalt muss sich mit präsenten Beweismitteln darstellen lassen, in der Regel über eine eidesstattliche Versicherung. Deshalb eignen sich Fälle, in denen eine überprüfbare Tatsachenbehauptung widerlegt werden kann, besser für das Eilverfahren als solche, in denen über die Grenze zur Schmähkritik gestritten wird.

Die Klage

Das Hauptsacheverfahren ist der Weg, wenn die Dringlichkeit entfallen ist, wenn die Rechtslage eine vollständige Beweisaufnahme erfordert oder wenn neben der Löschung weitere Ansprüche durchgesetzt werden sollen.

Zu den Erwartungen an Schadensersatz eine offene Einordnung: Er ist in diesen Fällen selten der tragende Grund. Der konkrete Vermögensschaden durch eine einzelne Bewertung lässt sich kaum beziffern, und eine Geldentschädigung wegen Verletzung des Persönlichkeitsrechts setzt eine schwerwiegende Verletzung voraus, die bei Unternehmen zusätzlichen Anforderungen unterliegt. Wer klagt, klagt in aller Regel auf Unterlassung. Das Ziel ist die Löschung und die Absicherung gegen eine Wiederholung, nicht die Zahlung.

Was das kostet

Die Gebühren richten sich nach dem Gegenstandswert, der bei einer einzelnen Bewertung je nach Gericht und Schwere im mittleren vierstelligen bis unteren fünfstelligen Bereich angesetzt wird. Vor jedem gerichtlichen Schritt bespreche ich mit Ihnen den Gegenstandswert, das Kostenrisiko beider Instanzen und die Erfolgsaussichten. Ob eine Rechtsschutzversicherung eintritt, hängt vom Tarif ab und lässt sich vorab klären.

Eine ehrliche Vorbemerkung dazu: Der weit überwiegende Teil der Löschungen gelingt außergerichtlich. Der gerichtliche Weg ist die Ausnahme, nicht der Normalfall – und er ist dann sinnvoll, wenn die Bewertung dauerhaft Schaden anrichtet und der Angriffspunkt belastbar ist.

Wenn es nicht eine Bewertung ist, sondern zwanzig

Eine einzelne schlechte Bewertung ist ärgerlich. Eine Serie innerhalb weniger Tage ist etwas anderes – rechtlich und wirtschaftlich. Sie bewegt die Gesamtnote in einer Größe, die eine einzelne Bewertung nie erreicht, und sie erzeugt bei Bewerbern den Eindruck, unabhängige Stimmen hätten dasselbe erlebt.

Solche Häufungen haben typischerweise eine von drei Ursachen, und die Unterscheidung entscheidet über das Vorgehen:

Eine Person, mehrere Konten

Derselbe Verfasser legt mehrere Profile an. Erkennbar an übereinstimmenden Formulierungen, identischen Detailangaben und demselben geschilderten Anlass.

Verstößt gegen die Nutzungsbedingungen – der schnellste Hebel.
Koordinierte Aktion

Mehrere Personen bewerten abgestimmt, etwa nach einer Kündigungswelle oder auf Aufruf in einer Gruppe. Erkennbar am zeitlichen Muster.

Jede Bewertung muss einzeln geprüft werden.
Echter Anlass

Ein realer Vorgang im Unternehmen – Umstrukturierung, Führungswechsel, Insolvenz eines Standorts – löst viele unabhängige Bewertungen aus.

Rechtlich kaum angreifbar. Hier hilft kein Anwalt.

Die ehrliche Vorbemerkung gehört an den Anfang: Nur die ersten beiden Konstellationen sind rechtlich angreifbar. Wenn fünfzehn Menschen unabhängig voneinander dasselbe erleben und beschreiben, ist das keine Kampagne, sondern eine Rückmeldung. Ich sage das im Erstgespräch auch dann, wenn die Beauftragung daran scheitert.

Was sich bei einer Häufung rechtlich ändert

Eine Plattform muss Bewertungen nicht vorab prüfen. Eine allgemeine Überwachungspflicht besteht nicht, und das ist im Digital Services Act ausdrücklich festgehalten (Art. 8 der Verordnung (EU) 2022/2065). Daran ändert auch eine Bewertungswelle nichts.

Etwas anderes gilt aber nach einer Beanstandung. Ist einmal substantiiert gerügt worden, beschränkt sich die Pflicht der Plattform nicht darauf, diese eine Bewertung zu prüfen. Sie muss im zumutbaren Rahmen auch verhindern, dass es zu gleichartigen Verstößen kommt. Genau hier liegt der praktische Unterschied zwischen einem Einzelfall und einer Serie: Nach der ersten erfolgreichen Rüge lässt sich gegenüber kununu argumentieren, dass die folgenden Bewertungen desselben Musters nicht jedes Mal neu von vorn beanstandet werden müssen.

Hinzu kommt der einfachere Weg über die Hausregeln. kununu untersagt Mehrfachbewertungen zum selben Beschäftigungsverhältnis und erkennbar koordinierte Aktionen in den eigenen Nutzungsbedingungen. Ein Verstoß dagegen ist in der Beanstandung oft deutlich leichter durchzusetzen als ein Verstoß gegen das Persönlichkeitsrecht – das Portal entscheidet dann nach eigenen Maßstäben und muss keine Rechtsfrage beantworten.

Wie eine Serie beanstandet wird

In einem Vorgang, nicht einzeln nacheinander

Das Muster dokumentieren Alle Bewertungen als Screenshot, mit Veröffentlichungszeitpunkt und der Gesamtnote vorher und nachher. Entscheidend ist nicht der einzelne Text, sondern das, was sie verbindet: übereinstimmende Formulierungen, identische Detailangaben, derselbe geschilderte Anlass, auffällige zeitliche Nähe.
Gegen die eigenen Unterlagen prüfen Lässt sich die Zahl der Bewertungen überhaupt mit der Zahl der Abgänge in diesem Zeitraum in Einklang bringen? Gab es die beschriebenen Abteilungen, Vorgesetzten, Abläufe? Eine Serie wird oft dadurch auffällig, dass sie mehr Mitarbeiter behauptet, als das Unternehmen hatte.
In einem Schriftsatz beanstanden Alle Bewertungen zusammen, mit der Begründung, warum sie zusammengehören – und zusätzlich jede einzeln nach den üblichen Angriffspunkten. Das Portal muss dann nicht nur jeden Kontakt prüfen, sondern auch, ob für jede Bewertung ein eigener bestand.
Nicht abwarten Für ein gerichtliches Eilverfahren gilt eine Dringlichkeitsfrist von je nach Oberlandesgericht etwa vier bis acht Wochen ab Kenntnis. Wer erst beobachtet, ob noch mehr kommt, verliert sie – und steht bei einer Serie schlechter da als bei einer Einzelbewertung.

Zwei Reaktionen, die eine Welle verschlimmern

Auf jede Bewertung öffentlich antworten. Bei einer Serie ist das doppelt schädlich: Jede Antwort bestätigt einen weiteren Beschäftigungskontakt, und eine Wand aus Rechtfertigungen wirkt auf Bewerber schlechter als die Bewertungen selbst.

Gegensteuern mit positiven Bewertungen. Mitarbeiter zu guten Bewertungen aufzufordern oder sie dafür zu honorieren, ist eine irreführende geschäftliche Handlung nach § 5 UWG und verstößt gegen die Richtlinien des Portals. Der Schaden übersteigt den der Welle deutlich.

Was das kostet

Bei mehreren Bewertungen in einem Vorgang vereinbare ich das Honorar vorab und nicht je Bewertung – der Aufwand für die zweite und dritte Bewertung derselben Serie ist geringer als für die erste, und das soll sich im Preis abbilden. Schildern Sie mir den Fall, dann nenne ich Ihnen vor der Beauftragung eine feste Summe.

Agentur oder Anwalt?

„Bewertung löschen ab 49 Euro, Erfolg garantiert“ – solche Angebote gibt es, und sie klingen verlockend neben einem Anwaltshonorar. Drei Punkte sollten Sie kennen, bevor Sie sich dafür entscheiden.

Die Beanstandung ist eine rechtliche Prüfung Ob eine Bewertung angreifbar ist, entscheidet sich an der Abgrenzung von Tatsachenbehauptung und Werturteil, an der Frage des Kontakts und an der Formulierung der Rüge. Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat entschieden, dass ein nicht zugelassener Dienstleister, der Löschanträge für Kunden stellt, damit eine Rechtsdienstleistung im Sinne des § 2 Abs. 1 RDG erbringt – und die darf nur erbringen, wer dafür zugelassen ist (Urteil vom 7. November 2024 – 6 U 90/24).
Das betrifft auch Ihren Vertrag Wer einen Dienstleister beauftragt, der diese Leistung ohne Zulassung erbringt, hat unter Umständen keinen wirksamen Vertrag: Vereinbarungen über unerlaubte Rechtsdienstleistungen sind nach § 134 BGB in Verbindung mit § 3 RDG nichtig. Bleibt der Erfolg aus, steht dann nicht nur die Löschung, sondern auch die Rückabwicklung im Raum.
Ein gescheiterter Versuch macht den zweiten schwerer Portale dokumentieren eingehende Beanstandungen. Eine abgelehnte Standardmeldung steht im Vorgang, und die zweite Rüge zu derselben Bewertung trifft auf einen Sachbearbeiter, der den Fall schon einmal geprüft hat. Hinzu kommt die Zeit: Für ein gerichtliches Eilverfahren gilt eine Dringlichkeitsfrist von je nach Oberlandesgericht etwa vier bis acht Wochen ab Kenntnis. Wer sie mit einem aussichtslosen Versuch verbraucht, verliert den schnellsten Weg.

Das heißt nicht, dass jede Agentur unseriös arbeitet – viele leisten im Reputationsmanagement gute Arbeit, etwa beim Aufbau von Sichtbarkeit oder bei der Kommunikation. Es heißt, dass die rechtliche Beanstandung einer einzelnen Bewertung ein anderes Geschäft ist als Suchmaschinenoptimierung. Fragen Sie deshalb vor der Beauftragung schlicht nach: Wer genau verfasst die Beanstandung, und ist diese Person zur Rechtsberatung zugelassen? Die Antwort sagt Ihnen mehr als jedes Preisversprechen.

Drei Fälle aus meiner Praxis

Ob eine kununu-Bewertung angreifbar ist, entscheidet sich selten daran, wie ungerecht sie sich anfühlt. Es entscheidet sich daran, ob sie eine überprüfbare Behauptung enthält oder ob die Person überhaupt bei Ihnen beschäftigt war. Drei Anfragen zeigen die Bandbreite.

Ein Unternehmen ohne eigenen kununu-Account findet dort drei bis vier Bewertungen über sich. Eine wirft der Geschäftsführung psychologische Spielchen vor. Die Geschäftsführung hält alle Bewertungen für weit hergeholt.

Meine Einschätzung: Zwei Dinge sind auseinanderzuhalten.

Der fehlende Account spielt keine Rolle. kununu legt Unternehmensprofile unabhängig davon an, ob das Unternehmen mitmacht, und ein Profil lässt sich auch nicht abschalten. Warum das so ist, habe ich in einem eigenen Beitrag erklärt: kununu-Firmenprofil löschen.

Der Vorwurf gegenüber der Geschäftsführung ist schwieriger, als er klingt. So scharf er formuliert ist, bleibt er ein Werturteil über das Vorgesetztenverhalten, und genau dafür ist kununu gedacht. Die Grenze zur Schmähkritik ist erst überschritten, wenn es nicht mehr um die Sache, sondern nur noch um die Herabsetzung der Person geht. Dass eine Bewertung aus Sicht des Unternehmens weit hergeholt ist, genügt dafür nicht.

Der aussichtsreiche Weg führt hier nicht über den Wortlaut, sondern über die Frage, ob es die Bewertenden überhaupt gab. Bei drei bis vier Bewertungen in einem überschaubaren Betrieb lässt sich das oft eingrenzen. Dazu kommt ein zweiter Ansatzpunkt: Ist die Geschäftsführung namentlich oder durch die Umstände eindeutig identifizierbar, kann das je nach Formulierung eine eigenständige Rechtsverletzung sein.

Ergebnis: Der Wortlaut allein trägt nicht. Die Prüfung setzt beim Beschäftigungsverhältnis an.

Ein Unternehmen beanstandet eine Bewertung, die in mehreren Kategorien nur aus Schlagworten besteht: „Kontrollfreaks“ beim Vorgesetztenverhalten, dazu unter Karriere und Weiterbildung der Hinweis, es könne gefährlich werden. Ausgeführt wird nichts davon. kununu lehnt die Löschung ab und verlangt vom Unternehmen den Nachweis, dass es nicht so sei.

Meine Einschätzung: Die Forderung von kununu ist der eigentliche Angriffspunkt.

Ein Werturteil lässt sich nicht widerlegen. Wer vom Bewerteten verlangt, das Gegenteil zu beweisen, verlangt etwas Unmögliches. Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass bereits die Rüge des Bewerteten, der Bewertung liege kein Kontakt zugrunde, die Prüfpflicht der Plattform auslöst. Die Plattform muss dann beim Verfasser Belege anfordern, nicht beim Unternehmen. BGH, VI ZR 1244/20

Zum Inhalt: „Kontrollfreaks“ ist zugespitzt, bleibt aber ein Werturteil zum Vorgesetztenverhalten. Darüber allein wird die Bewertung nicht fallen. Interessanter ist, dass die Bewertung durchgehend ohne jede Begründung auskommt. Das Landgericht Lübeck hat entschieden, dass eine Bewertung, der jede Tatsachengrundlage fehlt, einen rechtswidrigen Eingriff in das Persönlichkeitsrecht darstellen kann. LG Lübeck, 9 O 59/17

Die Formulierung zur Gefahr würde ich nicht überbewerten. Sie lässt sich als Warnung und damit als Meinung lesen. Sie trägt den Fall nicht allein, ist aber ein Baustein.

Ergebnis: Aussichtsreich, aber über einen anderen Hebel als gedacht. Nicht über den Wortlaut, sondern über die Frage, wer was nachweisen muss.

Zwei ausgeschiedene Mitarbeiter hinterlassen Bewertungen, die konkrete Behauptungen über Geschäftsabläufe des Unternehmens enthalten. Es geht nicht um Arbeitsbedingungen, sondern um Vorgänge, die es nach Darstellung des Unternehmens nie gegeben hat.

Meine Einschätzung: Von den drei Fällen der aussichtsreichste.

Dass die Personen tatsächlich beschäftigt waren, ist kein Nachteil. Es verlagert die Auseinandersetzung nur sofort auf die zweite Stufe, also auf den Inhalt. Und dort steht diese Bewertung anders da als in den beiden anderen Fällen: Es sind keine Werturteile, sondern Tatsachenbehauptungen. Sie sind wahr oder unwahr. Über eine Einschätzung lässt sich streiten, über einen Vorgang nicht.

Hinzu kommt die Beweislage. Bei belastenden Tatsachenbehauptungen muss nach der Rechtsprechung derjenige greifbare Anhaltspunkte liefern, der sie aufstellt. Das ist das Gegenteil der Lage in Fall 2.

Und der Inhalt liegt außerhalb dessen, wofür eine Arbeitgeberbewertung gedacht ist. Bewertet werden sollen Arbeitsbedingungen, nicht Geschäftsabläufe. Das kann für sich genommen einen Richtlinienverstoß begründen.

Vorbereitet werden muss die Beanstandung trotzdem sorgfältig. Nachzuweisen, dass etwas nicht stattgefunden hat, ist schwierig. Hilfreich sind Unterlagen, die die Behauptung unplausibel machen.

Ergebnis: Gute Aussichten, weil überprüfbare Behauptungen aufgestellt werden und die Darlegungslast bei der Gegenseite liegt.

Die drei Fälle unterscheiden sich nicht in der Schärfe der Kritik, sondern darin, woran man ansetzen kann. Deshalb ist die Ersteinschätzung kostenlos: Sie sollen wissen, welcher Fall der Ihre ist, bevor Sie Geld ausgeben.

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Rechtsanwalt Thomas Feil
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