Auf Phishing reingefallen – 💡 Was tun? 📊

In der heutigen digitalen Welt, in der Online-Kommunikation und -Transaktionen allgegenwĂ€rtig sind, hat sich Phishing zu einer ernsthaften Bedrohung entwickelt. Phishing ist eine Art von Cyberangriff, bei dem BetrĂŒger versuchen, sensible Informationen wie Benutzernamen, Passwörter und Kreditkartendetails zu erlangen, indem sie sich als vertrauenswĂŒrdige EntitĂ€t ausgeben. Dies geschieht oft durch gefĂ€lschte E-Mails oder Websites, die tĂ€uschend echt aussehen. Auf Phishing reingefallen?

Die AktualitĂ€t und Relevanz dieses Themas unterstreichen jĂŒngste Statistiken: Die Anzahl der Phishing-Versuche ist in den letzten Jahren dramatisch gestiegen, was darauf hindeutet, dass immer mehr Menschen Ziel solcher Angriffe werden. Diese Zunahme ist besonders besorgniserregend, da die Auswirkungen von Phishing weitreichend sein können – von finanziellen Verlusten bis hin zu schwerwiegenden Datenschutzverletzungen. In diesem Blogbeitrag werden wir uns eingehend mit den Schritten befassen, die Sie unternehmen können, wenn Sie Opfer eines Phishing-Angriffs geworden sind, und wie Sie sich in Zukunft besser schĂŒtzen können.

Update 22.05.2024 – LKA NRW warnt vor Cyberangriffen ĂŒber Office 365 Komponenten

Im Zuge aktueller Ermittlungen des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen wurde festgestellt, dass derzeit viele Unternehmen von Cyberangriffen auf Office 365 (E-Mail und Dokumentenverwaltung) betroffen sind. Diese Angriffe gefÀhrden nicht nur die betroffenen Unternehmen selbst, sondern auch deren Partnerfirmen, Kunden und Kommunikationspartner.

Unbekannte TĂ€ter kapern E-Mail-Konten und versenden Nachrichten im Namen der betroffenen Firmen. Diese E-Mails enthalten gefĂ€hrliche AnhĂ€nge oder Links und wirken authentisch, da sie keine Sprachfehler aufweisen und oft echte frĂŒhere GesprĂ€chsverlĂ€ufe beinhalten. Klickt ein EmpfĂ€nger auf diese Links, kann das IT-System sofort angegriffen werden, was zu Datenverlust, Diebstahl von Daten und weiteren Angriffen wie Phishing fĂŒhren kann.

Die TĂ€ter durchsuchen die ĂŒbernommenen E-Mail-Konten gezielt nach Informationen aus der Anfangszeit der Corona-Krise, insbesondere nach VPN-Zugangsdaten nicht öffentlicher IT-Netzwerke. Diese Informationen ermöglichen es ihnen, direkten Zugriff auf die IT-Infrastruktur der Unternehmen zu erhalten. Auch auf Dokumente in den E-Mails können sie zugreifen.

Dank der Ermittlungen des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen konnten bereits einige Unternehmen vor weiteren Angriffen, wie VerschlĂŒsselungen durch Ransomware und den damit verbundenen Erpressungen, geschĂŒtzt werden. Solche Cyberattacken verursachen regelmĂ€ĂŸig SchĂ€den in Millionenhöhe.

Wenn Ihre Unternehmens-IT von solchen Office 365 Angriffen betroffen ist oder Mitarbeiter auf verdĂ€chtige Links geklickt oder ihre Zugangsdaten eingegeben haben, besteht ein hohes Risiko fĂŒr Ihre IT-Systeme. Dies gilt auch, wenn Dateien von bekannten Plattformen oder Clouddiensten großer Anbieter heruntergeladen wurden. Die TĂ€ter aktualisieren stĂ€ndig ihre gefĂ€hrlichen AnhĂ€nge, sodass existierende Virenscanner diese möglicherweise nicht immer erkennen.

Die aktuellen Entwicklungen verdeutlichen die Bedeutung umfassender Sicherheitskonzepte und der Sensibilisierung der Mitarbeitenden.

Update 17.05.2024 – Bank oder BetrĂŒger: Schwierigkeit beim Erkennen von Phishing-Mails

Eine Untersuchung des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) zeigt, dass Verbraucher:innen betrĂŒgerische Phishing-Mails nur schwer von echten E-Mails ihrer Bank unterscheiden können.

Ergebnisse der vzbv-Erhebung

  • 57 Prozent der Befragten Ă€ußerten Verdacht bei gefĂ€lschten Mails, aber auch bei 38 Prozent der echten Schreiben von Banken und Sparkassen.
  • Banken werfen CyberkriminalitĂ€tsopfern hĂ€ufig vor, grob fahrlĂ€ssig gehandelt zu haben.
  • Verbraucher:innen mĂŒssen sich darauf verlassen können, dass Banken SchĂ€den durch Zahlungsbetrug erstatten.

Herausforderungen beim Erkennen von Betrug

Die reprĂ€sentative Online-Befragung des vzbv zeigt, dass Verbraucher:innen betrĂŒgerische Phishing-Mails kaum von echten E-Mails oder AblĂ€ufen ihrer Bank unterscheiden können. Dies ermöglicht BetrĂŒger:innen den Zugriff auf Konten, was oft gravierende Folgen hat. Opfer von Betrug oder CyberkriminalitĂ€t bleiben hĂ€ufig auf dem Schaden sitzen.

„Phishing-Mails, SMS und Fake-Anrufe: Die Methoden der Cyberkriminellen werden immer ausgefeilter. FĂŒr Verbraucher:innen ist es kaum erkennbar, ob eine Mail von ihrer Bank stammt oder betrĂŒgerisch ist“, sagt Ramona Pop, VorstĂ€ndin beim vzbv. „Banken und andere Zahlungsdienstleister dĂŒrfen sich nicht aus der Verantwortung ziehen und SchĂ€den durch Cyberangriffe auf Verbraucher:innen abwĂ€lzen.“

Ergebnisse der Befragung im Detail

  • 57 Prozent der Befragten Ă€ußerten bei betrĂŒgerischen Angriffen Verdacht, aber auch bei 38 Prozent der echten Mails und AblĂ€ufe.
  • Nur 24 Prozent waren sich sicher genug, die betrĂŒgerischen Absichten komplett abzulehnen. Auch bei echten Mails weigerten sich jedoch 19 Prozent, darauf einzugehen.
  • Warnmeldungen von Anbietern waren oft schlecht gestaltet und erfĂŒllten ihren Zweck nicht: Nur 16 Prozent erkannten nach Erhalt der Warnmeldung, dass sie einem Betrug aufgesessen waren.
  • 43 Prozent der Befragten, die auf den Betrug hereingefallen waren, wĂŒrden ihr digitales Leben einschrĂ€nken, z. B. keine Online-Zahlungen mehr tĂ€tigen oder kein Online-Banking mehr nutzen.

Schutz vor CyberkriminalitÀt

Die Zweite Zahlungsdienstrichtlinie (PSD2) soll Verbraucher:innen vor Betrug schĂŒtzen und sieht vor, dass Zahlungsdienstleister SchĂ€den unverzĂŒglich erstatten mĂŒssen. In der Praxis jedoch entziehen sich Banken dieser Verpflichtung hĂ€ufig. Eine Untersuchung der EuropĂ€ischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) ergab, dass Verbraucher:innen bei 79 Prozent der betrĂŒgerischen Überweisungen fĂŒr die SchĂ€den aufkommen mĂŒssen.

„Banken werfen ihren Kund:innen immer wieder grobe FahrlĂ€ssigkeit vor, wenn sie auf eine betrĂŒgerische Nachricht reagieren“, sagt Pop. „Unsere Befragungsergebnisse zeigen jedoch, dass Verbraucher:innen betrĂŒgerische Absichten nicht zuverlĂ€ssig von echten Mails ihrer Bank unterscheiden können.“

Der vzbv fordert, dass Zahlungsdienstleister berechtigte AnsprĂŒche nicht pauschal mit Verweis auf angeblich grob fahrlĂ€ssiges Handeln der GeschĂ€digten abblocken können und die SchĂ€den durch betrĂŒgerische Zahlungen erstatten. „Verbraucher:innen mĂŒssen sich darauf verlassen können, dass ihre Ersparnisse sicher sind“, so Pop.

Hintergrund

Betrug im Zahlungsverkehr nimmt seit Jahren zu. Die Konten von Verbraucher:innen stehen immer mehr im Fokus von BetrĂŒger:innen. Phishing-Mails, Anrufe von angeblichen Bankmitarbeiter:innen, Nachrichten per SMS und ĂŒber Messenger-Dienste – alle haben das Ziel, das Geld der Verbraucher:innen zu erlangen. Die Schadenssummen durch solchen Betrug steigen, wĂ€hrend die AufklĂ€rungsquote sinkt. Beschwerden ĂŒber CyberkriminalitĂ€t im Zusammenhang mit Finanzdienstleistungen nehmen bei den Verbraucherzentralen erheblich zu. Trotz einer auf den ersten Blick verbraucherfreundlichen Regelung zur Haftung in BetrugsfĂ€llen funktioniert die Abwicklung in der Praxis oft nicht gut, und Verbraucher:innen bleiben auf hohen SchĂ€den sitzen.

Derzeit beraten europĂ€ische Regierungen, wie die Haftung fĂŒr betrĂŒgerische Zahlungen kĂŒnftig geregelt werden soll. Es wird diskutiert, grobe FahrlĂ€ssigkeit genauer zu definieren, z. B. wenn Verbraucher:innen Warnungen ignoriert haben. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass dies die LebensrealitĂ€t der Menschen nicht berĂŒcksichtigt und letztlich zum Innovationshemmnis fĂŒr den europĂ€ischen Zahlungsverkehr werden könnte.

Update 15.05.2024 – Anstieg der Banking-Malware-Angriffe auf Android-Nutzer weltweit

Im letzten Jahr stieg die Anzahl dieser Angriffe um 32 Prozent, wĂ€hrend die Zahl der betroffenen PC-Nutzer sank. Finanziell motivierte Phishing-Attacken stellen laut Kaspersky auch eine bedeutende Bedrohung fĂŒr Unternehmen dar.

Banking-Malware, die Android-Nutzer ins Visier nimmt, bleibt laut Kaspersky eine globale Gefahr. Die Zahl der von Kaspersky verzeichneten Angriffe stieg im letzten Jahr um 32 Prozent. Der am weitesten verbreitete Banking-Trojaner war Bian.h, der 22 Prozent aller Angriffe auf Android-GerĂ€te ausmachte. Am hĂ€ufigsten wurden Nutzer in der TĂŒrkei (2,98 Prozent), Saudi-Arabien (1,43 Prozent), Spanien (1,38 Prozent) und der Schweiz (1,28 Prozent) attackiert.

Gleichzeitig sank die Anzahl der Nutzer, die von Financial Malware fĂŒr PCs betroffen waren, um 11 Prozent im Vergleich zu 2022. Ramnit und Zbot wurden von Kaspersky als die dominierenden Malware-Familien identifiziert, die mehr als 50 Prozent der betroffenen Nutzer ausmachten. Privatpersonen blieben dabei das Hauptziel der Cyberkriminellen, mit 61,2 Prozent der Angriffe. Die meisten betroffenen Nutzer wurden in Afghanistan (6 Prozent), Turkmenistan (5,2 Prozent) und Tadschikistan (3,7 Prozent) registriert.

Auch finanziell motivierte Phishing-Attacken stellten eine signifikante Bedrohung dar. Sie machten 27 Prozent aller Angriffe auf Unternehmen und rund 31 Prozent aller Angriffe auf Privatpersonen aus. Vier von zehn (41 Prozent) aller Versuche waren Phishing-Angriffe, die sich als beliebte Online-Anbieter tarnten, angefĂŒhrt von Amazon (34 Prozent), Apple (19 Prozent) und Netflix (15 Prozent). Mehr als die HĂ€lfte aller Phishing-Versuche unter dem Namen vermeintlicher Bezahlsysteme geschah im Namen von PayPal.

„Geld zieht Cyberkriminelle schon immer magisch an, weshalb ein erheblicher Anteil der Malware-Angriffe finanziell motiviert ist“, kommentierte Igor Golovin, Sicherheitsexperte bei Kaspersky. „Der Anstieg der Malware, die auf mobile GerĂ€te abzielt, im vergangenen Jahr unterstreicht einen besorgniserregenden Trend. Es tauchen immer mehr neue und aggressivere Malware-Arten auf; die Angreifer entwickeln ihre Taktiken weiter, um Nutzer von mobilen GerĂ€ten ins Visier zu nehmen.“

Update 14.05.2024 – Hausratversicherung zahlt vielleicht bei Phishing

Wenn BetrĂŒger das Konto plĂŒndern, ĂŒbernehmen manche Hausratversicherer die Kosten. Doch viele Kunden haben keinen solchen Schutz, was teuer werden kann.

FĂŒr einen Bankkunden in seinen 60ern war Online-Banking seit Langem Routine. Umso Ă€rgerlicher waren die technischen Probleme, die er bei seiner Kölner Bank hatte. Nach mehreren GesprĂ€chen mit dem Support erhielt er eine SMS, die angeblich von der Bank stammte, mit dem Hinweis, dass seine Probleme nun gelöst werden könnten. Er klickte auf den Link und gab seine Telefonnummer an. Kurz darauf rief ihn ein vermeintlich freundlicher Bankmitarbeiter an, um die Probleme zu lösen.

Doch der Anrufer war ein BetrĂŒger, der innerhalb weniger Minuten mehrere Tausend Euro vom Konto stahl. Das Geld war weg, und weder Bank noch Versicherung wollten den Schaden ĂŒbernehmen. Der Mann hatte grob fahrlĂ€ssig gehandelt, und seine Versicherungspolice deckte solche Angriffe nicht ab.

Phishing mit SMS

Die BetrĂŒger hatten ihre SMS breit gestreut und darauf gesetzt, dass immer einige Bankkunden Zugangsprobleme haben. Das funktionierte.

Phishing-Mails oder -SMS sind beliebte Werkzeuge von BetrĂŒgern, um Zugang zu den Konten ihrer Opfer zu erlangen. Sie nutzen auch Anrufe, um ihre Opfer dazu zu bringen, Bankdaten auf gefĂ€lschten Login-Seiten einzugeben. Raffinierter ist das sogenannte Pharming, bei dem BetrĂŒger direkt auf das GerĂ€t des Nutzers zugreifen und ihn auf eine tĂ€uschend echte, aber gefĂ€lschte Bank-Website leiten. Das Opfer meldet sich scheinbar beim Online-Banking an, wĂ€hrend die BetrĂŒger im Hintergrund die Zugangsdaten stehlen.

Neben Phishing und Pharming gibt es viele weitere Methoden, mit denen Kriminelle die BankzugĂ€nge ihrer Opfer kapern. Das Ergebnis ist immer dasselbe: Das Konto wird teilweise oder ganz leergerĂ€umt. Nach dem ersten Schock fragen sich die Betroffenen, ob und wie sie ihr Geld zurĂŒckbekommen können. Das ist meist schwierig.

Grobe FahrlÀssigkeit nimmt Banken aus der Verantwortung

Banken sind gesetzlich verpflichtet, nur autorisierte ZahlungsvorgĂ€nge auszufĂŒhren und unrechtmĂ€ĂŸige Abbuchungen zu erstatten. Aber sie können die Erstattung verweigern, wenn der Kunde grob fahrlĂ€ssig gehandelt hat. Das Landgericht Köln urteilte 2019, dass die Weitergabe einer TAN am Telefon grob fahrlĂ€ssig ist. In solchen FĂ€llen ist der Kunde fĂŒr den entstandenen Schaden selbst verantwortlich.

Nicht immer gewinnen die Banken die Rechtsstreite. So gab das Landgericht Köln im Januar einem KlĂ€ger recht, der 14.000 Euro von seiner Bank zurĂŒckforderte. Die Kriminellen hatten sogar die Telefonnummer der Bank gekapert, sodass der Kunde keine Chance hatte, den Betrug zu erkennen.

VerbraucherschĂŒtzer David Riechmann stellt fest, dass Banken und Sparkassen meist schnell darauf verweisen, keine Schuld am Verlust zu haben. Kunden mĂŒssen den Vorwurf der groben FahrlĂ€ssigkeit selbst entkrĂ€ften, was oft schwierig ist. Betrugsopfer sind in der Praxis oft in einer schwĂ€cheren Position und einigen sich schneller auf ungĂŒnstige Vergleiche.

Die EuropĂ€ische Kommission hat einen Vorschlag zur Novellierung der Zahlungsdienstleister-Richtlinie gemacht, um Banken und Sparkassen stĂ€rker in die Haftung zu nehmen. Der Branchenverband Deutsche Kreditwirtschaft lehnt diesen Vorschlag ab und argumentiert, dass Kreditinstitute nicht fĂŒr Dinge haften sollten, die außerhalb ihrer Kontrolle liegen. Außerdem könnte dies den Anreiz fĂŒr Kunden verringern, vorsichtig zu sein.

Hausratversicherungen und Cyberschutz

Wenn die Bank den Schaden nicht oder nur teilweise ĂŒbernimmt, können Betroffene ihren Versicherer kontaktieren. Hausratversicherungen mit Cyberschutz-Baustein decken unter UmstĂ€nden Verluste bis zu einer bestimmten Summe. Beispielsweise ersetzt die Ergo bis zu 1500 Euro pro Betrugsfall. Andere Versicherer bieten spezielle Bausteine an, die gegen Online-Betrug absichern.

Versicherte sollten ihre Policen regelmĂ€ĂŸig ĂŒberprĂŒfen und eventuell erweitern, um sicherzugehen, dass sie gegen solche BetrugsfĂ€lle geschĂŒtzt sind. Manchmal sind teurere Tarife oder zusĂ€tzliche Bausteine erforderlich, um umfassenden Schutz zu bieten.

FĂŒr einen potenziellen Rechtsstreit mit der Bank kann auch eine Rechtsschutzversicherung sinnvoll sein. Spezielle Cyberversicherungen sind fĂŒr Privatpersonen oft ĂŒberflĂŒssig, sagt VerbraucherschĂŒtzer Philipp Opfermann. Besser sei es, bestehende VertrĂ€ge zu erweitern oder in gute Anti-Virus-Programme zu investieren.

Skepsis und Information als Schutz

Riechmann empfiehlt, immer skeptisch zu bleiben und sich ĂŒber aktuelle Betrugsmaschen zu informieren. Gerade bei neueren Zahlungsmethoden wie Apple Pay sei Wachsamkeit geboten, da sich hier neue AngriffsflĂ€chen gebildet haben.

Ein moderner Phishing-Angriff könnte so aussehen: Eine Frau bestellt online und erhĂ€lt eine Nachricht, sie mĂŒsse ZollgebĂŒhren zahlen. Sie wĂ€hlt Apple Pay, und die BetrĂŒger hinterlegen ihre Kreditkarte auf einem eigenen Handy. Damit können sie die Karte nutzen, als wĂ€re es ihre eigene.

Der Fokus der Kriminellen hat sich in den letzten Jahren verĂ€ndert. Ziel ist es oft, nicht nur einzelne Überweisungen auszufĂŒhren, sondern gleich das ganze Konto zu kapern.

Update 01.05.2024 – Wenn eine Phishing-Website das Original ĂŒbertrifft

Sicherheitsforscher von Akamai haben in einem jĂŒngsten IT-Sicherheitsbericht den Traffic von Phishing-Websites mit den entsprechenden legitimen Internetseiten verglichen und alarmierende Ergebnisse erzielt.

Mehr Erfolg als das Original

In zahlreichen FĂ€llen gelingt es BetrĂŒgern, Webseiten von Unternehmen wie DHL so ĂŒberzeugend zu fĂ€lschen, dass ahnungslose Nutzer ihre Login- oder sogar Zahlungsdaten eingeben. Die Studie enthĂŒllt, dass eine nachgeahmte Webseite, die sich als der US-Paketdienst United States Postal Service (USPS) ausgibt, nahezu so viele DNS-Anfragen erhielt wie die echten Webseiten. Über die Feiertage ĂŒbertraf die Anzahl der Anfragen an die Phishing-Seite sogar die der Original-Webseite.

Die Forscher haben fĂŒr ihre Analyse ĂŒber einen Zeitraum von fĂŒnf Monaten den DNS-Traffic dieser Webseiten beobachtet und ausgewertet. Die detaillierte Methodik und spezifische Daten sind in ihrem Bericht dargelegt.

Vorsicht geboten!

Um potenzielle Opfer auf solche betrĂŒgerischen Seiten zu locken, verwenden Kriminelle hĂ€ufig SMS oder E-Mails. Diese Nachrichten enthalten oft Hinweise auf unbezahlte EinfuhrgebĂŒhren oder fehlgeschlagene Zustellungen, um Druck auf die EmpfĂ€nger auszuĂŒben und sie dazu zu bringen, das vermeintliche Problem auf der gefĂ€lschten Webseite zu lösen. Um nicht auf solche Tricks hereinzufallen, ist es ratsam, den Absender solcher Nachrichten genau zu prĂŒfen. Oft verraten kryptische Telefonnummern oder E-Mail-Adressen die betrĂŒgerische Absicht hinter diesen Nachrichten.

Update 30.04.2024 – BSI sind neue Phishing-Gefahr durch KI

Das Bundesamt fĂŒr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) weist auf erhebliche Sicherheitsrisiken hin, die durch kĂŒnstliche Intelligenz (KI) entstehen, obwohl viele Herausforderungen noch in der Zukunft liegen.

Das BSI betrachtet den Einfluss von KI auf die Cybersicherheit als bedeutsam, sieht jedoch derzeit keinen Anlass fĂŒr ĂŒbertriebene Besorgnis. Nach der aktuellen Analyse der KI-Auswirkungen auf die Cyberbedrohungslage erwartet die Behörde, dass in der nahen Zukunft keine signifikanten DurchbrĂŒche bei der Entwicklung von KI, insbesondere bei großen Sprachmodellen, stattfinden, so BSI-PrĂ€sidentin Claudia Plattner.

In einem Forschungspapier, das exklusiv von heise online eingesehen wurde, werden sowohl bekannte Bedrohungsszenarien als auch kĂŒnftige Entwicklungen durch KI untersucht. Obwohl die ultimative Bedrohung noch nicht eingetreten ist, sollte die Entwicklung nicht unterschĂ€tzt werden.

Social Engineering und bösartiger Code

Effekte selbstlernender Sprachmodelle (LLM) zeigen sich bereits heute, insbesondere in den Bereichen Social Engineering und Generierung von bösartigem Code. KI ermöglicht eine bisher unerreichte QualitĂ€t bei Phishing-Versuchen, indem technische Sicherheitsmaßnahmen durch menschlichen Kontakt umgangen werden, was eine Warnung des BSI darstellt. Traditionelle Erkennungsmethoden betrĂŒgerischer Nachrichten seien nicht mehr ausreichend.

BezĂŒglich der vollautomatisierten Erstellung von Schadcode gibt das BSI teilweise Entwarnung. LLMs können einfache Malware schreiben, doch es wurde keine KI gefunden, die autonom fortgeschrittene, unbekannte Malware entwickeln kann.

Die selbststĂ€ndige Erkennung und Ausnutzung von Zero-Day-LĂŒcken durch KI ist noch nicht RealitĂ€t, ebenso wie die automatisierte Anpassung bestehender Malware, die hauptsĂ€chlich ein Forschungsthema bleibt.

„Nicht in naher Zukunft“

Das BSI hat auch die direkte Nutzung von KI-basierten Tools fĂŒr Angriffe geprĂŒft. Die Behörde sieht ein Potenzial fĂŒr eine verbesserte Systemverteidigung durch automatisiertes Pentesting. Jedoch gibt es nach Kenntnis des BSI keine Tools, die den gesamten Angriffsprozess von der Zielauswahl bis zum Eindringen automatisieren. EigenstĂ€ndige Agenten, die Infrastrukturen kompromittieren, sind derzeit nicht verfĂŒgbar und werden es wahrscheinlich auch in naher Zukunft nicht sein.

Die Anwendung von KI als vollautomatisches Angriffswerkzeug wird intensiv erforscht. Das BSI erwartet weitere Projekte und Tools in diesem Bereich. Insbesondere bieten LLMs und generative KI vielversprechende AnsĂ€tze, doch wann sie den Proof-of-Concept-Status ĂŒberschreiten, bleibt offen.

KI wird bereits in bestimmten Bereichen eingesetzt, etwa um Systemlandschaften zu kartografieren und Schwachstellen zu identifizieren. Allerdings wird KI-basiertes HerumschnĂŒffeln in gut geschĂŒtzten Systemen meistens entdeckt.

Modell-Malware

Ein besonders bedenklicher Angriffsvektor betrifft Malware, die bereits in Modellen integriert ist. Da immer mehr Organisationen KI einsetzen, stellt dies ein ernstes Risiko dar. Es gibt FĂ€lle, in denen Malware in den Parametern neuronaler Netze verschlĂŒsselt ist, ohne die FunktionalitĂ€t des Modells wesentlich zu beeintrĂ€chtigen.

Es werden keine generellen Schlussfolgerungen ĂŒber die Implikationen von Generative Adversarial Networks oder LLMs fĂŒr die Entwicklungs- und Betriebsprinzipien getroffen, etwa in Bezug auf die AnfĂ€lligkeit von Open- vs. Closed-Source-Produkten. Methoden zur Erkennung von Schwachstellen in Closed-Source-Anwendungen sind bis zu einem gewissen Grad durch den Einsatz von Reverse-Engineering-Tools möglich.

Projekte, die diesen Prozess mithilfe eines LLM automatisieren, liefern je nach CodekomplexitĂ€t und Verschleierungstechniken unterschiedliche Ergebnisse. FĂŒr die Sicherheit von Open-Source-Software ist es entscheidend, dass Nutzer auch KI-basierte Tools zur StĂ€rkung der Software verwenden.

Im Vergleich zu anderen nationalen Behörden, wie dem britischen NCSC, das vor kurzfristigen massiven Problemen durch KI in der Cybersicherheit warnte, schlĂ€gt das BSI weniger alarmistische Töne an. Laut der aktuellen BSI-Bewertung sind derartige Katastrophenszenarien fĂŒr die IT-Sicherheit derzeit nicht erkennbar.

BSI-PrĂ€sidentin Plattner zieht das Fazit, dass die Zusammenarbeit von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ĂŒber nationale Grenzen hinweg entscheidend ist, insbesondere im Hinblick auf den FachkrĂ€ftemangel. Dies könnte auch die Diskussion ĂŒber die ZustĂ€ndigkeit fĂŒr IT-Sicherheit auf Bundes- und Landesebene beeinflussen.

Update 25.04.2024 – 370.000 Euro Schaden durch Phishing-Betrug


Die Polizei in NĂŒrnberg hat einen bedeutenden Schlag gegen eine BetrĂŒgerbande, die via WhatsApp aktiv war, gelandet. Die TĂ€ter erbeuteten durch ihre betrĂŒgerischen AktivitĂ€ten mehr als 370.000 Euro. Der vermutliche AnfĂŒhrer der Bande, ein 21-jĂ€hriger Mann aus NĂŒrnberg, wurde inhaftiert, nachdem er in einem Zug ohne gĂŒltiges Ticket erwischt wurde.

Die BetrĂŒger verwendeten vorrangig zwei Maschen: Zum einen gaben sie sich als nahe Familienmitglieder aus und baten unter dem Vorwand eines defekten Handys um GeldĂŒberweisungen. Zum anderen traten sie als Bankmitarbeiter auf, erschlichen sich durch Phishing sensible Bankdaten und manipulierten ihre Opfer, um Transaktionen freizugeben.

Die Polizei berichtet, dass die TĂ€ter im Verlauf dieser BetrĂŒgereien mehr als 16.000 Nachrichten innerhalb von zehn Tagen versendet haben. Insgesamt identifizierte die Polizei 76 FĂ€lle von Betrug und konnte diese der Bande zuordnen. Die Ermittlungen, die zu diesen Erfolgen fĂŒhrten, begannen Anfang 2023 und betrafen mindestens sechs Personen direkt in der Betrugsbande sowie ein Netzwerk von etwa 50 Finanzagenten deutschlandweit. Diese stehen nun ebenfalls unter Verdacht der GeldwĂ€sche. Die weiterfĂŒhrenden Ermittlungen zielen darauf ab, noch mehr Mitglieder dieser Bande zu identifizieren.

Update 20.04.2024 – Europol stoppt Phishing-Plattform

Europol hat die Plattform Labhost stillgelegt, auf der Kriminelle Phishing-Dienste abonnieren konnten. Diesen Schlag gegen eine der grĂ¶ĂŸten Phishing-as-a-Service-Plattformen weltweit erriechte die Polizei nach einer jahrelangen internationalen Zusammenarbeit.

Zwischen dem 14. und 17. April durchsuchten Strafverfolger insgesamt 70 Adressen auf der ganzen Welt und nahmen dabei 37 VerdĂ€chtige fest, darunter vier Personen aus dem Vereinigten Königreich, die in Verbindung mit dem Betrieb der Plattform standen, einschließlich des Originalentwicklers der Dienste.

Labhost, eine öffentlich zugÀngliche Plattform im Netz (nicht im Darknet), wurde im Rahmen der Operation abgeschaltet. Die Londoner Metropolitan Police leitete die Aktion in Zusammenarbeit mit dem European Cybercrime Centre (EC3) von Europol und der Joint Cybercrime Action Taskforce (J-CAT). An der Aktion beteiligten sich Strafverfolger aus 19 LÀndern.

Europol erklĂ€rt, dass Cybercrime-as-a-Service ein rasch wachsendes GeschĂ€ftsmodell ist, bei dem bösartige Akteure Werkzeuge oder Dienste an andere Kriminelle vermieten oder verkaufen, um Angriffe auszufĂŒhren. Labhost war ein bedeutender Anbieter solcher Dienste weltweit, der fĂŒr eine monatliche AbonnementgebĂŒhr Phishing-Kits, Webhosting-Infrastruktur, interaktive Funktionen zur Opferinteraktion und Kampagnenmanagement-Tools anbot.

WĂ€hrend der Untersuchungen wurden mehr als 40.000 Phishing-Domains identifiziert, die mit Labhost verbunden waren. Diese Domains nutzten mehrere Zehntausend Nutzern. Die monatlichen Kosten fĂŒr die illegalen Dienste betrugen durchschnittlich 249 US-Dollar und ermöglichten eine einfache Anpassung und Bereitstellung von Phishing-Kampagnen. Labhost-Nutzer konnten aus ĂŒber 170 gefĂ€lschten Webseiten wĂ€hlen, um ihre Angriffe durchzufĂŒhren. Die Plattform generierte seit ihrer GrĂŒndung Einnahmen von rund 1.173.000 US-Dollar und sammelte weltweit mehr als 480.000 Kreditkartennummern, 64.000 PINs und ĂŒber eine Million Passwörter.

Das Kampagnen-Verwaltungswerkzeug Labrat erlaubte Cyberkriminellen nicht nur das Starten und Überwachen von Angriffen, sondern auch das Umgehen von Zwei-Faktor-Authentifizierung und das Abfangen von Zugangsdaten.

Plattformen wie Labhost machen Online-Straftaten auch fĂŒr ungeĂŒbte Akteure zugĂ€nglich und vergrĂ¶ĂŸern damit die Zahl der Cyberkriminellen. Die gesammelten Daten aus den Untersuchungen werden nun von Strafverfolgungsbehörden genutzt, um internationale Ermittlungen gegen die kriminellen Nutzer der Plattform fortzusetzen.

Update 03.04.2024 – Phishing:
Aktuelle Sicherheitshinweise fĂŒr Apple-Nutzer

Apple-Kunden sind momentan das Ziel einer ausgeklĂŒgelten Betrugsaktion. Hier erfahren Sie, was es mit der Flut an Push-Nachrichten auf sich hat und wie Sie sich effektiv davor schĂŒtzen können. Anwender von Apple-Produkten stehen gegenwĂ€rtig vor der Herausforderung, sich gegen eine hinterhĂ€ltige Betrugsmethode zur Wehr zu setzen. Unerwartet erhalten sie Push-Nachrichten, die sie auffordern, ihr Passwort zurĂŒckzusetzen. Die TĂŒcke dabei: Wird diese Aufforderung ignoriert, erfolgt ein Anruf von jemandem, der sich als Apple-Mitarbeiter ausgibt – dieser verfĂŒgt ĂŒber Informationen, die normalerweise ausschließlich dem authentischen Kundensupport von Apple bekannt sein sollten.

Die Vorgehensweise der BetrĂŒger

Um ihre betrĂŒgerischen Absichten umzusetzen, machen sich die Kriminellen das Formular zur ZurĂŒcksetzung der Apple-ID zunutze und verbreiten so ihre Anfragen. Alles, was sie benötigen, ist die E-Mail-Adresse und Telefonnummer des Zielobjekts. Da die Apple-ID ĂŒber alle gekoppelten EndgerĂ€te hinweg Anwendung findet, empfangen diese alle Mitteilungen und sind zeitweise nicht zu verwenden. Jede dieser Anfragen muss individuell abgelehnt werden.

Die BetrĂŒger setzen darauf, dass die Zielperson eine der Anfragen bestĂ€tigt. Gelingt dies nicht, ergreifen sie die Initiative zum nĂ€chsten Schritt und setzen sich telefonisch mit den Zielpersonen in Verbindung, geben sich als Apple-Mitarbeiter aus und behaupten, ĂŒber die Angriffe informiert zu sein. Anschließend verlangen sie ein Einmalpasswort, welches zum ZurĂŒcksetzen des Passworts benötigt wird.

Empfehlung bei Anrufen vom vermeintlichen Apple-Support: Auflegen

Sobald eine Anfrage bestĂ€tigt oder das Einmalpasswort mitgeteilt wird, erlangen die Angreifer die Möglichkeit, den Zugang zum Apple-Konto zu sperren, auf hinterlegte Daten zuzugreifen und die GerĂ€te aus der Ferne zu löschen. Anscheinend machen sich die BetrĂŒger eine LĂŒcke im Apple-System zunutze. Die genaue Methode, mit der sie es schaffen, eine solche Menge an ZurĂŒcksetzungsanfragen zu senden, bleibt momentan noch ein RĂ€tsel.

Zur eigenen Sicherheit wird Apple-Nutzern empfohlen, bis zur Lösung des Problems sĂ€mtliche Anfragen abzulehnen und am Telefon keine persönlichen Daten preiszugeben, denn legitime Mitarbeiter von Apple wĂŒrden niemals nach einem Einmalpasswort fragen. In seinen Richtlinien gegen Phishing weist Apple darauf hin, bei Anrufen, die von angeblichen Mitarbeitern stammen, einfach aufzulegen. Zudem hat der Konzern ein Berichtssystem fĂŒr Phishing-Versuche und verdĂ€chtige Facetime-Anrufe eingerichtet. In Deutschland bietet zusĂ€tzlich die Verbraucherzentrale einen Phishing-Radar an, ĂŒber den man solche Betrugsversuche melden kann.

Update 04.03.2024 – 15 Millionen Euro Schaden nach Phishing

Ein heftigen finanziellen Einbruch hat die Pepco-Gruppe getroffen, nachdem sie Ziel eines raffinierten Phishing-Angriffs wurde, bei dem beachtliche 15,5 Millionen Euro abhandenkamen. Die Gruppe, die in Europa im Einzelhandelssektor agiert, erlebte diesen Vorfall innerhalb ihrer ungarischen Division, was die ernsten Risiken von CyberkriminalitÀt unterstreicht. Die Möglichkeit, die entwendeten Gelder wiederzuerlangen, ist derzeit noch unklar.

In Reaktion auf diesen Sicherheitsvorfall hat die Pepco-Gruppe umgehend Maßnahmen ergriffen, um die Sicherheit ihrer IT-Infrastruktur und finanziellen Überwachungssysteme zu verstĂ€rken. Ziel dieser BemĂŒhungen ist es, kĂŒnftige Cyberangriffe abzuwehren und das Vertrauen in die Sicherheitsvorkehrungen der Unternehmensgruppe wiederherzustellen.

Trotz des betrĂ€chtlichen finanziellen Verlustes versichert die Pepco-Gruppe, dass keinerlei sensible Informationen ihrer Kunden, Lieferanten oder Mitarbeiter kompromittiert wurden. Dies stellt einen Silberstreif am Horizont in dieser sonst dĂŒsteren Situation dar. Weiterhin betont das Unternehmen, dass seine finanzielle Basis solide ist, gestĂŒtzt durch eine LiquiditĂ€t von ĂŒber 400 Millionen Euro, die sowohl aus Bargeld als auch Kreditlinien besteht, sowie einen anhaltend stark starken Cashflow aus dem operativen GeschĂ€ft.

Die Gruppe, zu der neben Pepco auch die Marken Poundland in Irland und dem Vereinigten Königreich sowie Dealz in Irland und Polen gehören, nimmt das Ereignis sehr ernst und hat eine umfassende ÜberprĂŒfung aller ihrer Systeme und Prozesse eingeleitet. Dies geschieht in der Absicht, die Organisation zukĂŒnftig noch besser gegen solche Cyberbedrohungen zu schĂŒtzen.

Update 29.02.2024 – Polizei fasst Phishing-BetrĂŒger

Vier Personen stehen im Verdacht, mittels gefĂ€lschter Textnachrichten unwissende BĂŒrger betrogen zu haben, indem sie sich als nahe Verwandte oder Mitarbeiter von Banken ausgaben. Ihre Festnahme erfolgte in Deutschland, als sie das Land betraten und von den Behörden aufgegriffen wurden.

In Bremen wurden durch Spezialeinheiten vier Individuen in Gewahrsam genommen, die beschuldigt werden, durch den Versand von betrĂŒgerischen SMS und WhatsApp-Nachrichten betrĂ€chtliche Summen, im Bereich von mehreren zehntausend Euro, illegal erlangt zu haben. Laut Angaben der Staatsanwaltschaft und der Kriminalpolizei Leipzig, die diese Informationen am Mittwoch preisgaben, fand die Festnahme Anfang Februar statt, wobei die VerdĂ€chtigen bei der AusfĂŒhrung ihrer kriminellen Handlungen ertappt wurden. Aktuell wird nach Personen gesucht, die von den BetrĂŒgereien betroffen sind.

Die Verhafteten gerieten ins Visier der Ermittler, nachdem im Januar in Leipzig ein Fall bekannt wurde, bei dem eine Person durch eine betrĂŒgerische Masche einen vierstelligen Geldbetrag verlor. Die BetrĂŒger gaben sich als die Tochter des Opfers aus und ersuchten um Begleichung einer angeblich offenen Rechnung. Dieser weit verbreiteten Betrugsmethode fĂŒgten die Kriminellen weitere TĂ€uschungsmanöver hinzu, so die Überzeugung der ermittelnden Beamten.

Phishing-Verfahren in zwei Schritten

Zuerst versandten die BetrĂŒger SMS mit Phishing-Links, die die EmpfĂ€nger auf gefĂ€lschte Bankwebseiten fĂŒhrten, welche den echten tĂ€uschend Ă€hnlich sahen. Da die erlangten Zugangsdaten allein nicht ausreichten, um Überweisungen zu tĂ€tigen, nahmen die BetrĂŒger daraufhin direkt Kontakt zu den Opfern auf, gaben sich als Bankangestellte aus und ĂŒberzeugten diese, Überweisungen zu autorisieren. Am Tag ihrer Festnahme sollen sie in nur drei Stunden etwa 2300 SMS mit solchen Phishing-Links verschickt haben.

Die Ermittlungsgruppe »Schock« der Kriminalinspektion Leipzig lokalisierte die TĂ€ter zunĂ€chst im Ausland. Drei der gefassten Personen, im Alter zwischen 22 und 30 Jahren, sind niederlĂ€ndische StaatsbĂŒrger und wurden von einer 18-jĂ€hrigen Deutschen unterstĂŒtzt, so die Anschuldigungen. Anfang Februar erhielt die Polizei Kenntnis darĂŒber, dass sich die VerdĂ€chtigen in Bremen aufhielten und nahm sie kurz darauf fest.

Durchsuchungen fĂŒhren zu zehntausende SMS

Durch die Auswertung der bei Durchsuchungen beschlagnahmten GerĂ€te versuchen die Ermittler nun, die Vorgeschichte der Taten zu rekonstruieren. Es wird angenommen, dass die BetrĂŒger zehntausende SMS verschickten, in denen sie vorgaben, Familienangehörige in finanzieller Not zu sein. Die genaue Anzahl der FĂ€lle, in denen es zu einer Kontaktaufnahme oder Überweisungen kam, ist noch Teil der laufenden Ermittlungen. Der bisher festgestellte Gesamtschaden belĂ€uft sich auf mindestens 33.000 Euro. Die VerdĂ€chtigen befinden sich derzeit in Untersuchungshaft.

Es sind nicht nur digital weniger versierte Senioren, die auf solche BetrĂŒgereien hereinfallen. KĂŒrzlich befasste sich das Oberlandesgericht Frankfurt mit einem Fall, in dem BetrĂŒger einen Anwalt und Steuerberater durch eine derartige Masche um fast 50.000 Euro erleichtert hatten.

Update 07.02.2024 – Betrugsversuche und Phishing ⚠ bei Online-Kleinanzeigen halten an

BetrĂŒger tarnen sich bei Online-VerkĂ€ufen auf Kleinanzeigenplattformen zunĂ€chst als interessierte KĂ€ufer und geben sich spĂ€ter als angebliche Kundendienstmitarbeiter aus. Im Laufe der Kommunikation fordern sie die Eingabe von Bankinformationen und die BestĂ€tigung durch eine Transaktionsnummer (TAN). Bereits im November 2022 hatten wir ĂŒber Ă€hnliche BetrugsfĂ€lle berichtet, bei denen die TĂ€ter die Unkenntnis bezĂŒglich des damals noch relativ neuen Bezahlverfahrens „Sicheres Bezahlen“ ausnutzten. Sie lockten ihre Opfer in einen gefĂ€lschten Chat, um sie zur Eingabe sensibler Bankdaten und deren BestĂ€tigung per TAN zu bewegen, angeblich um die Zahlungsmethode zu aktivieren.

BetrĂŒger wollen Kontodaten

Aktuell verwenden die BetrĂŒger eine Ă€hnliche Vorgehensweise, die nicht ausschließlich auf das Bezahlverfahren „Sicheres Bezahlen“ abzielt, sondern allgemein auf die Erlangung von Kontodaten. Das potenzielle Opfer bietet ein Produkt auf einem Kleinanzeigenportal zum Verkauf an. Ein vermeintlicher Interessent, unter falschem Namen, bekundet Kaufinteresse. Im weiteren GesprĂ€chsverlauf behauptet der vermeintliche KĂ€ufer, die Zahlung geleistet zu haben, und kĂŒndigt an, dass sich der Support des Portals bald melden werde. Daraufhin erhĂ€lt der VerkĂ€ufer eine E-Mail mit verschiedenen Logos und Grafiken des Portals, welche einen Link enthĂ€lt. Dieser Link fĂŒhrt zu einer Support-Chatseite, die jedoch nicht zur offiziellen Seite des Kleinanzeigenportals gehört.

Die BetrĂŒger haben diese gefĂ€lschte Seite erstellt, um einen seriösen Eindruck zu erwecken. Im Chat verleiten falschen Support-Mitarbeiter die VerkĂ€ufer, Bankdaten auf einer gefĂ€lschten Webseite einzugeben. Es werden Probleme mit dem Konto vorgetĂ€uscht, die weitere Dateneingaben und TAN-BestĂ€tigungen erfordern, angeblich zur Kontoaktivierung fĂŒr den Zahlungsempfang. Die BetrĂŒger versprechen, etwaige „Fehler“ bei der Kontobelastung schnell zu korrigieren, was jedoch nicht geschieht.

Dateneingabe und TAN fĂŒhrt zu Überweisung

Jede Dateneingabe und TAN-BestĂ€tigung löst eine Überweisung an ein von den TĂ€tern kontrolliertes Konto aus, das fĂŒr GeldwĂ€sche genutzt wird. Opfer dieser Betrugsmasche sollten sofort ihre Bank kontaktieren, um die Zahlung zu stoppen, und bei der Polizei Anzeige erstatten. Zur Erinnerung: Echter Kundensupport fordert nie zur Eingabe von Bankdaten oder deren BestĂ€tigung per TAN/PIN/Passwort auf. Vor der Nutzung von Zahlungsoptionen auf Verkaufsportalen sollten diese auf den offiziellen Webseiten der Anbieter eingerichtet werden. Unseriöse Zahlungsaufforderungen via Chat oder E-Mail sollten ignoriert werden. ZusĂ€tzlich sollte bei der Nutzung von PayPal die Standardversion mit KĂ€ufer- und VerkĂ€uferschutz gewĂ€hlt und fĂŒr den Versand eine versicherte und nachverfolgbare Methode verwendet werden. Idealerweise findet der Verkauf persönlich statt, um die Ware zu prĂŒfen und die Bezahlung sicher abzuwickeln.

Warnung LKA Niedersachsen 💡

Tipps von ebay Kleinanzeigen 💡

Update 25.01.2024 – Verbraucherschutzorganisation gibt Alarm: Betrugsfallen tĂ€uschen auch junge Leute

Zu Beginn des Jahres wurde eine SMS versendet, die lautete: „Ihr Paket ist noch unterwegs. Bitte verifizieren Sie Ihre Daten hier“. Diese Nachricht schien von einem Lieferdienst zu stammen, war jedoch ein Trickbetrug.

Kriminelle, die auf Datendiebstahl abzielen, sind besonders in der Weihnachtszeit aktiv, da in dieser Zeit viele Bestellungen und Lieferungen stattfinden. In der Flut von BestellbestÀtigungen und Liefermitteilungen fallen gefÀlschte Nachrichten weniger auf.

Doch das sogenannte „Phishing“ ist ein ganzjĂ€hriges Problem. BetrĂŒgerische Nachrichten mischen sich im digitalen Posteingang und in Messaging-Diensten unauffĂ€llig unter Newsletter, TicketkĂ€ufe oder Nachrichten von Familienmitgliedern. Jeder kann darauf hereinfallen, unabhĂ€ngig davon, ob man wenig Interneterfahrung hat oder sich als versierten Computerkenner sieht.

„Es wird oft angenommen, dass vor allem Ă€ltere oder technisch weniger versierte Personen Opfer von Phishing werden“, erklĂ€rt Ralf Scherfling, wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Verbraucherzentrale NRW. „Aber wenn sich Betroffene bei uns melden, sehen wir, dass auch andere Gruppen betroffen sein können.“ Im Folgenden wird erlĂ€utert, was Phishing genau ist, warum es so effektiv ist – und warum noch schlimmere Methoden bevorstehen könnten.

Phishing bleibt zeitgemĂ€ĂŸ

Die BetrĂŒger bleiben stets aktuell: Laut dem neuesten Bericht des Bundeskriminalamtes (BKA) beziehen sich Phishing-Mails oft auf aktuelle gesellschaftliche Ereignisse. 2022 waren dies beispielsweise der Krieg in der Ukraine und die EnergiezuschĂŒsse zur BĂŒrgerentlastung.

In Deutschland warnen die Verbraucherzentralen am hÀufigsten vor Phishing-Mails, die Finanzunternehmen imitieren. Weltweit werden am hÀufigsten Absender wie DHL, LinkedIn, Microsoft, Google und Netflix gefÀlscht.

Update 22.01.2024 – Zentralstelle Cybercrime Bayern beobachtet Welle von Phishing-Angriffen

Die Zentralstelle Cybercrime Bayern gibt eine Warnung heraus bezĂŒglich einer neuen Phishing-Welle, bei der Konten schnell geleert werden. Die TĂ€ter erlangen zunĂ€chst Zugriff auf Bankkontodaten und veranlassen die Opfer dann, eine Push-TAN preiszugeben. Mit diesen Informationen erstellen die Kriminellen virtuelle Debitkarten und leeren die Konten in kĂŒrzester Zeit. Laut Thomas Goger, dem stellvertretenden Leiter der Zentralstelle, können mit virtuellen Debitkarten Ă€hnliche Transaktionen wie mit normalen Bankkarten durchgefĂŒhrt werden. Die Zentralstelle hat bereits mehrere erfolgreiche Ermittlungen durchgefĂŒhrt, bei denen auch kleinere TĂ€tergruppen mit begrenzten IT-Kenntnissen hohe Summen erbeuteten.

Nino Goldbeck, ebenfalls von der Zentralstelle, erklĂ€rte, dass dieser Betrugsmodus erstmals im Sommer 2022 auftrat und seitdem intensiv verfolgt wird. Eine Abnahme der Anzeigen ist seit dem Winter 2023 zu verzeichnen, was teilweise auf verbesserte Sicherheitsmaßnahmen der Banken zurĂŒckzufĂŒhren ist. In mehreren Großverfahren mit Hunderten von Opfern in Deutschland kam es zu Festnahmen und Verurteilungen, wobei der Schaden allein in diesen FĂ€llen 2,5 Millionen Euro betrug.

Internetbetrug bleibt ein aktuelles Thema. Das LKA Niedersachsen warnte kĂŒrzlich vor einer WhatsApp-Betrugsmasche, bei der BetrĂŒger sich als offizielle Stellen ausgeben und behaupten, zuvor gestohlene Gelder zurĂŒckzahlen zu wollen, um erneut Geld von ihren Opfern zu erlangen.

Update 15.01.2024 – Aktuelles Urteil zum Phishing, Bankkunde erhĂ€lt nach Phishing-Attacke keine RĂŒckerstattung von der Bank

Ein Vorfall beim Online-Banking spĂ€tabends, bei dem die Webseite ungewöhnlich aussah und ein vermeintlicher Anruf von einer Bankmitarbeiterin erfolgte, sollte Warnsignale auslösen. Ein Kunde, der trotzdem seine persönlichen Informationen und Transaktionen preisgibt, handelt grob fahrlĂ€ssig. Laut einem Urteil des Landgerichts LĂŒbeck hat er keinen Anspruch darauf, dass die Bank ihm das verlorene Geld erstattet.

Der Fall: Ein Mann versucht abends, sich auf der Online-Banking-Plattform seiner Bank einzuloggen, bemerkt jedoch, dass die Webseite ungewöhnlich aussieht. Er versucht es erneut ĂŒber sein Smartphone, doch die Seite bleibt gleich. Nach Eingabe seiner Daten erhĂ€lt er einen Code und einen Anruf von einer Frau, die sich als Bankmitarbeiterin ausgibt. Sie leitet ihn an, die TAN-App zu nutzen und verschiedene Transaktionen zu bestĂ€tigen, darunter die Eröffnung eines Tagesgeldkontos und eine TestĂŒberweisung. Am nĂ€chsten Tag stellt der Mann fest, dass mehrere Tausend Euro von seinem Konto fehlen.

Vor Gericht fordert der Mann die RĂŒckerstattung des Geldes von seiner Bank und behauptet, ein Virus auf dem Bankserver sei schuld. Er gibt an, nur einen Euro zur Überweisung freigegeben zu haben. Die Bank lehnt eine Erstattung ab, da der Kunde den Phishing-Betrug hĂ€tte erkennen mĂŒssen.

Das Landgericht LĂŒbeck entscheidet (Urteil vom 03.01.2024 – 3 O 83/23), dass die Bank normalerweise fĂŒr nicht autorisierte Zahlungen haften mĂŒsste, es sei denn, der Kunde hat grob fahrlĂ€ssig gehandelt. In diesem Fall hĂ€tte der Mann den Betrug erkennen und misstrauisch sein mĂŒssen, insbesondere wegen der spĂ€tabendlichen Aufforderung zur Kontoeröffnung und der ungewöhnlichen Webseite. Er hĂ€tte genau prĂŒfen mĂŒssen, welche BetrĂ€ge er wohin ĂŒberweist. Da er dies nicht tat, hat er keinen Anspruch auf RĂŒckerstattung des Geldes durch die Bank.

LG LĂŒbeck, Urteil vom 03.01.2024 – 3 O 83/23

Update 03.01.2024 – Vorhersage fĂŒr 2024: Anstieg von KI-unterstĂŒtzem Phishing

Im Jahr 2024 prognostiziert Kaspersky eine Zunahme von Cyberangriffen, insbesondere durch die Entwicklung neuer Exploits fĂŒr mobile und smarte GerĂ€te. Es wird auch eine Zunahme von Angriffen erwartet, die von staatlichen Akteuren unterstĂŒtzt werden.

Advanced Persistent Threats (APTs) stellen eine erhebliche Gefahr dar, da sie ausgefeilte Werkzeuge und Methoden verwenden, oft zielgerichtet agieren und schwer zu entdecken sind. Kaspersky veröffentlicht jĂ€hrlich im Rahmen seines Security Bulletins Vorhersagen fĂŒr das kommende Jahr, basierend auf global eingesetzten Threat Intelligence Services.

Igor Kuznetsov vom Global Research and Analysis Team (GReAT) bei Kaspersky betont, dass die zunehmende VerfĂŒgbarkeit von KI-Tools auch von Cyberkriminellen fĂŒr komplexe APT-Kampagnen genutzt wird. Erwartet werden neue Angriffsmethoden auf die Lieferkette, das Aufkommen von Hack-for-Hire-Diensten, innovative Exploits fĂŒr VerbrauchergerĂ€te und mehr. Kasperskys Ziel ist es, fortschrittliche Bedrohungsdaten bereitzustellen, um Unternehmen bei der Abwehr von Cyberangriffen zu unterstĂŒtzen.

KI-gestĂŒtztes Spear-Phishing und neue Bedrohungen fĂŒr mobile GerĂ€te

KI-Technologien werden die Erstellung von Spear-Phishing-Nachrichten erleichtern, indem sie es Angreifern ermöglichen, spezifische Personen zu imitieren. Dies könnte durch die Entwicklung neuer Automatisierungsmethoden und die Nutzung von Large-Language-Models (LLMs) geschehen, um personalisierte Nachrichten zu erstellen.

Die APT-Kampagne Operation Triangulation hat gezeigt, dass mobile GerĂ€te zunehmend im Fokus von Cyberangriffen stehen. Kaspersky erwartet, dass Bedrohungsakteure ihre BemĂŒhungen intensivieren und verschiedene EndgerĂ€te ĂŒber Schwachstellen und unauffĂ€llige Exploit-Liefermethoden angreifen werden. Der Schutz von privaten und geschĂ€ftlichen GerĂ€ten wird daher immer wichtiger.

Zunahme von staatlich-unterstĂŒtzten Cyberangriffen und Hacktivismus

Mit steigenden geopolitischen Spannungen ist mit einer Zunahme von staatlich-unterstĂŒtzten Cyberangriffen zu rechnen. Diese könnten zu Datendiebstahl, Zerstörung von IT-Infrastrukturen, langfristiger Spionage und Cyber-Sabotage fĂŒhren. Hacktivismus-AktivitĂ€ten, die destruktive und falsche Informationen verbreiten, haben ebenfalls zugenommen und werden voraussichtlich weiter anhalten.

Weitere Vorhersagen fĂŒr 2024

Supply-Chain-Angriffe könnten zunehmen, wobei kleinere Unternehmen als Einfallstore fĂŒr grĂ¶ĂŸere Unternehmen dienen. Neue Gruppen könnten Hack-for-Hire-Dienste anbieten. Kernel Rootkits könnten wieder hĂ€ufiger werden, trotz moderner Sicherheitsmaßnahmen. Managed-File-Transfer-Systeme könnten zunehmend Ziel von Cyberangriffen werden, was Unternehmen dazu veranlassen sollte, in robuste Cybersicherheitsmaßnahmen zu investieren.

Update 07.12.2023 – Phishing-Angriffe ĂŒber booking.com

Heise Online berichtet ĂŒber Phishing-Angriffe, die die Hotelbuchungsplattform Booking.com betreffen. Cyberkriminelle haben Hotels mit Malware infiziert, um Zugang zu deren Booking-AdministrationsoberflĂ€che zu erhalten. Sie nutzen dann diese ZugĂ€nge, um betrĂŒgerische E-Mails an GĂ€ste zu senden, die echte Buchungsdaten enthalten und daher sehr ĂŒberzeugend wirken. Die BetrĂŒger fordern die BestĂ€tigung von Kreditkartendaten oder informieren fĂ€lschlicherweise ĂŒber stornierte FlĂŒge, um an sensible Daten zu gelangen.

Ein spezifischer Fall beinhaltet eine tĂ€uschend echte BestĂ€tigungsseite, die einem Kunden knapp 280 Euro durch betrĂŒgerische Abbuchungen entwendete. Die BetrĂŒger nutzen eine Malware namens „Vidar“, die sie als angebliche Reisedokumente an Hotelmitarbeiter senden, um die hoteleigenen Zugangsdaten zu stehlen. Diese Daten werden dann an eine in einem Steam-Nutzerprofil hinterlegte IP-Adresse gesendet.

Booking.com ist sich der betrĂŒgerischen AktivitĂ€ten bewusst, betont jedoch, dass weder ihre Backend-Systeme noch ihre Infrastruktur kompromittiert wurden. Das Unternehmen arbeitet daran, seine Partnerhotels zu unterstĂŒtzen und betroffene Kunden zu helfen. Die Nutzer der Plattform werden gewarnt, besonders vorsichtig zu sein, wenn Zahlungsdaten auf unĂŒblichen Wegen abgefragt werden. Trotzdem bleibt bei vielen Betroffenen Ratlosigkeit und Frust zurĂŒck, da die Phishing-Seiten teilweise noch aktiv sind.

Booking.com, als dominierendes Hotelbuchungsportal in der EU, steht auch unter Beobachtung der EU-Kommission, die eine Monopolstellung des Unternehmens befĂŒrchtet.

Erkennen eines Phishing-Angriffs

Auf Phishing reingefallen? Typische Merkmale von Phishing-E-Mails und -Websites

Das Erkennen eines Phishing-Angriffs beginnt oft mit dem Bewusstsein fĂŒr die subtilen, aber verrĂ€terischen Zeichen in E-Mails und auf Websites. Typische Merkmale von Phishing-E-Mails umfassen oft Dringlichkeit suggerierende Nachrichten, die zum sofortigen Handeln auffordern, wie zum Beispiel das Aktualisieren von Kontoinformationen oder das BestĂ€tigen von Passwörtern. Diese E-Mails können auch durch schlechte Grammatik und Rechtschreibung, ungewöhnliche Absenderadressen oder verdĂ€chtige AnhĂ€nge auffallen. Bei Phishing-Websites ist es hĂ€ufig so, dass die URL nur leicht von der echten Adresse abweicht, was leicht zu ĂŒbersehen ist. Sie können auch gefĂ€lschte Login-Seiten enthalten, die darauf abzielen, Ihre Anmeldeinformationen zu stehlen.

Beispiele fĂŒr gĂ€ngige Phishing-Methoden

Einige gĂ€ngige Phishing-Methoden beinhalten das Versenden von E-Mails, die vorgeben, von bekannten Unternehmen oder Finanzinstitutionen zu stammen, mit dem Ziel, persönliche Daten zu erbeuten. Spear-Phishing ist eine zielgerichtete Variante, bei der die Angreifer ihre Nachrichten auf bestimmte Personen oder Organisationen zuschneiden, um Vertrauen zu gewinnen. Eine andere Methode ist das sogenannte „Whaling“, das sich auf hochrangige Ziele wie GeschĂ€ftsfĂŒhrer konzentriert, um Zugang zu sensiblen Unternehmensdaten zu erhalten. Das VerstĂ€ndnis dieser Methoden und Merkmale ist entscheidend, um sich vor den immer raffinierteren Taktiken der Phisher zu schĂŒtzen.

Erste Schritte nach einem Phishing-Angriff

Sofortmaßnahmen: Auf Phishing reingefallen – Was ist zu tun?

Wenn Sie vermuten, dass Sie Opfer eines Phishing-Angriffs geworden sind, ist schnelles Handeln entscheidend. Der erste Schritt besteht darin, jegliche Verbindung zu der verdĂ€chtigen Quelle zu unterbrechen. Ändern Sie sofort Ihre Passwörter, insbesondere wenn Sie dieselben Anmeldedaten auf verschiedenen Plattformen verwenden. Es ist auch ratsam, Ihre Bank und andere Finanzinstitutionen zu informieren, falls Sie finanzielle Informationen preisgegeben haben. ÜberprĂŒfen Sie Ihre Konten auf ungewöhnliche AktivitĂ€ten und setzen Sie sich gegebenenfalls mit Ihrem Kreditkartenanbieter in Verbindung. Eine weitere wichtige Maßnahme ist das Aktualisieren Ihrer Sicherheitssoftware und das DurchfĂŒhren eines vollstĂ€ndigen Systemscans, um sicherzustellen, dass keine schĂ€dliche Software auf Ihren GerĂ€ten installiert wurde.

Wichtige Kontakte und Anlaufstellen

Neben Ihren Finanzinstitutionen sollten Sie auch die zustĂ€ndigen Behörden kontaktieren. In vielen LĂ€ndern gibt es spezielle Meldestellen fĂŒr InternetkriminalitĂ€t, bei denen Sie den Vorfall melden können. Dies ist besonders wichtig, da es dabei helfen kann, die TĂ€ter zu identifizieren und andere potenzielle Opfer zu warnen. Dokumentieren Sie alle relevanten Informationen zum Phishing-Versuch, einschließlich E-Mails oder URLs, und bewahren Sie diese fĂŒr eventuelle Nachfragen auf. Wenn Sie in einem Unternehmen arbeiten, informieren Sie unverzĂŒglich die IT-Abteilung, da der Angriff möglicherweise auch andere Bereiche des Unternehmensnetzwerks betreffen könnte. Denken Sie daran, dass Ihre proaktive Reaktion nicht nur dazu beitrĂ€gt, Ihre eigenen Daten zu schĂŒtzen, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur BekĂ€mpfung von CyberkriminalitĂ€t leistet.

Sicherheit Ihrer persönlichen Daten

ÜberprĂŒfung und Sicherung von Konten

Nach einem Phishing-Angriff ist die Sicherheit Ihrer persönlichen Daten von höchster PrioritĂ€t. Beginnen Sie mit einer grĂŒndlichen ÜberprĂŒfung aller Ihrer Konten, insbesondere jener, die möglicherweise kompromittiert wurden. Achten Sie auf ungewöhnliche AktivitĂ€ten oder Transaktionen und melden Sie diese sofort den entsprechenden Diensten. Es ist auch ratsam, regelmĂ€ĂŸige Überwachungsdienste fĂŒr Ihre Finanzkonten und Kreditberichte in Betracht zu ziehen, um zukĂŒnftige unautorisierte AktivitĂ€ten schnell zu erkennen. Stellen Sie sicher, dass Ihre Sicherheitseinstellungen auf allen Plattformen aktuell sind, einschließlich der Aktivierung von Zwei-Faktor-Authentifizierung, wo immer dies möglich ist, um einen zusĂ€tzlichen Schutzschicht zu bieten.

Auf Phishing reingefallen? Ändern von Passwörtern und Sicherheitsfragen

Ein wesentlicher Schritt zur Sicherung Ihrer Daten ist das Ändern Ihrer Passwörter und Sicherheitsfragen. WĂ€hlen Sie starke, einzigartige Passwörter fĂŒr jedes Konto und vermeiden Sie die Wiederverwendung von Passwörtern ĂŒber verschiedene Dienste hinweg. Nutzen Sie Passwortmanager, um die KomplexitĂ€t und Einzigartigkeit Ihrer Passwörter zu gewĂ€hrleisten, ohne sich auf Ihr GedĂ€chtnis verlassen zu mĂŒssen. Ändern Sie auch Ihre Sicherheitsfragen, besonders wenn Sie glauben, dass die Antworten durch den Phishing-Angriff kompromittiert worden sein könnten. Bedenken Sie, dass Sicherheitsfragen oft persönliche Informationen betreffen, die leicht durch soziale Medien oder andere öffentliche Quellen gefunden werden können. WĂ€hlen Sie daher Fragen und Antworten, die nicht leicht zu erraten oder zu recherchieren sind. Indem Sie diese Schritte befolgen, können Sie die Sicherheit Ihrer persönlichen Daten erheblich verbessern und sich vor zukĂŒnftigen Angriffen schĂŒtzen.

FAQ zum Thema „Auf Phishing reingefallen – Was tun?“

Sobald Sie feststellen, dass Sie Opfer eines Phishing-Angriffs geworden sind, Ă€ndern Sie umgehend alle betroffenen Passwörter. Kontaktieren Sie Ihre Bank und Kreditkartenunternehmen, falls Sie finanzielle Informationen preisgegeben haben. FĂŒhren Sie außerdem einen vollstĂ€ndigen Virenscan auf Ihrem GerĂ€t durch und nehmen Sie Kontakt mit einem Fachanwalt fĂŒr IT-Recht auf. Ein spezialisierter Anwalt kann Sie gezielt unterstĂŒtzen, damit Sie Ihr Geld wiederbekommen.

ÜberprĂŒfen Sie die E-Mail-Adresse des Absenders und achten Sie auf Rechtschreibfehler oder grammatische Fehler in der Nachricht. Seien Sie vorsichtig mit Links oder AnhĂ€ngen in der E-Mail. Bei Websites sollten Sie die URL genau prĂŒfen und darauf achten, ob es sich um eine sichere Verbindung (https://) handelt.

Ja, es ist wichtig, Phishing-Angriffe zu melden. Sie können dies bei Ihrer lokalen Polizeidienststelle tun oder bei einer fĂŒr InternetkriminalitĂ€t zustĂ€ndigen Behörde. In einigen LĂ€ndern gibt es spezielle Online-Plattformen fĂŒr die Meldung von CyberkriminalitĂ€t.

Verwenden Sie starke, einzigartige Passwörter fĂŒr Ihre Konten und aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung, wo immer es möglich ist. Seien Sie vorsichtig mit persönlichen Informationen in E-Mails oder auf Websites. Halten Sie Ihre Software, einschließlich Antivirenprogrammen, stets auf dem neuesten Stand.

Überwachen Sie Ihre Finanzkonten regelmĂ€ĂŸig auf verdĂ€chtige AktivitĂ€ten. ErwĂ€gen Sie, einen KreditĂŒberwachungsdienst zu nutzen, um Ihre Kreditberichte zu ĂŒberwachen. Informieren Sie sich kontinuierlich ĂŒber neue Phishing-Methoden und sensibilisieren Sie Ihr Umfeld fĂŒr die Risiken von Phishing.

Umgang mit finanziellen Konsequenzen

Kontaktieren der Bank und Kreditkartenunternehmen

Einer der dringlichsten Schritte nach einem Phishing-Angriff ist das Kontaktieren Ihrer Bank und Kreditkartenunternehmen. Informieren Sie sie umgehend ĂŒber den Vorfall und bitten Sie um eine ÜberprĂŒfung Ihrer jĂŒngsten Transaktionen. Falls verdĂ€chtige AktivitĂ€ten festgestellt werden, können diese Institutionen Maßnahmen ergreifen, um Ihr Konto zu sichern, betrĂŒgerische Transaktionen rĂŒckgĂ€ngig zu machen und neue Karten auszustellen. Es ist auch wichtig, sich ĂŒber mögliche Schutzmaßnahmen Ihrer Bank gegen Betrug zu informieren. Viele Finanzinstitute bieten Dienste an, die Sie im Falle eines IdentitĂ€tsdiebstahls unterstĂŒtzen und beraten können.

Überwachung von KontoauszĂŒgen und Kreditberichten – Auf Phishing reingefallen?

Neben der sofortigen Kontaktaufnahme mit Ihren Finanzdienstleistern ist es unerlĂ€sslich, Ihre KontoauszĂŒge und Kreditberichte regelmĂ€ĂŸig zu ĂŒberwachen. ÜberprĂŒfen Sie Ihre KontoauszĂŒge auf unerklĂ€rliche Abbuchungen oder unautorisierte Transaktionen. Es ist ratsam, sich fĂŒr Benachrichtigungen bei verdĂ€chtigen AktivitĂ€ten anzumelden, falls Ihr Bankinstitut diesen Service anbietet. Ebenso sollten Sie Ihre Kreditberichte von den großen Kreditauskunfteien ĂŒberprĂŒfen, um sicherzustellen, dass keine unbefugten Konten oder Kredite in Ihrem Namen eröffnet wurden. In vielen LĂ€ndern haben Sie das Recht, einmal jĂ€hrlich einen kostenlosen Kreditbericht anzufordern. Dies kann ein wertvolles Werkzeug sein, um Ihre finanzielle IntegritĂ€t nach einem Phishing-Angriff zu bewahren und zu ĂŒberwachen. Indem Sie proaktiv Ihre Finanzen im Auge behalten, können Sie die Auswirkungen eines Phishing-Angriffs minimieren und schneller zur NormalitĂ€t zurĂŒckkehren.

Rechtliche Schritte und Anzeige – Auf Phishing reingefallen

Wann und wie eine Anzeige erstatten?

Wenn Sie Opfer eines Phishing-Angriffs geworden sind, ist es wichtig, rechtliche Schritte zu erwĂ€gen und gegebenenfalls eine Anzeige zu erstatten. Dies sollte insbesondere dann geschehen, wenn Sie finanziellen Schaden erlitten haben oder Ihre persönlichen Daten missbraucht wurden. Die Anzeige kann bei der örtlichen Polizei oder, je nach Land, bei speziellen Behörden fĂŒr InternetkriminalitĂ€t erstattet werden. Bereiten Sie alle relevanten Informationen vor, einschließlich aller Kommunikationen, die mit dem Phishing-Versuch in Verbindung stehen, sowie Details zu etwaigen Transaktionen oder Datenverlusten. Eine detaillierte Dokumentation kann den Behörden helfen, den Fall effektiv zu bearbeiten.

Zusammenarbeit mit Behörden

Die Zusammenarbeit mit den Behörden ist ein entscheidender Schritt im Prozess der SchadensbewĂ€ltigung. Sie können wertvolle Informationen liefern, die zur AufklĂ€rung des Falles beitragen und möglicherweise helfen, die TĂ€ter zu identifizieren und zukĂŒnftige Angriffe zu verhindern. Die Behörden können auch Anleitungen und Empfehlungen geben, wie Sie sich und Ihre Daten in Zukunft besser schĂŒtzen können.

Fachanwalt fĂŒr IT-Recht einschalten

In komplexeren FĂ€llen, insbesondere wenn es um erhebliche finanzielle Verluste oder komplexe rechtliche Fragen geht, kann es sinnvoll sein, einen Fachanwalt fĂŒr IT-Recht zu konsultieren. Ein spezialisierter Anwalt kann Sie ĂŒber Ihre Rechte aufklĂ€ren, bei der Durchsetzung von AnsprĂŒchen unterstĂŒtzen und Sie durch den rechtlichen Prozess fĂŒhren. Dies ist besonders relevant, wenn es um die Wiederherstellung von Verlusten oder den Schutz Ihrer Rechte und Ihres Rufs geht. Ein erfahrener Anwalt kann auch dabei helfen, die richtigen rechtlichen Schritte einzuleiten und sicherzustellen, dass alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen werden, um Ihre Interessen zu wahren.

Auf Phishing reingefallen? PrÀvention und Sensibilisierung

Tipps zur Vermeidung von Phishing-Angriffen

PrĂ€vention ist der SchlĂŒssel, um sich vor Phishing-Angriffen zu schĂŒtzen. Ein grundlegendes Bewusstsein und Vorsicht beim Umgang mit E-Mails und Online-Inhalten können bereits einen großen Unterschied machen. Seien Sie skeptisch gegenĂŒber E-Mails oder Nachrichten, die dringende Handlungen oder die Eingabe persönlicher Informationen verlangen. ÜberprĂŒfen Sie die Absenderadresse auf Ungereimtheiten und klicken Sie nicht voreilig auf Links oder AnhĂ€nge in verdĂ€chtigen E-Mails. Aktualisieren Sie regelmĂ€ĂŸig Ihre Sicherheitssoftware und nutzen Sie Browser-Erweiterungen, die vor bekannten Phishing-Seiten warnen. Außerdem ist es ratsam, regelmĂ€ĂŸig Ihre Passwörter zu Ă€ndern und fĂŒr verschiedene Dienste unterschiedliche Zugangsdaten zu verwenden.

Schulung und AufklÀrung im privaten und beruflichen Umfeld

Die Sensibilisierung fĂŒr Phishing-Gefahren ist sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld von großer Bedeutung. Im beruflichen Kontext können regelmĂ€ĂŸige Schulungen und Workshops zum Thema Cybersicherheit das Bewusstsein der Mitarbeiter schĂ€rfen und ihnen das nötige Wissen vermitteln, um Phishing-Versuche zu erkennen und richtig darauf zu reagieren. Im privaten Bereich ist es wichtig, Freunde und Familienmitglieder, insbesondere Ă€ltere Menschen, die möglicherweise weniger vertraut mit digitalen Bedrohungen sind, ĂŒber die Risiken von Phishing aufzuklĂ€ren. Das Teilen von Informationen und Erfahrungen kann dazu beitragen, ein stĂ€rkeres Bewusstsein fĂŒr diese Art von Cyberbedrohungen zu schaffen und letztendlich dazu beitragen, dass weniger Menschen Opfer von Phishing-Angriffen werden.

Technische Schutzmaßnahmen – Auf Phishing reingefallen?

Einsatz von Sicherheitssoftware

Eine der effektivsten Methoden, um sich vor Phishing und anderen Cyberbedrohungen zu schĂŒtzen, ist der Einsatz von Sicherheitssoftware. Eine zuverlĂ€ssige Antivirus-Software kann nicht nur vor Viren und Malware schĂŒtzen, sondern auch Phishing-Versuche erkennen und blockieren. Es ist wichtig, dass diese Software stets auf dem neuesten Stand gehalten wird, um gegen die neuesten Bedrohungen gewappnet zu sein. ZusĂ€tzlich können spezialisierte Anti-Phishing-Tools eingesetzt werden, die speziell darauf ausgelegt sind, Phishing-Angriffe zu erkennen und zu verhindern. Diese Tools ĂŒberprĂŒfen hĂ€ufig die AuthentizitĂ€t von Websites und warnen den Nutzer vor potenziellen Gefahren.

Konfiguration von E-Mail-Filtern und Browser-Einstellungen

Eine weitere wichtige technische Schutzmaßnahme ist die Konfiguration von E-Mail-Filtern und Browser-Einstellungen. Viele E-Mail-Dienste bieten integrierte Sicherheitsfunktionen, die verdĂ€chtige E-Mails automatisch erkennen und in einen Spam-Ordner verschieben können. Es lohnt sich, diese Einstellungen zu ĂŒberprĂŒfen und gegebenenfalls anzupassen, um einen besseren Schutz zu gewĂ€hrleisten. In Ă€hnlicher Weise können Browser so konfiguriert werden, dass sie vor gefĂ€hrlichen Websites warnen. Viele moderne Browser verfĂŒgen ĂŒber integrierte Sicherheitsfunktionen, die vor bekannten Phishing-Seiten und anderen Online-Bedrohungen schĂŒtzen. Durch die Aktivierung dieser Funktionen und die regelmĂ€ĂŸige Aktualisierung Ihres Browsers können Sie das Risiko verringern, Opfer eines Phishing-Angriffs zu werden. Diese technischen Maßnahmen, kombiniert mit einem bewussten und vorsichtigen Online-Verhalten, bilden eine starke Verteidigungslinie gegen Phishing und andere Cyberbedrohungen.

Psychologische Aspekte eines Phishing-Angriffs

Umgang mit dem GefĂŒhl des Betrugs

Ein Phishing-Angriff kann nicht nur finanzielle oder datenschutzbezogene Konsequenzen haben, sondern auch tiefgreifende psychologische Auswirkungen. Viele Opfer von Phishing erleben GefĂŒhle des Betrugs, des Vertrauensverlusts und der Unsicherheit. Es ist wichtig, diese GefĂŒhle anzuerkennen und zu verstehen, dass es normal ist, sich nach einem solchen Vorfall verletzlich zu fĂŒhlen. Ein offener Umgang mit diesen Emotionen ist entscheidend fĂŒr die BewĂ€ltigung des Erlebten. Es kann hilfreich sein, sich mit Freunden oder Familienmitgliedern auszutauschen und UnterstĂŒtzung in Ihrem sozialen Umfeld zu suchen. Erinnern Sie sich daran, dass Phishing-Angriffe ausgeklĂŒgelte Taktiken verwenden und jeden treffen können, unabhĂ€ngig von ihrer Vorsicht oder Erfahrung im Umgang mit Online-Sicherheit.

Beratungs- und UnterstĂŒtzungsangebote

FĂŒr diejenigen, die nach einem Phishing-Angriff zusĂ€tzliche UnterstĂŒtzung benötigen, gibt es verschiedene Beratungs- und UnterstĂŒtzungsangebote. Viele Organisationen und Behörden bieten Beratungsdienste an, die speziell darauf ausgerichtet sind, Opfern von CyberkriminalitĂ€t zu helfen. Diese können nicht nur praktische RatschlĂ€ge und UnterstĂŒtzung bei der BewĂ€ltigung der finanziellen und technischen Aspekte des Angriffs bieten, sondern auch emotionale UnterstĂŒtzung leisten. In einigen FĂ€llen kann es auch sinnvoll sein, professionelle psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen, insbesondere wenn der Vorfall zu anhaltendem Stress oder AngstzustĂ€nden fĂŒhrt. Das Wichtigste ist, sich daran zu erinnern, dass Sie nicht allein sind und dass es Ressourcen und Menschen gibt, die bereit und fĂ€hig sind, Ihnen durch diese schwierige Zeit zu helfen.

Zusammenfassung und Schlusswort

Wichtigste Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen

Dieser Blogbeitrag hat verschiedene Aspekte beleuchtet, die wichtig sind, wenn man Opfer eines Phishing-Angriffs geworden ist. Von der sofortigen Reaktion, wie das Ändern von Passwörtern und das Informieren von Banken, bis hin zu langfristigen Maßnahmen wie der Überwachung Ihrer Konten und der Zusammenarbeit mit Behörden. Wir haben auch die Bedeutung von PrĂ€ventionsmaßnahmen, wie dem Einsatz von Sicherheitssoftware und der Schulung im privaten und beruflichen Umfeld, hervorgehoben. Es ist entscheidend, sich der psychologischen Auswirkungen eines Phishing-Angriffs bewusst zu sein und bei Bedarf UnterstĂŒtzung zu suchen. Die SchlĂŒsselbotschaft ist, wachsam zu bleiben, sich zu informieren und proaktiv Maßnahmen zu ergreifen, um sich selbst zu schĂŒtzen.

Abschließende Gedanken und Ausblick

Phishing-Angriffe sind eine stĂ€ndige Bedrohung in unserer zunehmend digitalisierten Welt, aber mit dem richtigen Wissen und den richtigen Werkzeugen können Sie sich effektiv schĂŒtzen. Es ist wichtig, sich kontinuierlich ĂŒber die neuesten Phishing-Taktiken zu informieren und sich an die sich stĂ€ndig Ă€ndernde Landschaft der Cyberbedrohungen anzupassen. Denken Sie daran, dass Sicherheit nicht nur eine technische, sondern auch eine menschliche Komponente hat. Indem wir uns selbst und andere ĂŒber die Risiken und Schutzmaßnahmen aufklĂ€ren, können wir alle dazu beitragen, das Internet zu einem sichereren Ort zu machen. Abschließend möchten wir betonen, dass das Bewusstsein und die richtigen Maßnahmen der SchlĂŒssel sind, um sich und Ihre Daten in der digitalen Welt zu schĂŒtzen.

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Vielen Dank fĂŒr Ihre Anfrage!

Allerdings ist der Betrag nicht hoch genug, sodass sich eine rechtliche Vertretung fĂŒr Sie in diesem Fall wirtschaftlich höchstwahrscheinlich nicht lohnen wird. 

Das können Sie dennoch tun:

 



Mussten Sie bereits negative Erfahrungen durch Phishing sammeln? Dann wĂŒrden Sie auch anderen Betroffenen sehr helfen, wenn Sie das Vorgehen in einem Kommentar beschreiben. Vielen Dank!

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