Postbank Phishing ⚠️Betrugs-Mails und Betrugs-SMS 2024 – Fake und Spam

Als Fachanwalt für IT-Recht möchte ich Sie, liebe Leser, im Folgenden über das immer wieder aufkommende Thema „Postbank Phishing“ aufklären und Sie beraten.

Phishing-Angriffe sind heutzutage eine der größten Bedrohungen im Bereich der Internet-Sicherheit, und viele Menschen, darunter auch Postbank-Kunden, sind davon betroffen.

Der folgende Beitrag zeigt Ihnen, wie Sie solche Angriffe erkennen, sich davor schützen, und wie Sie sich verhalten sollten, wenn Sie Opfer eines solchen Angriffs werden.

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Das Wichtigste zu Postbank Phishing auf einen Blick:

  • Betrüger verschicken „im Namen“ der Postbank zahlreiche SMS und E-Mails, auch mit dem Logo der Postbank. Die SMS und E-Mails dienen als Lockmittel für Phishing-Angriffe.
  • Durch diese Spam-Nachrichten wollen die Kriminellen Zugang zu Ihren Daten für das Onlinebanking erhalten.
  • Wenn Sie die in der E-Mail oder SMS enthaltenen Links anklicken, werden Sie auf Seiten weitergeleitet, die mit Schadsoftware verseucht sind. Dadurch geraten Ihre persönlichen Daten in ernsthafte Gefahr.

Aktuelle Fake-Mails und Fake-SMS 2024 – Postbank Phishing

Ich erhalte Phishing-E-Mails, die vorgeben, von der Postbank zu sein. Diese Nachrichten tragen den Betreff „Aktualisiere dein Profil / ID: (gefolgt von einer zufälligen Zahlenkombination)“. Den Empfängern wird mitgeteilt, dass ihr Online-Banking-Konto aus Sicherheitsgründen gesperrt wurde. Von den Nutzern wird gefordert, in bestimmten Zeitabständen eine Bestätigung ihrer Daten vorzunehmen. Ein im E-Mail enthaltener Button, beschriftet mit „Konto Aktualisieren“, soll angeklickt werden, um das Konto „neu zu aktivieren“ und ein „neues Passwort zu erstellen“, um die „bevorstehende Schließung“ des Kontos und der damit verbundenen Karte abzuwenden. Nach diesem Hinweis wird zusätzlich darauf hingewiesen, dass bei Nichtbeachtung der E-Mail der Zugang eingeschränkt wird, was zusätzlichen Druck erzeugen soll, sofort zu reagieren.

Auf den ersten Blick scheint die E-Mail harmlos, doch ein genauerer Blick auf das „Postbank-Logo“ offenbart, dass es sich um ein abweichendes Logo handelt. Ein weiterer Indikator für eine Phishing-Mail ist die Überprüfung der Absenderadresse, die offensichtlich nicht direkt von der Postbank stammt.

In einer aktuellen Phishing-Mail wird behauptet, dass Briefe wiederholt unzustellbar waren. Angeblich müsse dann das Konto aktualisiert werden. Diesen Link sollten Sie auf keinen Fall anklicken.

Seien Sie vorsichtig bei E-Mails, die Sie dazu auffordern, Ihre Kontaktdaten zu aktualisieren.

In solchen Fällen verlangen die Täter von Ihnen, persönliche Kontaktinformationen sowie Zugangsdaten online einzutragen, unter der Behauptung, dass Sie für Ihren persönlichen Kundenberater nicht erreichbar waren. Es wird mit der Androhung gearbeitet, dass, sollten Sie dieser Aufforderung nicht folgen, Sie mittels eines kostenpflichtigen Einschreibens dazu aufgefordert werden.

Solche Mitteilungen stellen eine Form des Phishing dar. Es ist wichtig, den Anweisungen dieser Betrüger nicht zu folgen.

Dies stellt lediglich eine Variante dar, mit der Betrüger versuchen, Zugang zu Ihren finanziellen Mitteln zu erlangen. Die Begründung für die Aufforderung, Daten preiszugeben, kann in solchen betrügerischen Nachrichten variieren.

Das endgültige Ziel dieser Betrügereien bleibt jedoch immer identisch: Die Betrüger zielen darauf ab, zunächst Ihre persönlichen Daten und anschließend Ihr Geld zu erlangen.

Achten Sie darauf, Ihre Zugangsdaten für Online-Banking ausschließlich dann einzugeben, wenn Sie die App Ihrer Bank oder die Online-Banking-Seite selbstständig aufgerufen haben, und niemals aufgrund einer Weiterleitung durch einen Link, der in einer solchen Nachricht enthalten.

Der sogenannte Enkeltrick ist vielen zwar bekannt, doch fallen immer noch Personen darauf herein, da Betrüger ihre Methoden stetig anpassen und neue Geschichten erfinden. Der Betrug startet in der Regel mit einem Anruf, wobei vornehmlich alleinstehende Senioren im Visier der Täter sind. Mit freundlichen Worten wie „Hallo, rate mal, wer hier spricht?“ oder „Hallo Oma, erkennst du meine Stimme?“ versuchen sie, das Vertrauen der Angerufenen zu gewinnen. Sobald eine vertrauensvolle Atmosphäre geschaffen ist, behaupten die falschen Verwandten, in einer finanziellen Notlage zu sein.

Um sich zu schützen, beachten Sie folgende Tipps:

  • Seien Sie misstrauisch gegenüber Anrufern, die sich als Verwandte oder Bekannte ausgeben und um finanzielle Unterstützung bitten. Teilen Sie keine persönlichen oder finanziellen Informationen.
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um die Situation nüchtern zu betrachten.
  • Beenden Sie das Gespräch und versuchen Sie, die angebliche betroffene Person direkt zu kontaktieren. Sollte dies nicht möglich sein, ziehen Sie eine vertraute Person hinzu.
  • Überreichen Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an Personen, die Sie nicht persönlich kennen.
  • Kontaktieren Sie umgehend die Polizei, falls Ihnen ein Anruf verdächtig erscheint, und erstatten Sie gegebenenfalls Anzeige.

Kunden der Postbank sehen sich aktuell mit Phishing-Angriffen konfrontiert. Es kursieren zahlreiche betrügerische E-Mails mit dem Betreff „Hinweis | Aktion erforderlich ID|<eine willkürliche achtstellige Nummer>“, die sich auf die „Sicherheit Ihrer Daten“ berufen. Diese Nachrichten behaupten, die „Bank“ setze auf „fortschrittliche Internettechnologien“ zur Gewährleistung der Datensicherheit. Um die „optimale Sicherheit“ zu gewährleisten und die „strengen Sicherheitsstandards“ weiter zu erhöhen, werden Empfänger aufgefordert, ein Konto-Update vorzunehmen. Dies soll über einen mitgesendeten Link geschehen und nur „wenige Minuten“ in Anspruch nehmen. Wird der Aufforderung nicht gefolgt, droht angeblich eine Einschränkung des Zugangs zu bestimmten Konto-Funktionen. Die unpersönliche Ansprache und eine inkorrekte Absenderadresse deuten darauf hin, dass es sich um einen Phishing-Versuch handelt. Besonders die Androhung von Zugriffsbeschränkungen zielt darauf ab, Verunsicherung zu stiften und überstürzte Handlungen zu provozieren. Ziel der Betrüger ist es, an sensible Daten zu gelangen, um diese beispielsweise für betrügerische Banktransaktionen zu nutzen. Zum Schutz Ihrer Daten sollten Sie diese Aufforderungen ignorieren. 

Derzeit kursieren gefälschte E-Mails, die fälschlicherweise im Namen der Postbank versendet werden. Diese E-Mails behaupten, im Rahmen einer „Online-Geldwäscheprüfung“ müssten bestimmte Kontofunktionen temporär beschränkt und das Konto überprüft werden. Empfänger werden dazu aufgefordert, ihre Kontaktdaten zu erneuern, unter dem Vorwand, dass der Zugang zu ihrem Konto erst nach einem „erfolgreichen Update“ der Kontaktinformationen wiederhergestellt werden kann.

Es ist wichtig zu wissen, dass diese E-Mails nicht von der Postbank stammen; es handelt sich um einen Versuch des Phishing. Folgen Sie daher nicht der Aufforderung in der E-Mail und klicken Sie nicht auf den bereitgestellten Link zum „Aktualisieren des Accounts“. Andernfalls könnten Ihre persönlichen Daten in die Hände von Kriminellen gelangen, die diese Informationen möglicherweise nutzen, um unberechtigte Transaktionen auf Ihrem Konto vorzunehmen oder Sie unter dem Namen der Postbank zu kontaktieren. Seien Sie stets auf der Hut und schützen Sie Ihre persönlichen Informationen.

Bankkunden stehen weiterhin im Fokus von Betrügern, die Phishing-Attacken durchführen. Besonders häufig sind dabei zuletzt Kunden der Postbank betroffen. In der neuesten Betrugsmasche werden die Empfänger zunächst auf indirekte Weise angesprochen und es wird behauptet, ungewöhnliche Aktivitäten auf ihrem Konto festgestellt zu haben. Infolgedessen seien grundlegende Funktionen des Kontos, wie das Empfangen und Senden von Zahlungen, Einkäufe tätigen und Geld abheben, eingeschränkt worden. Um diese Beschränkungen aufzuheben, wird den Empfängern suggeriert, sie müssten lediglich bestimmte Informationen durch einen in der E-Mail bereitgestellten Link übermitteln. Nach der Überprüfung dieser Daten würde man sich mit ihnen in Verbindung setzen. Um die Empfänger zur Preisgabe ihrer Daten zu bewegen, wird zusätzlich Druck ausgeübt, indem angedroht wird, dass ohne die Angabe dieser Informationen weitere Kontoeinschränkungen drohen.

Lassen Sie sich von dieser offensichtlichen Phishing-Taktik nicht einschüchtern. Die unpersönliche Anrede, die Struktur der E-Mail und die Aufforderung, Daten direkt über einen Link in der E-Mail einzugeben, sind klare Indizien für einen Phishing-Versuch. Bei Unsicherheiten über die Authentizität der E-Mail ist es ratsam, direkt mit der Bank in Kontakt zu treten, um die Situation zu klären. Wie üblich empfehle ich, solche verdächtige E-Mails ungeöffnet zu löschen.


Derzeit kursieren gefälschte E-Mails, die fälschlicherweise der Postbank zugeschrieben werden. Diese E-Mails behaupten, dass aufgrund einer „Online-Geldwäscheprüfung“ bestimmte Funktionen des Postbank-Kontos der Kunden temporär beschränkt seien und eine Überprüfung des Kontos notwendig wäre. In diesen Nachrichten werden die Empfänger dazu aufgefordert, ihre Kontaktdaten zu erneuern, wobei suggeriert wird, dass der Account erst nach einem „erfolgreichen Update“ der Kontaktdaten wieder vollständig nutzbar sei.

Warnung: Diese E-Mails sind nicht von der Postbank versendet worden und stellen einen Phishing-Versuch dar. Folgen Sie daher keinesfalls den Anweisungen in solchen E-Mails und klicken Sie nicht auf den Link zur „Account-Aktualisierung“. Andernfalls könnten Ihre persönlichen Daten von Kriminellen für missbräuchliche Zwecke verwendet werden, wie zum Beispiel für betrügerische Transaktionen auf Ihrem Konto oder um Sie unter dem Namen der Postbank zu kontaktieren. Seien Sie stets auf der Hut!

Aktuell sind Postbank-Kunden Ziel von Phishing-Angriffen. Betrüger behaupten, die Bank führe eine „Online-Geldwäscheprüfung“ durch und Ihr Konto sei davon betroffen. Sie werden aufgefordert, Ihre Kontaktinformationen zu aktualisieren, da „bestimmte Funktionen Ihres Kontos temporär eingeschränkt“ seien. Die Freigabe Ihres Accounts erfolgt angeblich erst nach diesem Update. Ich warne eindringlich davor, auf diese Aufforderung einzugehen. Es handelt sich um einen Phishing-Versuch! Hinweise wie das Stichwort „Geldwäsche“, eine allgemeine Anrede und die Behauptung einer Kontoeinschränkung sind typische Merkmale solcher Betrugsversuche. Eine vertrauenswürdige Bank würde Sie niemals auffordern, über einen Link persönliche Daten preiszugeben. Ignorieren Sie solche E-Mails und verschieben Sie sie in den Spam-Ordner.

Fake-Mails und Fake-SMS 2023 – Postbank Phishing

Es werden Phishing-E-Mails versandt, die sich fälschlicherweise auf die Postbank berufen. Inhaltlich geht es um eine angebliche temporäre Einschränkung des Kontos, ein Szenario, das ich bereits bei E-Mails im Namen anderer Banken beobachtet habe. Die E-Mail beginnt mit einer unauffälligen Anrede und weist darauf hin, dass eine regelmäßige Bestätigung der persönlichen Daten erforderlich sei, um unbefugte Kontonutzung und Geldwäsche zu verhindern. Es wird erwähnt, dass der Kontozugang weiter eingeschränkt werden könnte, sollte eine nicht näher definierte Frist verstreichen oder bei „wesentlichen Änderungen“ der Identität. Als vermeintliche Lösung wird vorgeschlagen, die Daten über einen beigefügten Button mit der Beschriftung „Konto Aktualisieren“ zu bestätigen. Ich rate dringend davon ab, diesen Button zu verwenden, da es sich um einen Betrugsversuch handelt. Besonders verdächtig erscheint die unprofessionelle Gestaltung der E-Mail und die darin enthaltene Verlinkung, die angeblich für die Aktualisierung der Daten verwendet werden muss. Löschen Sie diese Mail.

Kunden der Postbank sollten derzeit besonders aufmerksam sein: Es kursieren Phishing-E-Mails, die darauf abzielen, persönliche Informationen zu erbeuten. Diese betrügerischen E-Mails geben vor, die Sicherheit des Kundenkontos steigern zu wollen und verwenden als Köder den Betreff „Helfen Sie uns, die Sicherheit Ihres Kontos zu erhöhen“. Dieser Satz ist prominent als Einleitung in der Nachricht platziert.

Die besagten E-Mails sind knapp gehalten. Nach einer oberflächlichen Begrüßung folgt sogleich ein manipulativer Text. Es wird suggeriert, dass „Ihr Berater“ eine wichtige Mitteilung wegen einer angeblichen „ausstehenden Transaktion“ für Sie hinterlegt hat. Die Aufforderung, die Nachrichten einsehen zu können, wird mit einer Anmeldung über einen bereitgestellten Link verbunden.

Es ist äußerst wichtig, zu erkennen, dass weder die Absendeadresse noch der in der Mail enthaltene Link in Verbindung zur echten Postbank stehen. Diese Täuschung ist ein klarer Hinweis darauf, dass es sich um einen Betrugsversuch handelt. Ich rate Ihnen dringend, auf solche E-Mails nicht zu reagieren.

Mail von mein-bestsign-app@67b43fbfc7.nxcli.io
Betreff der Mail: RE: Update: Wichtige Mitteilung: Obligatorisches Sicherheitsupdate für Ihren Postbank Zugang

Postbank Fake E-Mail

In dieser Betrugs-SMS sollen potentielle Opfer verleitet werden, auf den Link zu klicken.

Postbank 2023-08-3

Angebliche Sicherheitsupdates, die Mail stammt aber nicht von der Postbank.

Fake E-Mail

Angeblich sollen neue Regelungen akzeptiert werden. Das ist leider ein Betrug.

Postbank Phishing E-Mail Betrug

Diese Mail behauptet fälscherweise, dass die Postbank ihre Sicherheitsbestimmungen geändert hat. Im Betreff solcher Mails steht häufig „Aktualisieren Sie Ihr Konto“. Zumeist erfolgt die Anrede unpersönlich mit „Lieber Kunde“.

Postbank Fake E-Mail

Eine E-Mail in der angeblich ein Mobilfunknummer-Abgleich notwendig ist, sollten Sie ignorieren. Das ist eine Phishing-E-Mail.

Betrug durch Mobilfunknummer-Abgleich

Angeblich wurden Daten nicht bestätigt. Die Betrüger behaupten eine zeitweise Kontosperre. Leider alles Betrug.

Postbank Phishing angebliche Kontosperrung

Es soll die mit dem Konto verbundene E-Mail-Adresse durch eine neue andere E-Mail-Adresse ersetzt worden sein. Eine glatte Lüge! 

Postbank E-Mail Betrug Phishing

Update 10.04.2024 – Bei der Postbank häufen sich die Beschwerden

Im vergangenen Jahr äußerten sich Verbraucher:innen zunehmend unzufrieden mit Dienstleistungen von Banken, Versicherungen und Anbietern von Wertpapierdienstleistungen. Dies geht aus einer Mitteilung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hervor, laut der die Anzahl der Beschwerden im Jahr 2023 um beinahe 62 Prozent auf 38.233 anstieg, wie von der Tagesschau berichtet wurde.

Kritik an Banken verstärkt sich

Insbesondere Banken standen im Mittelpunkt der Kritik. Laut BaFin nahm die Zahl der Beschwerden seit 2018 kontinuierlich zu. Hauptkritikpunkte waren dabei Störungen im Servicebereich, Schwierigkeiten bei der Auflösung von Konten sowie Verzögerungen bei der Ausstellung von Jahressteuerbescheinigungen.

Christian Bock, der Präsident der BaFin, erklärte, dass ein signifikanter Teil der Beschwerden ein einzelnes Finanzinstitut betraf. Es liegt nahe, dass es sich dabei um die Postbank handelt, die im vorherigen Jahr von der BaFin kritisiert wurde aufgrund wiederholter Probleme im Kundenservice nach dem Wechsel auf die Plattform der Deutschen Bank. Ein von der BaFin bestellter Sonderbeauftragter überwachte seit Oktober die Beseitigung dieser Schwierigkeiten, die mittlerweile gelöst sein sollten. „Zum Ende des Monats März haben wir, wie zuvor angekündigt, den Rückstand bei den kritischen Kundenvorgängen abgearbeitet, die auch im Fokus der BaFin standen, und wir streben weitere Verbesserungen an“, so ein Vertreter der Postbank.

Beschwerden richten sich auch gegen Versicherungen

Die Unzufriedenheit beschränkte sich nicht nur auf Banken, sondern erstreckte sich ebenfalls auf Versicherungsunternehmen. Hier waren es vor allem die langsamen Bearbeitungen von Schadensfällen und die verzögerten Auszahlungen von Leistungen, die bemängelt wurden. Ebenso wurde die mangelnde Erreichbarkeit von Versicherungsdienstleistern kritisiert. Ähnlich verhält es sich mit den Beschwerden, die gegen Wertpapierdienstleistungsfirmen erhoben wurden; auch hier standen vornehmlich der Kundenservice und die Erreichbarkeit im Zentrum der Kritik.

Die Zunahme der Beschwerden ist teilweise darauf zurückzuführen, dass die BaFin und ihre Funktionen einer breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden sind. Bock unterstrich die Bedeutung der Verbraucherbeschwerden. „Falls wir Hinweise darauf erhalten, dass gegen verbraucherschützende Bestimmungen verstoßen wurde und viele Verbraucherinnen und Verbraucher betroffen sind, untersuchen wir, ob und welche Maßnahmen zu ergreifen sind.“

Update 27.03.2024 – Postbank will besseren Service. Gelingt das?

Nachdem Verzögerungen bei der Bearbeitung von Kundenbeschwerden bei der Postbank aufgetreten sind, ist sich die Deutsche Bank bewusst, dass damit die Herausforderungen noch nicht vollständig bewältigt sind. Fortschritte bei der Lösung der Probleme der Postbank werden erzielt, jedoch sieht die Deutsche Bank beim Thema der Servicequalität noch Verbesserungsbedarf. „Bis Ende März, entsprechend unserer letzten Ankündigung, werden wir den Rückstand bei den kritischen Kundenvorgängen, die auch im Fokus der BaFin standen, abgebaut haben und setzen unsere Bemühungen um weitere Verbesserungen fort“, erklärte ein Sprecher der Deutschen Bank gegenüber der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt.

„Wir sind uns gleichzeitig bewusst, dass wir weiterhin vor der Aufgabe stehen, unseren Kundenservice und unsere Abläufe in den nächsten Monaten noch zu verbessern.“ Ein Schritt dazu sei die Automatisierung von Prozessen, „um dauerhaft sicherzustellen, dass die Bearbeitungszeiten überall unseren Erwartungen und denen unserer Kunden gerecht werden“, fügte der Sprecher hinzu.

Überwachung durch Finanzaufsicht

Eine IT-Umstellung führte im vergangenen Jahr zu einer Häufung von Beschwerden bei der Postbank, die sich unter anderem auf Probleme beim Zugriff auf Konten oder Verzögerungen bei Baufinanzierungen bezogen. Weiterer Unmut entstand in Bezug auf Pfändungsschutzkonten. Die BaFin zeigte sich ungeduldig angesichts der „erheblichen Beeinträchtigungen bei der Abwicklung des Kundengeschäfts bei der Postbank“ seit Beginn des Jahres 2022/2023, mahnte eine schnelle Behebung der Kundenserviceeinschränkungen an und setzte einen Sonderbeauftragten zur Überwachung der Fortschritte ein.

Verzögerungen bei der Problemlösung

Die Deutsche Bank räumte Ende Dezember ein, dass entgegen der Prognose von Konzernchef Christian Sewing vom Herbst, nicht alle Probleme bis Ende 2023 gelöst sein würden und man auch in den ersten Monaten von 2024 noch damit beschäftigt sein würde.

Bei der Präsentation der Bilanzen am 1. Februar äußerte Sewing die Erwartung, dass „wir im ersten Quartal 2024 die Arbeiten an den kundenrelevanten Prozessen abschließen und die noch offenen Angelegenheiten bereinigt haben werden“. Bis dato verursachte das Durcheinander bei der zur Gruppe gehörenden Postbank Kosten von 40 Millionen Euro für die Deutsche Bank – ganz zu schweigen vom Imageschaden. Sewing entschuldigte sich Anfang Februar erneut für die Missstände: „Wir haben die Kunden der Postbank enttäuscht, wir haben keinen guten Service geleistet.“

Reduzierung des Angebots

Für die Kundschaft der Postbank stehen dennoch schwierigere Zeiten bevor: Bis Mitte 2026 plant die Deutsche Bank, bis zu 250 der 550 Postbank-Filialen zu schließen und dabei Personal abzubauen. Diese Entscheidung sorgt für Spannungen in den aktuellen Tarifverhandlungen und führt immer wieder zu Warnstreiks. Die Gewerkschaft Verdi fordert, die Arbeitsplätze durch eine Verlängerung des Kündigungsschutzes bis zum 31. Dezember 2028 zu sichern. Die Deutsche Bank hat sich bislang verpflichtet, bis Ende September 2024 auf betriebsbedingte Kündigungen für Tarifangestellte im Privatkundenbanking in Deutschland zu verzichten.

Das Dienstleistungsangebot wird schrittweise reduziert: In Partnerfilialen der Post sollen Postbank-Finanzdienstleistungen wie Bargeldausgaben nur noch bis Ende 2025 angeboten werden. „Wir beobachten schon länger, dass unsere Kunden ihre Bankgeschäfte zunehmend online tätigen und der Anteil bargeldloser Zahlungen steigt“, erläuterte die Deutsche Bank. Die Nachfrage nach Bankdienstleistungen in den Partnerfilialen der Deutschen Post sei daher rückläufig. Diese Sparmaßnahme betrifft rund 1800 Schreibwarenläden und andere Einzelhändler.

Update 03.01.2024 – Postbank schmeißt Manager raus. Tausende unbearbeiteter Kundenbeschwerden aufgetaucht!

Kurz vor dem Weihnachtsfest wurden zahlreiche ungelöste Kundenreklamationen entdeckt. Als Reaktion darauf ergreift die Bank nun erstmalig personelle Maßnahmen. Die Deutsche Bank hatte ursprünglich geplant, die Schwierigkeiten mit der Postbank bis zum Jahresende zu bewältigen, wie Konzernchef Christian Sewing angekündigt hatte. Jedoch stieß man im November auf Tausende unbehandelte Kundenbeschwerden im System, was zu weiteren Bedenken führte. Die Serviceprobleme der ehemaligen Tochtergesellschaft der Deutschen Bank hatten bereits viele Kunden verärgert und laut Verbraucherschützern einige in ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten gebracht. Der Schaden für das Ansehen der Bank ist beträchtlich. Finanzvorstand James von Moltke zufolge beliefen sich die finanziellen Verluste allein im vierten Quartal auf 30 bis 35 Millionen Euro, nach bis zu zehn Millionen Euro im dritten Quartal.

Jetzt hat das Fiasko auch personelle Folgen. Einem Bericht des Handelsblatts zufolge wird ein Manager, der für die Prozesse und Abläufe im Privatkundengeschäft verantwortlich war, die Bank verlassen. Manuel Loos, zuständig für Serviceleistungen im Betriebsablauf, hat sich mit der Bank auf seinen Weggang geeinigt. Die Bank hat sich zu diesen Informationen nicht geäußert, und Loos hat eine Anfrage dazu nicht beantwortet. Auch eine weitere Führungskraft, die für die Betriebsabläufe in Deutschland zuständig war, wurde kürzlich freigestellt.

Kritik wird auch am Deutschlandchef des Privatkundengeschäfts, Lars Stoy, geübt, der als Hauptverantwortlicher für das Debakel angesehen wird. Ein Insider des Konzerns bemängelt, dass bisher niemand im Vorstand oder im erweiterten Führungskreis, dem Group Management Committee, Verantwortung übernommen hat. Probleme würden heruntergespielt oder auf das mittlere Management abgewälzt. „Dies ist das größte Desaster in der Geschichte der Privatkundenbank und wahrscheinlich auch der Deutschen Bank, und die eigentlichen Verantwortlichen entziehen sich der Verantwortung“, so der Insider. Dass erst im November Tausende von Kundenbeschwerden entdeckt wurden, deutet auf ein weiteres Problem hin: In der Bank herrscht keine ausgeprägte „Speak-up“-Kultur, in der Mitarbeiter sich trauen, frühzeitig auf Probleme und Fehlverhalten hinzuweisen. Im Umfeld von Privatkundenvorstand Claudio de Sanctis wird diese Kritik jedoch zurückgewiesen; er habe konsequent die verantwortlichen Mitarbeiter ausgetauscht und Missstände könnten jederzeit offen angesprochen werden.

Noch unter de Sanctis‘ Vorgänger Karl von Rohr hatte die Deutsche Bank im vergangenen Jahr in vier Phasen die Postbank-Daten auf ihre IT-Systeme übertragen. Infolgedessen hatten Tausende von Kunden wochenlang keinen Zugang zu ihren Konten oder berichteten sogar von ungerechtfertigten Abbuchungen. Besonders betroffen waren Kunden mit Pfändungsschutzkonten. Der Vorstand hatte anscheinend versucht, die IT-Integration möglichst kostengünstig durchzuführen, dabei aber zu wenig Personal für die Callcenter eingeplant und die Prozesse schlecht organisiert. Dies führte dazu, dass die Finanzaufsicht Bafin einen Sonderbeauftragten in die Bank entsandte.

Als die Konzernleitung im Herbst ankündigte, bis 2026 fast die Hälfte der Postbank-Filialen zu schließen, löste dies zusätzlich Unruhe unter den Mitarbeitern aus. Von den derzeit noch 550 Standorten sollen in den nächsten zweieinhalb Jahren 250 geschlossen werden, so de Sanctis. Dies wird auch mit einem Stellenabbau einhergehen. Im Gegenzug hat die Deutsche Bank nun zugesichert, den Kündigungsschutz für die Mitarbeiter der Privatkundenbank, zu der auch die Postbank gehört, bis Ende September 2024 zu verlängern. Dieser Schutz wäre sonst Ende dieses Monats ausgelaufen. „Nach den Irritationen im Herbst rund um die Verkündung der neuen Strategie sind wir nun wieder in konstruktiven Gesprächen“, sagte Jan Duscheck, Bundesfachgruppenleiter für das Bankgewerbe bei der Gewerkschaft Verdi.

Für die Kunden gibt es ebenfalls Neuigkeiten: Kurz vor Weihnachten startete die Deutsche Bank über die Webseite der Postbank ein Online-Entschädigungsverfahren, bei dem Betroffene bis zu 1000 Euro Schadenersatz fordern können. Der Schaden muss im Zusammenhang mit einer Pfändung, einer Insolvenz oder bei der Einrichtung oder Abmeldung eines Pfändungsschutzkontos entstanden sein. Kunden müssen den Schaden mit Belegen wie Mahnkosten, Rücklastschriften oder Verzugszinsen nachweisen. Wer höhere Schäden oder Schäden aus anderen Gründen geltend machen möchte, muss sich über eine Filiale, das Callcenter oder schriftlich an die Bank wenden.

Update 07.12.2023 – Deutschen Bank prüft, wer für das Chaos bei der Postbank verantwortlich ist

Die Deutsche Bank steht vor Herausforderungen aufgrund der problematischen Integration der Postbank. In der kommenden Aufsichtsratssitzung wird dieses Thema, das bereits zu Reputationsschäden, Kundenverärgerung und finanziellen Verlusten geführt hat, im Mittelpunkt stehen. Die Integration verursachte im vierten Quartal Kosten von bis zu 35 Millionen Euro. Der Aufsichtsrat hat den Wirtschaftsprüfer EY beauftragt, die Verantwortlichkeiten für diese Probleme zu untersuchen, wobei unklar bleibt, ob alle Vorstandsmitglieder, einschließlich des Konzernchefs Christian Sewing, überprüft werden. So berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Die IT-Migration der Postbank-Daten auf die Systeme der Deutschen Bank führte zu zahlreichen Kundenbeschwerden, insbesondere bei Konten mit Pfändungsschutz. Die Finanzaufsicht Bafin reagierte darauf, indem sie einen Sonderbeauftragten entsandte. Die Bankführung schien zunächst die Probleme zu ignorieren und interne Warnungen nicht ernst zu nehmen. Trotz der Kritik an der Geschäftsführung und der Forderung nach Bonuskürzungen bleibt die Verantwortung des Managements unklar.

Verbraucherschützer äußern Bedenken über die ungelösten grundlegenden Prozessprobleme und bezweifeln, dass die Bank die Probleme bis Jahresende lösen kann. Sie kritisieren auch, dass die Bank möglicherweise von den für Kunden unzugänglichen Guthaben profitiert, während diese unter erheblichen Schwierigkeiten leiden. Die Bank hat bisher öffentliche Entschädigungszahlungen weitgehend abgelehnt.

Update 29.11.2023 – Anruf von falschen Bankmitarbeiter – Stornierung am Telefon verlangt

In letzter Zeit gibt es vermehrt Berichte über Anrufe von Personen, die sich fälschlicherweise als Bankmitarbeiter ausgeben.

Diese Betrüger verlangen von unseren Kunden, ihre Zugangsdaten preiszugeben. Zudem werden sie aufgefordert, Transaktionen über die BestSign App zu autorisieren, angeblich um betrügerische Überweisungen rückgängig zu machen.
Die Postbank wird Sie jedoch niemals telefonisch dazu auffordern, Ihre Zugangsdaten zur Klärung oder Annullierung vermeintlicher Betrugsfälle preiszugeben.
Bitte beachten Sie, dass die angezeigte Rufnummer durch sogenanntes Call-ID Spoofing gefälscht sein kann! Folgen Sie nicht den Anweisungen der Betrüger!

Dies ist nur eine Methode von vielen, die Betrüger anwenden, um an Ihr Geld zu kommen. Der Vorwand für den Anruf kann variieren, ebenso die Begründungen für die Datenabfrage. Doch das Ziel bleibt immer dasselbe: Die Betrüger wollen an Ihr Geld.

Update 31.10.2023 – Postbank macht Filialen zu, Kundenservice noch schlechter?

Die Deutsche Bank will bis Mitte 2026 250 Postbank-Filialen schließen. Das gab Privatkunden-Chef Claudio de Sanctis am 23. Oktober 2023 in einem Interview mit der Financial Times bekannt. Die Schließungen betreffen rund 40 Prozent des Filialnetzes der Postbank, die insgesamt 550 Filialen hat.

Gründe für die Schließungen sind die zunehmende Digitalisierung und die sinkenden Kundenzahlen in den Filialen. Immer mehr Menschen erledigen ihre Bankgeschäfte online oder per Telefon. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Postbank-Kunden, die regelmäßig in einer Filiale vorbeischauen, umgefallen.

Die Schließungen sollen zu Kosteneinsparungen von mehreren hundert Millionen Euro führen. Die Deutsche Bank will das Geld in die Digitalisierung und die Beratung der Kunden investieren.

Die Gewerkschaft Verdi kritisierte die Pläne der Deutschen Bank. Sie befürchtet, dass durch die Schließungen Tausende Arbeitsplätze verloren gehen.

Die Schließungen der Postbank-Filialen sind Teil eines größeren Trends in der deutschen Bankenbranche. In den vergangenen Jahren haben auch andere Banken ihr Filialnetz reduziert.

Zusammenfassung: 250 Postbank-Filialen zu

  • Die Deutsche Bank will bis Mitte 2026 250 Postbank-Filialen schließen.
  • Gründe sind die zunehmende Digitalisierung und die sinkenden Kundenzahlen in den Filialen.
  • Die Schließungen sollen zu Kosteneinsparungen führen.
  • Verdi kritisiert die Pläne der Deutschen Bank.
  • Die Schließungen sind Teil eines größeren Trends in der deutschen Bankenbranche.

Update 26.10.2023 – Postbank bearbeitet Angelegenheiten einfach nicht mehr!

Heute bekam ich in mehreren Fällen folgende E-Mail von der Postbank:

Guten Tag,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Da wir aktuell sehr viele E-Mails erhalten, können wir nicht alle individuell beantworten. Aus diesem Grund erhalten Sie eine automatisierte Antwort von uns.

Sie möchten uns einen Auftrag erteilen? Im Online-Banking stehen Ihnen unter „Services“ umfangreiche Möglichkeiten zur Verfügung um viele Anliegen im Self-Service zu erledigen.

Alternativ nutzen Sie bitte einen der folgenden Wege, um Ihren Auftrag zu platzieren:
• per Brief an Postbank, 53245 Bonn
• persönlich in einer unserer Filialen

Sie haben eine allgemeine Anfrage? Wir haben sehr viele Fragen und Antworten auf unserer Homepage für Sie bereitgestellt. Klicken Sie einfach auf „Services“ und geben dann unter „Wie können wir Ihnen helfen?“ Ihre Frage oder einen Suchbegriff ein.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Postbank E-Mail-Team 13

E-Mail Postbank vom 26.10.2023

Mit anderen Worten: Die Postbank stellt die Bearbeitungen ein?! Bei mir betrifft dies vor allen Dingen Phishing-Fälle. Aus meiner Sicht ist dies der Gipfel der Kundenfeindlichkeit der Postbank. Dann muss eben der Klageweg beschritten werden.

Update 23.10.2023 – Verbraucherzentralen melden weiterhin sehr viele Beschwerden über die Postbank

Verbraucherinnen und Verbraucher haben weiterhin Schwierigkeiten mit der Postbank und DSL-Bank gemeldet. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat seit Jahresbeginn etwa 1.700 Beschwerden von Kundinnen und Kunden dieser beiden Banken erhalten. Dies ist fast das Dreifache der Beschwerden im gesamten Vorjahr, allein im dritten Quartal 2023 wurden über 1.100 Beschwerden erfasst. Während der IT-Migration zur Deutschen Bank hatten die Postbank und DSL-Bank erhebliche Probleme, für die sie keinen ausreichenden Kundenservice bereitstellten.

Es gab Probleme wie gesperrte Konten, nicht ausgeführte Mietüberweisungen und verzögerte Anschlussfinanzierungen, die erhebliche Auswirkungen auf die Verbraucherinnen und Verbraucher haben können. Ramona Pop, Vorständin des vzbv, betont, dass hierbei massive Schäden entstehen können, insbesondere wenn keine schnelle Hilfe verfügbar ist.

Kundinnen und Kunden von Postbank und DSL-Bank, die sich an den Kundenservice gewandt haben, berichteten von schlechter Erreichbarkeit und zahlreichen Serviceproblemen. Oft erhielten sie widersprüchliche Aussagen von den Mitarbeitenden des Kundenservices. Dieser Mangel an qualifiziertem Personal in der Kundenbetreuung ist ein grundlegendes Problem im Bankensektor.

Die Bankenaufsicht BaFin hat im September einen Sonderbeauftragten ernannt, um sicherzustellen, dass die Deutsche Bank die Einschränkungen im Kundenservice bei der Postbank und DSL-Bank schnell und vollständig behebt. Der vzbv erwartet, dass die Deutsche Bank die betroffenen Kundinnen und Kunden entschädigt und eine vollständige Schadenskompensation schriftlich zusichert.

Im Hintergrund wurde im ersten Halbjahr 2023 die IT-Infrastruktur der Postbank und DSL-Bank in die Deutsche Bank integriert, was zu den vermehrten Beschwerden führte. Diese Informationen stammen aus der Beschwerdestatistik aller 16 Verbraucherzentralen in Deutschland, die die Vorgangserfassung aller Verbraucherkontakte im Beratungsalltag nutzen. Es ist jedoch nicht möglich, direkte Schlüsse auf die Häufigkeit dieser Probleme in der Gesamtbevölkerung zu ziehen.

Update 12.10.2023 – Chaos bei der Postbank immer größer

Die Postbank produziert ein zunehmendes Chaos auch in der Kundenbetreuung, besonders bei Phishing-Fällen. Von einem kundenorientierten Verhalten ist die Postbank mittlerweile meilenweit entfernt, so meine aktuelle Erfahrung. Nun scheint eine nächste Stufe erreicht zu sein. Bisher konnten Kunden oder auch Rechtsanwälte normal eine Kommunikation per E-Mail oder Telefax mit der Postbank führen. Nun behauptet die Postbank in E-Mails, dass sie solche Kommunikation per E-Mail oder Telefax nicht mehr bearbeiten. Warum dies nicht möglich sein soll, erklärt die Postbank nicht. Stattdessen verweist die Postbank auf eine briefliche Kommunikation oder andere Wege. Nachfolgend ein Beispiel dieser E-Mail:

Ich halte diese Art der Kundenabwehr schlicht für eine Frechheit. Was ist der Unterschied, ob ich mein Anliegen per E-Mail, per Telefax oder per Brief schicke. ich empfehle der Postbank dringend, statt solche Abwehrmechanismen einzurichten über die Fälle abzuarbeiten, die im Moment häufig wochenlang oder monatelang auf eine Bearbeitung warten. Nicht umsonst hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Postbank mittlerweile unter starker Beobachtung. Es ist ein Chaos bei der Postbank!

Die Probleme bei der Postbank sind mittlerweile auch in der Politik angekommen. Das Bundesministerium will sich auch um die Schwierigkeiten kümmern:

https://www.heise.de/news/Postbank-Bundesregierung-will-Problemen-durch-IT-Umstellung-nachgehen-9331470.html

Ein Sonderbeauftragter der BaFin wurde bereits eingesetzt.

Sonderbeauftragter von der BaFin für die Deutsche Bank AG eingesetzt

Am 29. September 2023 hat die Finanzaufsicht BaFin entschieden, einen Sonderbeauftragten für die Deutsche Bank AG zu ernennen. Seine Hauptaufgabe besteht darin, sicherzustellen, dass die Deutsche Bank die bestehenden Einschränkungen im Kundenservice ihrer Niederlassungen, insbesondere bei der Postbank und DSL Bank, schnell und umfassend behebt. Hierbei konzentriert sich die Problematik vorrangig auf das Privatkundengeschäft der genannten Niederlassungen.

Aufgaben des Sonderbeauftragten

Der Sonderbeauftragte hat die Pflicht, der BaFin regelmäßig über seine Beobachtungen und Ergebnisse zu berichten. Sein Hauptaugenmerk liegt darauf, dass Anfragen und Aufträge von Kundinnen und Kunden zeitnah bearbeitet werden. Zusätzlich dazu wird er darauf achten, dass bisher liegengebliebene Kundenaufträge ohne weitere Verzögerungen abgeschlossen werden.

Hintergrund der Entscheidung

Die Entscheidung der BaFin, einen Sonderbeauftragten einzusetzen, wurde im Interesse der Verbraucherinnen und Verbraucher getroffen. Ziel dieser Maßnahme ist es, die kollektiven Interessen der Kunden zu wahren und sicherzustellen, dass sie den Service erhalten, den sie erwarten und verdienen.

Update 17.08.2023 Hackerangriffe weiterhin in Deutschland ein bedeutendes Sicherheitsrisiko

Laut Daten des Bundeskriminalamts (BKA) wurden in Deutschland im Jahr 2022 etwa 139.000 Cyberkriminalitätsfälle erfasst. Dies bedeutet einen Rückgang um 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. BKA-Vizepräsidentin Martina Link betonte jedoch in Wiesbaden, dass diese Zahlen nur die sichtbare Oberfläche des Problems darstellen. Ein Großteil der Cyberverbrechen bleibt unentdeckt, wobei das BKA schätzt, dass bis zu 90 Prozent der Fälle nicht erfasst werden, insbesondere wenn die Angriffe aus dem Ausland stammen.

Der deutsche Branchenverband Bitkom, der die Informations- und Telekommunikationsindustrie vertritt, hat vor den Gefahren von Cyberangriffen gewarnt und Unternehmen und Behörden zu verstärkten Schutzmaßnahmen aufgerufen. Laut Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst sind Cyberangriffe eine erhebliche Bedrohung für Wirtschaft und Gesellschaft. Eine von Bitkom durchgeführte Umfrage zeigt, dass 63 Prozent der Unternehmen in den nächsten 12 Monaten einen Cyberangriff erwarten, wobei 48 Prozent bei einem erfolgreichen Angriff ihre Existenz gefährdet sehen. Basierend auf Bitkoms eigenen Analysen beliefen sich die Verluste durch Cyberkriminalität in Deutschland im Jahr 2022 auf etwa 203 Milliarden Euro – ein signifikanter Anstieg gegenüber den Zahlen von 2019. Bitkom veröffentlicht regelmäßig Berichte über die finanziellen Auswirkungen von IT-Kriminalität, Spionage und Sabotage.

Was ist Postbank Phishing?

Definition Postbank Phishing

Postbank Phishing bezieht sich auf betrügerische Versuche, bei denen Kriminelle versuchen, die persönlichen und finanziellen Informationen von Postbank-Kunden abzugreifen. Dies wird oft durch gefälschte E-Mails, Websites oder SMS erreicht, die so gestaltet sind, als würden sie direkt von der Postbank kommen.

Die Betrüger geben vor, offizielle Kommunikation der Bank zu sein, und fordern die Empfänger auf, sensible Informationen wie Kontonummern, Passwörter oder PINs preiszugeben. Dies kann beispielsweise durch das Anklicken eines Links geschehen, der zu einer gefälschten Anmeldeseite führt, die der echten Postbank-Website sehr ähnlich sieht.

Die abgefangenen Informationen werden dann von den Betrügern missbraucht, um auf die Konten der Opfer zuzugreifen, Geld zu stehlen oder andere illegale Aktivitäten auszuführen. Postbank Phishing ist eine spezifische Form von Phishing, die sich gegen Kunden dieser bestimmten Bank richtet, und ist Teil eines wachsenden Problems im Bereich der Internetkriminalität.

Wie funktioniert Postbank Phishing?

Postbank Phishing funktioniert durch Täuschung und Manipulation und zielt darauf ab, persönliche und finanzielle Informationen von Postbank-Kunden zu ergaunern. Hier ist, wie es typischerweise funktioniert:

1. Erstellung von gefälschten Kommunikationsmitteln

Betrüger entwerfen E-Mails, SMS oder Websites, die denen der echten Postbank täuschend ähnlich sehen. Diese enthalten oft das Postbank-Logo, ähnliche Farbgestaltungen und sogar ähnliche Webadressen.

2. Versenden von gefälschten Nachrichten

Die gefälschten E-Mails oder SMS werden an potenzielle Opfer gesendet. Diese Nachrichten enthalten häufig dringende Aufforderungen, wie die Notwendigkeit, ein Konto zu überprüfen, ein Passwort zurückzusetzen oder auf eine angebliche Sicherheitswarnung zu reagieren.

3. Benutzung von Lockmitteln

Die Nachrichten enthalten oft Links oder Anhänge, die das Opfer anklicken soll. Dies kann zu einer gefälschten Postbank-Website führen, die dazu dient, Anmeldedaten zu sammeln, oder zur Installation von Schadsoftware auf dem Computer oder Mobilgerät des Opfers.

4. Sammeln von Informationen

Sobald das Opfer seine Anmeldedaten auf der gefälschten Website eingegeben hat oder die Schadsoftware installiert ist, haben die Betrüger Zugang zu sensiblen Informationen. Dies kann Kontonummern, Passwörter, PINs und weitere persönliche Daten umfassen.

5. Missbrauch der Informationen

Mit diesen Informationen können die Betrüger dann auf die Bankkonten der Opfer zugreifen, Geld überweisen, neue Konten eröffnen und andere illegale Aktivitäten durchführen.

6. Weiterleitung des Opfers

Um den Betrug zu verschleiern, wird das Opfer oft auf die echte Postbank-Website weitergeleitet, nachdem die Informationen eingegeben wurden. Dadurch wird der Anschein erweckt, alles sei normal, während die Betrüger bereits Zugang zu den Konten haben.

Wie erkenne ich einen Postbank Phishing-Angriff?

Das Erkennen eines Postbank Phishing-Angriffs ist entscheidend, um sich vor dieser Art von Betrug zu schützen. Hier sind einige Anzeichen und Tipps, wie Sie einen solchen Angriff erkennen können:

1. Verdächtige E-Mail-Adressen oder Telefonnummern

Achten Sie auf die Absenderadresse der E-Mail oder die Telefonnummer. Wenn diese nicht mit der offiziellen Postbank-Korrespondenz übereinstimmen, könnte es sich um einen Phishing-Versuch handeln.

2. Rechtschreibfehler und Grammatik

Phishing-E-Mails enthalten oft Tippfehler, schlechte Grammatik oder ungewöhnliche Formulierungen. Professionelle Bankkommunikation sollte fehlerfrei sein.

3. Unerwartete oder dringende Aufforderungen

Betrüger nutzen oft Taktiken, die auf Angst oder Dringlichkeit basieren, wie z.B. Warnungen vor Kontosperrungen oder unautorisierten Aktivitäten. Die Postbank wird Sie normalerweise nicht in einer E-Mail oder SMS dazu auffordern, sofort persönliche oder finanzielle Informationen preiszugeben.

4. Ungewöhnliche Links oder Anhänge

Verdächtige Links, die zu unbekannten Websites führen oder Anhänge, die Sie nicht erwartet haben, sind häufige Anzeichen für Phishing. Überprüfen Sie die URL, indem Sie mit der Maus darüber fahren (ohne zu klicken), um zu sehen, wohin sie tatsächlich führt.

5. Fehlen eines persönlichen Ansprechpartners

Echte Bankkommunikation adressiert Sie oft mit Ihrem vollen Namen, während Phishing-E-Mails allgemeine Anreden wie „Kunde“ oder „Nutzer“ verwenden können.

6. Überprüfung der SSL-Zertifikate

Wenn Sie auf einen Link klicken, der zu einer Anmeldeseite führt, überprüfen Sie, ob die URL mit „https://“ beginnt und ein Schlosssymbol im Browser erscheint. Dies deutet auf eine sichere Verbindung hin. Fehlt dieses, könnte es sich um eine gefälschte Seite handeln.

7. Ihre Intuition

Wenn etwas „nicht stimmt“ oder seltsam erscheint, vertrauen Sie Ihrem Instinkt. Wenn Sie Zweifel haben, kontaktieren Sie die Postbank direkt über die offiziellen Kontaktdaten, die Sie auf ihrer Website finden, und nicht über Links oder Telefonnummern in der verdächtigen E-Mail oder SMS.

Zweck und Ziele der Postbank-Phishing-Angriffe

Die Links in den Fake-Mails, die im Rahmen von Postbank Phishing im Jahr 2024 verbreitet werden, sind darauf ausgelegt, den Empfänger auf gefälschte oder bösartige Websites zu leiten.

Der genaue Zweck und das Ziel dieser Links können variieren, beinhalten jedoch typischerweise die folgenden Möglichkeiten:

1. Gefälschte Anmeldeseiten der Postbank

Die Links könnten zu einer Webseite führen, die der echten Postbank-Anmeldeseite täuschend ähnlich sieht.

Ziel ist es, die Anmeldedaten des Nutzers, wie Benutzername und Passwort, abzugreifen.

2. Download von Schadsoftware

Einige Links könnten dazu gedacht sein, Schadsoftware, wie Viren, Trojaner oder Keylogger, auf dem Gerät des Nutzers zu installieren.

Dies kann es den Angreifern ermöglichen, persönliche Informationen zu sammeln oder das Gerät zu kontrollieren.

3. Weiterleitung zu anderen betrügerischen Angeboten

Manchmal könnten die Links das Opfer auf Websites leiten, die weitere betrügerische Angebote enthalten, wie z.B. gefälschte Lotteriegewinne, betrügerische Investmentmöglichkeiten oder gefälschte Produkte.

4. Sammeln persönlicher Informationen durch gefälschte Formulare

Die Links könnten auch zu Seiten führen, die dazu auffordern, persönliche oder finanzielle Informationen in Formularen einzugeben.

Diese Informationen könnten dann für Identitätsdiebstahl oder andere betrügerische Zwecke verwendet werden.

5. Verschleiern des eigentlichen Betrugs

In einigen Fällen könnten die Links das Opfer auch zu legitimen und harmlosen Seiten weiterleiten, um den eigentlichen Betrug zu verbergen.

Beispielsweise könnten die Betrüger bereits persönliche Informationen über den eingebetteten Link selbst gesammelt haben, und die Weiterleitung dient nur dazu, den Verdacht zu zerstreuen.

Wie schütze ich mich vor Postbank Phishing?

Sich vor Postbank Phishing zu schützen erfordert Wachsamkeit und die Beachtung einiger wesentlicher Sicherheitsrichtlinien. Als beratender Fachanwalt für IT-Recht empfehle ich Ihnen die folgenden Maßnahmen:

1. Verifizieren Sie die Quelle

Prüfen Sie E-Mail-Adressen und Links sorgfältig, bevor Sie darauf klicken. Bei Unsicherheit kontaktieren Sie die Postbank direkt über die offiziellen Kontaktdaten auf ihrer Website, um die Echtheit zu überprüfen.

2. Klicken Sie nicht auf unbekannte Links oder Anhänge

Vermeiden Sie es, auf Links oder Anhänge in E-Mails von unbekannten oder verdächtigen Quellen zu klicken, da diese Schadsoftware enthalten oder zu gefälschten Websites führen könnten.

3. Verwenden Sie starke Passwörter und Multi-Faktor-Authentifizierung

Wählen Sie komplexe Passwörter und ändern Sie diese regelmäßig. Nutzen Sie, wenn möglich, die Zwei-Faktor-Authentifizierung, um zusätzliche Sicherheit zu gewährleisten.

4. Halten Sie Software und Sicherheitsprogramme aktuell

Sorgen Sie dafür, dass Ihr Betriebssystem, Browser und Antivirenprogramme immer auf dem neuesten Stand sind. Regelmäßige Updates schließen bekannte Sicherheitslücken.

5. Seien Sie skeptisch gegenüber dringenden oder alarmierenden Aufforderungen

Phishing-Versuche nutzen oft Dringlichkeit als Taktik. Bleiben Sie ruhig und überprüfen Sie alle Informationen, bevor Sie handeln.

6. Achten Sie auf HTTPS und Browserwarnungen

Bevor Sie persönliche Informationen online eingeben, stellen Sie sicher, dass die Website-URL mit „https://“ beginnt und überprüfen Sie, ob Ihr Browser Sicherheitswarnungen anzeigt.

7. Überprüfen Sie Ihre Konten regelmäßig

Prüfen Sie Ihre Bankkonten regelmäßig auf verdächtige Aktivitäten und informieren Sie die Bank sofort, wenn Sie Unstimmigkeiten feststellen.

Was tun, wenn ich Opfer eines Postbank Phishing-Angriffs geworden bin?

Opfer eines Postbank Phishing-Angriffs zu werden, kann beunruhigend sein, aber es gibt klare Schritte, die Sie unternehmen können, um die Situation zu bewältigen. Als Fachanwalt für IT-Recht empfehle ich Ihnen folgende Vorgehensweise:

1. Kontaktieren Sie die Postbank

Informieren Sie die Postbank sofort über den Vorfall, um Ihr Konto zu schützen. Sie können eventuell verdächtige Transaktionen stoppen oder rückgängig machen und weitere Schutzmaßnahmen einleiten.

https://www.postbank.de/privatkunden/services.html

2. Ändern Sie Ihre Passwörter

Ändern Sie sofort alle Passwörter, die betroffen sein könnten, nicht nur für Ihr Bankkonto, sondern auch für andere Dienste, bei denen Sie ähnliche Anmeldeinformationen verwenden.

3. Überwachen Sie Ihre Konten

Behalten Sie Ihre Bank- und Kreditkartenkonten im Auge, um festzustellen, ob es verdächtige Aktivitäten gibt. Erwägen Sie eventuell eine Überwachung Ihrer Kreditwürdigkeit.

4. Melden Sie den Vorfall bei den Behörden

Informieren Sie die Polizei und andere zuständige Behörden über den Betrug, um eine formelle Untersuchung einzuleiten.

5. Konsultieren Sie einen Fachanwalt für IT-Recht:

Ein Fachanwalt für IT-Recht kann Ihnen in mehreren Bereichen helfen:

  • Rechtsberatung: Der Anwalt kann Sie über Ihre Rechte und Pflichten informieren und Ihnen helfen, den besten Kurs für rechtliche Schritte zu bestimmen.
  • Datenschutz: Der Anwalt kann sicherstellen, dass Sie alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um Ihre persönlichen Daten zu schützen und weitere Schäden zu verhindern.
  • Zivilrechtliche Ansprüche: Falls Sie finanziellen Schaden erlitten haben, kann der Anwalt Sie bei der Geltendmachung von Ansprüchen gegen die Täter oder andere verantwortliche Parteien, insbesondere auch die Postbank, unterstützen.
  • Unterstützung bei der Strafverfolgung: Der Anwalt kann mit den Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeiten, um die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.
Rechtsanwalt Thomas Feil 25 Jahre Erfahrung
Fachanwalt IT-Recht Thomas Feil – 25 Jahre Erfahrung

Wo kann ich eine Strafanzeige erstatten?

Die Erstattung einer Strafanzeige, beispielsweise im Fall eines Postbank Phishing-Angriffs, ist ein wichtiger Schritt, um die Strafverfolgungsbehörden zu informieren und eine Untersuchung einzuleiten. Hier ist, wie und wo Sie das in Deutschland tun können:

1. Bei der örtlichen Polizeidienststelle

Sie können persönlich zu einer Polizeidienststelle in Ihrer Nähe gehen. Die Beamten dort werden Ihnen helfen, die Anzeige aufzunehmen. Bringen Sie alle relevanten Informationen und Beweise mit, wie z.B. E-Mails, SMS oder andere Kommunikation, die mit dem Vorfall zusammenhängen.

2. Per Telefon

In einigen Fällen können Sie auch die Polizei über die nicht-notfallbezogene Telefonnummer in Ihrer Region kontaktieren, um Informationen darüber zu erhalten, wie Sie eine Anzeige erstatten können.

3. Online

Viele Bundesländer in Deutschland bieten auch die Möglichkeit, Strafanzeigen online über die jeweiligen Webportale der Polizei einzureichen. Überprüfen Sie die Website Ihrer Landespolizei, um zu sehen, ob dieser Service verfügbar ist, und folgen Sie den Anweisungen.

4. Über einen Rechtsanwalt

Wenn Sie einen Rechtsanwalt haben, insbesondere einen Fachanwalt für IT-Recht, kann er oder sie Ihnen helfen, die Anzeige richtig zu formulieren und sie für Sie einzureichen.

Was Sie beachten sollten:

  • Genauigkeit: Seien Sie so detailliert und genau wie möglich bei der Beschreibung des Vorfalls.
  • Beweismaterial: Sammeln Sie alle relevanten Beweise, wie E-Mails, Screenshots, Kontoauszüge usw., die den Phishing-Angriff dokumentieren.
  • Persönliche Informationen: Halten Sie alle relevanten persönlichen Informationen bereit, die für die Anzeige erforderlich sein könnten, wie z.B. Ihre Kontaktdaten.

Auf dieser Webseite finden Sie wichtige Informationen für eine Online-Strafanzeige:

https://online-strafanzeige.de/

Fazit Postbank Phishing: Betrugs-Mails und Betrugs-SMS 2024

Postbank Phishing ist eine ernste Bedrohung, aber mit Wissen und Vorsicht können Sie sich davor schützen. Beachten Sie meine Tipps und Ratschläge, und bewegen Sie sich sicher im Internet.

Bei weiteren Fragen oder Bedenken stehe ich Ihnen als Fachanwalt für IT-Recht natürlich gerne zur Verfügung. Bleiben Sie wachsam!

Gern können Sie Ihre aktuelle Betrugs- oder Fake-E-Mail oder Ihre aktuelle Betrugs-SMS oder Fake-SMS zusenden oder unter diesem Beitrag einen Kommentar hinterlassen.

Ich nehme diese dann in der obigen Liste mit auf, damit andere Empfänger vor aktuellen Betrugsversuchen in 2024 gewarnt sind.

Erfahrungen mit Postbank-Phishing (Letzte Änderung 30.10.2023)

Hier berichten Betroffen über Ihre Erfahrungen mit Postbank-Phishing.

Nachdem ich seit ca. 6 Wochen von der Postbank keine Antwort auf all meine Fragen und Hinweise bekam, wähle ich diesen Weg. Mein Postbankkonto wurde gehackt. Es wurde ein Betrag in Höhe von 1.500 an eine Bank in GB (Great Britain) überwiesen. Empfänger war mein Neffe, der in Berlin lebt und kein Kto., bei der erwähnten Bank unterhält. Als Verwendungsnachweis war sein Geburtstag angegeben. Kopiert von einer Überweisung. Diesen Tatbestand stellte ich später fest, anlässlich einer Passwortänderung.

Mein Kto. hatte zu diesem Zeitpunkt lediglich ein Guthaben von ca. 200,00 Euro, somit rutschte dies ins Soll und hat bis heute ein Minus mit Hinweis ich habe ein Überweisungslimit in Höhe von 1000,00 Euro bei der Postbank hinterlegt. (Wurde missachtet). Nach div. Anrufen und Emails erhielt ich keine zufriedenstellenden Antworten auf meine Nachfrage, lediglich der Eingang einer email wurde mit einer Ticket ID bestätigt. U.a. erhielt ich nach einem Anruf auch ein Aktenzeichen. Bis heute keine Klärung und mein Kto. ist seit August gesperrt.

Dafür erreichte ich am eine E-Mail, dass ich doch in mein digitales Postfach zeitnah sehen möchte, dort sei eine Nachricht hinterlegt. (Wie soll ich lesen, wenn der Zugang gesperrt ist? Heute erreicht mich nun ein weiterer Brief, mit dem Hinweis, dass mein Kto, seit geraumer Zeit im Soll ist und boten mir nach Rücksprache einen Kredit an (Horror) Ich sollte mit der Postbank Kontakt aufnehmen, ein Ansprechpartner war nicht erwähnt. ( Nebenbei im Brief war eine völlig falsche Kto.Nr. erwähnt) Ich habe daraufhin von meinem Schriftwechsel Kopien gefertigt und diese nochmals an die Postbank gesandt. Im Übrigen wurde auch Strafanzeige bei der Polizei gestellt.

Opfer Postbank-Phishing

Der Raub fand in 2023 statt. Ich hatte im Vorfeld E-Mail-Verkehr mit der Postbank wg. Bestsign für das Konto meiner Mutter in Burbach, auf dass ich eine Vollmacht habe. Die direct-Postbank antwortete mit einer Anleitung zum Erhalt einer Vollmacht.

Die Phishing mail hatte den Betreff Bestsign… und enthielt meine Postbank-ID. Ich erfuhr von dem Raub über eine Auto-Postbank-Mail „Gutschrift eingegangen, weil die Kriminellen einen Betrag von meinem Tagesgeld auf mein Girokonto überwiesen. Ich loggte mich ein und sah 3 Echtzeit-Überweisungen auf Ziele mit „seltsamen“ Namen.

Einige Minuten später konnte ich mich nicht wieder bei der Postbank anmelden, weil alle Sicherheitsverfahren gelöscht wurden. Ich rief die Postbank-Sperr-Hotline an. Am selben Abend stelle ich persönlich Anzeige bei der Polizei Stuttgart. Ich sendete an die Postbank eine Abtretungserklärung und eine Darstellung der Situation. Später reichte ich auf Aufforderung die Bestätigung der Polizei per email nach. Die Postbank teile mir in einem Schreiben mit, dass sie die Beträge nicht erstatten werden.

Betrug durch Postbank-Phishing BestSign


Sie benötigen rechtliche Hilfe bei einem Phishing-Fall?

Schritt 1/2:
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Vielen Dank für Ihre Anfrage!

Allerdings ist der Betrag nicht hoch genug, sodass sich eine rechtliche Vertretung für Sie in diesem Fall wirtschaftlich höchstwahrscheinlich nicht lohnen wird. 

Das können Sie dennoch tun:

 

6 Gedanken zu „Postbank Phishing ⚠️Betrugs-Mails und Betrugs-SMS 2024 – Fake und Spam“

  1. Mein rechtliches Anliegen:
    Am 24. Mai habe ich eine komische SMS bekommen:“Sehr geehrte(r)
    Kunde/in, Ihr Konto mit der IBAN DE66 XXXX XXXX XXXX X494 XX weist aktuell eine Überziehung von
    177,40 EUR auf.
    Bitte gleichen
    Sie diese schnellstmöglich aus.
    Vielen Dank, Ihre
    Postbank„.

    Da ich zu der Zeit im Ausland war, habe ich sie ignoriert und total vergessen. Am 13.06.23 fehlten mir genau 1000€ auf meinem Bankkonto. Ich wusste nicht was dieser Verwendungszweck zu bedeuten hatte also fragte ich nach. Nach meiner Bank muss ich 1000€ an einem ihrer Postbank Automaten abgehoben haben. Das Problem ist, ich war es nicht und meine Bankkarte ist mit mir.

    Antworten
    • Hallo,

      wenn Sie nicht auf einen Link geklickt haben und auch nicht PIN oder TAN auf einer gefakten Webseite eingetragen haben, sehe ich keinen Fall der groben Fahrlässigkeit. Ich melde mich direkt bei Ihnen. Das muss ich mir noch einmal genauer anschauen.

      Viele Grüße
      thomas Feil

      Antworten
  2. Hallo,
    ich bin Opfer eines Internetbetruges durch eine Phishing Mail geworden. Es geht um über 4.000 €. Der Betrug wurde unmittelbar nachdem ich es bemerkt hatte ( ca. nach 3 Minuten) bei der Postbank gemeldet und rief die Telefonnummer 0228 5500 5500.Jedoch konnte ich über den Kundenservice erst nach über 1 Stunde ( Warteschleife) mit einem Mitarbeiter in Kontakt treten , der dann mein Konto sperrte. Inzwischen waren über 1500 € vom Kreditkartenkonto und 2.500 vom Girokonto geplündert.
    Da ich selbst nicht mehr in mein Konto eingreifen konnte , war die Sperrung durch mich nicht möglich.
    Ich habe in den letzten Wochen unzählige Anrufe , Anträge auf Erstattung und dgl. gestellt. Mir wurde mitgeteilt, dass ich keinen Anspruch auf Erstattung habe, da ich das Konto selbst autorisiert habe. Mir geht es aber um die lange Wartezeit im Kundenservice, wodurch erst die Abbuchungen während der Wartezeit möglich wurden.
    Ich würde gern wissen, ob Sie Möglichkeiten sehen, dass ich das Geld zurück bekomme.
    Grüße

    Antworten
    • Hallo,

      leider vertrete ich gerade sehr viele Opfer von Phishing-Angriffen, die ihr Konto bei der Postbank haben. Ich sehe Möglichkeiten, ihr Geld zurückzuholen bzw. Ansprüche gegenüber der Person geltend zu machen. Ich melde mich dann dazu gleich per E-Mail mit weiteren Informationen.

      Viele Grüße
      Thomas Feil

      Antworten
  3. Mir wurden vergangenen Freitag von meinem Konto 1477,21 € gestohlen. Angeblich als Überweisung die ich getätigt habe.
    Nur wie sollte das gehen, daß sich 1. Jemand in mein Konto einloggen kann (Passwort ist nur mir bekannt und komplex) und 2. Es schafft eine weitere BestSign Authentifizierung hinzuzufügen und damit eine Überweisung in dieser Höhe zu tätigen.
    Ein Kollege erzählte mir nun, daß vorgesehen ist, daß die Bank nachweisen muss, kein Mitverschulden zu tragen und ansonsten Regresspflichtig ist.
    Ich habe niemals eine weitere BestSign Anmeldung bestätigt und daher frage ich mich, ob dies im Zuge des IT Umzuges der Postbank zu den Systemen der Deutschen Bank passiert sein kann.
    Natürlich habe ich die Betrugsabteilung der Postbank eingeschaltet und auch mein Online Zugang wurde gesperrt. Auch eine Anzeige bei der Polizei wurde gestellt.
    Allerdings habe ich da wenig Hoffnungen, dieses Geld einfach wiederzusehen, da diese „Finanzagenten“ das Geld natürlich von deren Konto direkt wieder abheben und per Western Union und Co. In andere dunkle Kanäle weiterleiten. Eine Rückbuchung dürfte also vermutlich nicht erfolgreich sein.

    Antworten
    • Guten Tag,

      es ist sehr ärgerlich, dass sie Opfer eines Phishing-Angriffs geworden sind. Die Postbank hat im Moment erhebliche organisatorische Schwierigkeiten und reagiert sehr langsam Aufforderungen. Dennoch sehe ich Möglichkeiten, rechtlich Ansprüche durchzusetzen. Sie erhalten von mir dazu gleich eine E-Mail mit weiteren Informationen.

      Viele Grüße
      Thomas Feil

      Antworten

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